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Der BitConnect Betrug – Was ist eigentlich passiert?

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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In der Welt der Kryptowährungen gibt es neben seriösen und spannenden Projekten auch klassische Scam-Projekte, die nur das Ziel haben, das Geld der User zu stehlen. Der Bitconnect Betrug ist wohl einer der bekanntesten Scams in der noch so jungen Geschichte von Bitcoin und Co.



Was war eigentlich BitConnect?

Bitcoinnect war eine der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Kryptowährungen. Die Kryptowährung Bitconnect (BCC) und ihr Netzwerk ging im Februar 2016 online, im Dezember desselben Jahres endete der ICO und der Release der eigenen Wallet. Im Laufe des nachfolgenden Jahres wurde Bitconnect zu einer der größten und am besten performenden Kryptowährungen auf CoinMarketCap. In seinen Hochzeiten erreichte Bitconnect eine Marktkapitalisierung von 2,6 Milliarden US-Dollar und ein BCC war bis zu 431 Dollar wert.

Die Macher hinter Bitconnect versprachen ihren Kunden Renditen, wenn sie die Kryptowährung Bitconnect kauften und auf der eigenen Plattform anlegten. Diese „Kredite“ sollten laut den Betreibern der Plattform eine Rendite von 40 Prozent pro Monat einbringen. Es gab zusätzlich tägliche Renditen von 0,25 Prozent und mehr für Kredite im Gegenwert von 10.000 bis 100.000 Dollar. Alle Kredite waren in Dollar angegeben, mussten allerdings in der eigenen Kryptowährung Bitconnect überwiesen werden. Ebenso verhielt es sich mit den Renditen: Kreditgeber bekamen ihre Zinsen in BCC ausgezahlt.

Kritische Stimmen gab es schon früh. Vitalik Buterin etwa sagte in einem Tweet: „Wenn es täglich 1 Prozent Renditen gibt, dann ist es ein Schneeballsystem“.

Mit dieser Meinung war der Ethereum-Erfinder nicht allein. Einer der Gründe dafür war unter anderem das vierschichtige Anlagen-System. Die Anleger wurden in Gruppen je nach der Höhe ihrer Kredite eingeteilt. Je mehr der Anleger zu Beginn einzahlte, desto höher die Renditen. Ungeachtet der Höhe der Ersteinzahlung gab es monatliche Zinsen von bis zu 40 Prozent, abhängig von der Volatilität des Marktes.

Mit einer Einzahlung von 1.000 Dollar konnten Anleger theoretisch bis zu 50 Millionen Dollar innerhalb von drei Jahren einnehmen. In dem Fall, dass die Macher von Bitconnect auch hielten, was sie versprachen. Angeblich wurden diese Renditen durch einen Trading Roboter ermöglicht.

Bis heute ist nicht klar, wie dieser Robot tatsächlich funktionieren sollte oder ob es ihn überhaupt gab.

Abgesehen von diesen überhöhten Versprechungen gab es noch weitere klassische Anzeichen eines Schneeballsystems: Bitconnect setzte auf ein aggressives Affiliate-Marketing. Diese fanden sich auf allen verfügbaren Social Media-Kanälen und auf YouTube. Dazu gehörten bekannte Krypto-YouTuber (auch deutschsprachige).

Ihre Aufgabe bestand vornehmlich darin, weitere Anleger zu rekrutieren. In erster Linie ging es dabei um die massiven Renditen. Wie bei jedem klassischen Schneeballsystem wurden die Profite des Unternehmens nicht aus dem Produkt oder dem Service generiert, sondern aus immer neuen Wellen von Mitgliedern und ihrem Kapital.

Mit der Zeit mehrten sich nicht nur die kritischen Stimmen, auch die Behörden schalteten sich ein. Im November 2017 drohte die UK Registrar of Companies die Plattform von Bitconnect vom Netz zu nehmen, sollten die Betreiber nicht innerhalb von zwei Monaten beweisen können, dass sie kein Pyramiden-Spiel durchzogen.

Innerhalb einer Woche verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer in der Krypto-Community. Im Reddit-Subforum von Bitconnect bekamen viele der Investoren kalte Füße. Die Marketing-Abteilung des Unternehmens und die vielen Affiliates versuchten es mit Schadensbegrenzung. So wurde behauptet, die Klage betraf nur einen Teil des Unternehmens, Bitconnect LTD, nicht aber die Bitconnect International PLC.

