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Tether erwartet neue Klagen – es geht um Manipulation

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Tether hat heute eine Pressemitteilung auf seiner Website veröffentlicht, wonach das Unternehmen Klagen erwartet, die auf „unbarmherzigen and gnadenlosen“ Untersuchungen basieren, wie es heißt. Tether wird seit fast sechs Monaten von der New Yorker Staatsanwaltschaft untersucht, wobei die Firma und Bitfinex am 14. Oktober eine Frist für die Übergabe von Dokumenten setzen müssen.

Massive Spitzen, seltsame Zusammenhänge

Tether wurde in den letzten Jahren einer intensiven Prüfung unterzogen, da sie weiterhin Hunderte Millionen ihrer an den US-Dollar gebundenen Token drucken. Allein in den letzten zwei Jahren hat sich das zirkulierende Angebot an USDT fast verzehnfacht – von nur 450 Mio. $ auf heute 4,1 Mrd. $.

Eine im Juni letzten Jahres veröffentlichte Studie der University of Texas behauptet, dass der Bitcoin-Preis durch die Ausgabe neuer USDT-Token stark beeinflusst wurde. Erst kürzlich hat eine Studie von TokenAnalyst.io gezeigt, dass der Bitcoin-Preis bei einer Tether-Ausgabe um bis zu 70% steigt.

Tether behauptet, dass ihr Geschäftsmodell darin bestehe, Geld von institutionellen Investoren zu erhalten, eine entsprechende Anzahl von Token zu prägen und diese dann an ihre Kunden weiterzugeben. Tether macht jedoch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen deutlich, dass sie USDT nicht wieder gegen Dollar umtauschen.

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Die Tether-Untersuchungen

Im vergangenen April leitete der New Yorker Generalstaatsanwalt eine Untersuchung gegen Tether und die Muttergesellschaft iFinex ein, der auch die beliebte Börse Bitfinex gehört. Die Untersuchung konzentrierte sich auf Vertuschungen, um verlorene Gelder zu verheimlichen und die Absicht, Kunden- und Unternehmensfonds miteinander zu vermischen.

Ebenfalls etwa zu diesem Zeitpunkt im April gaben die Tether-Anwälte bekannt: USDT ist nur zu 74% durch Reserven gestützt. Sprich: Für jedes einzelne Tether im Umlauf hat das Unternehmen nur 0,74 Dollar, um es zu sichern.

Tether hat bislang immer noch keine Dokumente für das NYAG-Büro erstellt. Darüber hinaus hat es die Firma nach jahrelanger Tätigkeit außerdem versäumt, eine Finanz-Prüfung vorzunehmen – und das trotz zahlreicher anderslautender Zusagen.

Textnachweis: bitcoinist, MATTHEW HRONES
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