Strive Asset Management: Bitcoin Treasury via Unternehmenskäufe

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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Strive Asset Management: Bitcoin Treasury via Unternehmenskäufe

Der Vermögensverwalter Strive Asset Management hat angekündigt, als erstes Asset-Management-Unternehmen in den Markt der sogenannten Bitcoin Treasury Companies einzusteigen – und dabei mit Strategien zu arbeiten, die bisherige Nachahmer von Strategy noch nicht eingesetzt haben. Was steckt hinter dem Schritt, und wie realistisch ist die Zielsetzung, über Bitcoin-Akkumulation nachhaltigen Aktionärswert zu schaffen?

Die Ankündigung: Fusion, Börsengang und eine Milliarde Dollar

Strive, ein Vermögensverwalter mit rund 2 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Kapital, plant den Zusammenschluss mit dem börsennotierten Medienunternehmen Asset Entities. Aus dieser Transaktion soll eine neue Aktiengesellschaft unter dem Markennamen Strive entstehen – vermarktet als das erste „Vermögensverwaltungs-Bitcoin-Treasury-Unternehmen" der Welt.

Mitgründer des Unternehmens ist Vivek Ramaswamy, bekannt als Unternehmer, früherer US-Präsidentschaftskandidat und aktueller Gouverneurskandidat in Ohio. CEO der neuen Entität wird Matt Cole, der in der Vergangenheit durch offene Briefe an GameStop und Intuit auf sich aufmerksam gemacht hatte – mit dem Ziel, diese Konzerne zu Bitcoin-Investments zu bewegen. GameStop gab Ende März dieses Jahres schließlich bekannt, eine eigene Bitcoin-Strategie zu starten.

Direkt zum Start plant Strive, 1 Milliarde US-Dollar für Bitcoin-Käufe aufzunehmen. Da der Zusammenschluss mit einer bereits börsennotierten Gesellschaft erfolgt, die bereits Aktien und Wandelanleihen ausgeben darf, kann die neue Entität unmittelbar mit der Kapitalbeschaffung beginnen. Laut Investorenpräsentation sollen Investoren initial zudem Aktien im Tausch gegen Bitcoin erhalten können – weitere Einzelheiten stehen allerdings noch aus.


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Strategische Logik: Was Strive anders machen will

Der entscheidende Unterschied zum Playbook von Strategy liegt nicht in der Grundidee – Bitcoin kaufen, Kapitalmarkt als Hebel nutzen, BTC Yield als Kennzahl – sondern in der geplanten Akquisitionsstrategie. Strive will börsennotierte Unternehmen erwerben, die unterhalb ihres Nettobarwertes gehandelt werden, um Bitcoin gewissermaßen mit einem Preisabschlag zu kaufen.

Die Logik dahinter: Wenn ein Unternehmen an der Börse mit einem Abschlag auf seinen inneren Wert notiert – ein in bestimmten Marktsegmenten durchaus verbreitetes Phänomen – kann der Käufer die enthaltenen Assets günstiger erwerben als über den direkten Markt. Strive beziffert das adressierbare Universum solcher „gestrandeter Kapitalmengen" in notleidenden, aber überkapitalisierten Unternehmen auf über 30 Milliarden US-Dollar. Konkrete Transaktionen sollen laut Strive-Präsentation in naher Zukunft bekannt gegeben werden.

Diese Akquisitionsstrategie soll mit bereits bewährten Kapitalmarktinstrumenten kombiniert werden, die Strategy und andere Nachahmer wie Metaplanet und Semler Scientific bereits eingesetzt haben. Laut Investorenpräsentation sollen die innovativen Ansätze in Kombination mit diesen bewährten Techniken die Fähigkeit zur Bitcoin-Akkumulation verbessern und gleichzeitig die Verwässerung des Eigenkapitals für die Aktionäre minimieren.


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Marktkontext: Wachsendes Feld der Bitcoin Treasury Companies

Strive tritt in ein Marktsegment ein, das zunehmend Nachahmer anzieht. Erst vor wenigen Wochen gaben Cantor Fitzgerald, Tether und SoftBank gemeinsam die Gründung von Twenty One Capital bekannt – einem weiteren Unternehmen nach dem Vorbild von Strategy. Zuvor waren bereits das japanische Hotelunternehmen Metaplanet und das Gesundheitsunternehmen Semler Scientific erfolgreich in die Fußstapfen von Strategy getreten.

Da die unternehmerische Bitcoin-Strategie bislang ein waschechter Erfolgsgarant war, ist davon auszugehen, dass es noch weitere Nachahmer geben wird. Jeder neue Akteur, der in dieses Segment eintritt, verstärkt den strukturellen Nachfrageblock – und engt das verfügbare Angebot weiter ein.

Konkurrenz unter den Unternehmen gibt es keine, denn jeder weitere Bitcoin-Käufer stärkt die bisherigen Bitcoin Treasury Companies. Alle Marktteilnehmer profitieren gemeinsam von einer wachsenden Nachfrage nach Bitcoin.

Risiken: Verwässerung und Ausführungsrisiko

Das Modell trägt strukturelle Risiken, die Strive nicht wegdiskutiert. Die neue Entität konzentriert sich auf den Leistungsindikator BTC Yield, der die Steigerung der Anzahl an Bitcoin quantifiziert, die eine einzelne Aktie repräsentiert. Ziel ist es, das Bitcoin-Exposure pro Aktie zu maximieren und langfristig Wert für die Stammaktionäre zu schaffen.

Die geplante Übernahmestrategie für unterbewertete Unternehmen klingt konzeptuell überzeugend, bringt aber eigene Komplexität mit sich. Strive prüft derzeit verschiedene strategische Möglichkeiten und will möglicherweise in naher Zukunft die ersten Transaktionen bekannt geben – bis dahin bleibt die Strategie eine Ankündigung.

Einordnung: Neuer Ansatz in einem wachsenden Segment

Strive betritt ein Marktsegment, das sich von einer Einzelstrategie zur breiteren institutionellen Praxis entwickelt. Der Ansatz, klassische Kapitalmarkthebel mit einer Übernahmestrategie für unterbewertete Unternehmen zu verbinden, ist konzeptuell neu – seine praktische Umsetzbarkeit wird sich an konkreten Transaktionen messen lassen müssen.

Für den informierten Beobachter gilt: Die Grunddynamik ist dieselbe wie bei Strategy und Twenty One Capital – Bitcoin akkumulieren, Marktkapitalisierung durch BTC-Preisentwicklung skalieren, Kapitalmarkt als Akquisitionshebel nutzen. Was Strive differenziert, ist der Asset-Management-Hintergrund und die angekündigte Komponente des Erwerbs unterbewerteter Unternehmen. Ob beides zusammen tatsächlich einen strukturellen Vorteil gegenüber den bereits etablierten Playern liefert, wird sich zeigen.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.