Robinhood erhält FCA-Registrierung für Krypto in Großbritannien

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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Robinhood erhält FCA-Registrierung für Krypto in Großbritannien

Robinhood hat Ende Juli 2026 die FCA-Registrierung für Kryptodienstleistungen in Großbritannien erhalten und sichert sich damit einen Vorsprung vor dem neuen britischen Zulassungsregime, das ab Herbst 2027 gilt. Britische Kunden erhalten damit erstmals regulären Zugang zu Robinhoods Krypto-Handel, den der Broker bislang nur in anderen Märkten anbot.

Registrierung: Was der Eintrag konkret bedeutet

Die Registrierung fällt unter die Money Laundering Regulations 2017, ein seit 2020 geltendes Basis-Regime zur Geldwäsche-Prävention – keine vollwertige Finanzmarktlizenz. Registrierte Anbieter müssen ihre Kunden identifizieren, Transaktionen überwachen und Verdachtsfälle melden, doch über Anlegerschutz oder Kapitalanforderungen sagt der Status nichts aus.

Robinhood U.K. Ltd hält bereits seit August 2019 eine FCA-Zulassung als Broker für Aktien und Optionen, bot dort aber nie Krypto-Handel an. Mit der neuen Registrierung schließt der Anbieter diese Lücke – fast sieben Jahre nach der ursprünglichen Broker-Zulassung. Einen konkreten Starttermin für das britische Krypto-Angebot nannte das Unternehmen bislang nicht.

Seltener Status: Nur 14 Prozent der Gesuche erfolgreich

Die FCA vergibt diesen Status vergleichsweise selten. Seit Start des Verfahrens gingen 368 Gesuche ein, von denen die Behörde rund 50 genehmigte – eine Erfolgsquote von etwa 14 Prozent. Robinhood gehört damit zu einer Gruppe, in der auch Ripple, Kraken, BlackRock und BNY stehen.

Gleichzeitig baut Großbritannien seine Krypto-Aufsicht grundlegend um: Das bisherige, auf Geldwäsche-Prävention beschränkte Register wird durch ein Zulassungsregime unter den FSMA Cryptoassets Regulations 2026 ersetzt, das erstmals eine vollwertige Finanzmarktlizenz verlangt. Das Antragsfenster öffnet Ende September 2026 und schließt Ende Februar 2027 – Firmen mit bestehender Registrierung können Teile ihrer Vorarbeit mitnehmen, während Wettbewerber ohne Eintrag bei null beginnen. Mehr zum regulatorischen Fahrplan Großbritanniens liefert der Beitrag zur britischen Stablecoin- und Kryptoregulierung.

Krypto verliert Gewicht im Zahlenwerk

Die britische Zulassung fällt in eine Phase, in der Robinhoods Krypto-Geschäft an Bedeutung verliert. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Gesamtumsatz um 32 Prozent auf 1,31 Mrd. USD, während die Krypto-Transaktionserlöse um 38 Prozent auf 100 Mio. USD fielen – ein Jahr zuvor waren es noch gut 160 Mio. USD.

Erstmals verdiente die Plattform mit Prognosemärkten (Event-Contracts) mehr als mit Kryptowährungen: 156 Mio. USD gegenüber 100 Mio. USD, ein Plus von mehr als dem Zehnfachen im Jahresvergleich. Krypto trug damit weniger als ein Zehntel zum Gesamtumsatz bei, laut dem Bericht von cvj.ch. Die Verschiebung im Ertragsmix wirkt strukturell, nicht saisonal – Krypto bleibt im Angebot, verliert aber an Ertragsgewicht gegenüber Nettozinsertrag (389 Mio. USD) und Optionsgeschäft (342 Mio. USD).

Expansion auf mehreren Fronten

Die UK-Registrierung ist nur ein Baustein einer breiteren Auslandsstrategie. Robinhood bedient nach eigenen Angaben rund 28 Mio. Kunden in 38 Ländern, schloss im Juni 2026 die Übernahme der kanadischen WonderFi-Gruppe für rund 250 Mio. CAD ab und erweiterte laut Reuters sein EU-Angebot an Perpetual Futures auf 30 Länder.

Parallel führte das Unternehmen Stock Tokens in über 120 Ländern ein und startete eine eigene Layer-2-Blockchain.

Was als Nächstes zählt

Für Robinhood zählt jetzt vor allem der Vorlauf: Das Antragsfenster für die vollwertige FSMA-Lizenz läuft bis Ende Februar 2027, das neue System greift vollständig im Herbst 2027. Bis dahin gilt für die Plattform zunächst das bisherige Register weiter – ein Zeitplan für den tatsächlichen Handelsstart in Großbritannien steht noch aus.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.