Nicht nur versuchte es das Unternehmen mit Schadensbegrenzung, es schaltete in den Overdrive. Das Unternehmen ging eine Partnerschaft mit Blockchain Expo ein und trat dort mit einem eigenen Stand auf. Es war einer der Sponsoren der ICO Event Konferenz in Amsterdam und es zog sein eigenes Bitconnect Event in Thailand auf, wo Carlos Matos seinen unvergesslichen Auftritt hatte (dazu später mehr).

Doch damit konnten sie das Ende von Bitconnect nicht abwenden. Unterlassungsaufforderungen von der Texas Securities Board und der North Carolina Securities Division unterstellten dem Unternehmen betrügerische Absichten und orderten eine sofortige Einstellung aller Tätigkeiten, bis das Unternehmen das Gegenteil beweisen konnte. Nun begannen auch, einstige Promoter sich von dem BCC zu distanzieren.

Währenddessen zog das Unternehmen eine eigene News-Abteilung auf. Möglicherweise um damit in den Suchergebnissen von Google zu ranken und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen. Die eigenen Nachrichten tauchten damit neben anderen, glaubhaften Nachrichtenportalen auf. Somit war es Bitconnect möglich, kritische Stimmen unter einer Flut aus eigenem Content zu begraben.

Letztlich vergeblich. Am 16. Januar 2018, nachdem der Server für eine Weile offline gegangen war, hieß es auf der Webseite, dass die Plattform vom Netz genommen würde. Als Gründe nannte Bitconnect die schlechte Presse, rechtliche Schwierigkeiten und andauernde DDoS-Angriffe. Der BCC-Preis reagierte augenblicklich, verlor um 92 % und sank auf unter 20 US-Dollar. In den folgenden Monaten verlor der Kurs von BCC weiter an Wert, wie man dem folgenden BitConnect Kurs Chart entnehmen kann.

Bitconnect Kurs stürzt ab
Quelle: CoinPaprika


Wer waren die Verantwortlichen hinter dem Scam?

Zunächst schalteten sich die Britischen Behörden ein, weil das Unternehmen auf den Namen eines Briten registriert war: Ken Fitzsimmons. Laut Unterlagen soll dieser Ken Fitzsimmons gut 75 Prozent der Unternehmensanteile halten.

Gleichzeitig erschien dieser Name nirgends auf der Plattform von Bitconnect. Es bleibt auch unklar, welche Positionen und Aufgaben er innerhalb des Projektes innehatte. Bis zu diesem Tag weiß niemand, wer dieser Ken Fitzsimmons tatsächlich sein soll.

Bis heute sind die meisten Hintermänner des Betrugs unbekannt. Als einer der Hauptverdächtigen gilt der Inder Divyesh Darji. Er wurde im August 2018 festgenommen, diesmal jedoch für einen anderen Scam: „Regal Coin“. Divyesh Darji war der Geschäftsführer der Abteilung Indien.

Ein weiterer Name in Verbindung zu Bitconnect ist John Bigatton. Der Australier soll für eine bestimmte Zeit Geschäftsführer gewesen sein. Kurz nachdem der Betrug aufflog, verschwand seine Ehefrau Madeline Bigatton.

Sie wurde später tot aufgefunden. Laut der Polizei könnte die zweifache Mutter Selbstmord begannen haben. Nachbarn berichteten von den Geldsorgen des Ehepaars. Die Polizei spekuliert ebenfalls über einen möglichen Mord. Die Mörder könnten geprellte Investoren gewesen sein, die sich am Ehepaar rächen wollten. John Bigatton steht nicht im Verdacht, den Mord begannen zu haben.



Wie viel Geld haben Investoren verloren?

Zu seinen besten Zeiten hatte Bitconnect eine Marktkapitalisierung von 2,6 Millionen Dollar erreicht. Ein einzelner BCC kostete über 400 Dollar. Allerdings sagt das nichts darüber aus, wie viel Geld in diese Kryptowährung investiert wurde. Die genaue Menge kann nur geschätzt werden. Experten gehen davon aus, dass Bitconnect ungefähr eine Milliarde Dollar eingenommen hatte.



BitConnect 2.0 – Was hat es damit auf sich?

Wer glaubt, Bitconnect wäre damit endgültig weg vom Fenster, der irrt sich. Schon als die Webseite der Plattform im Januar 2018 offline ging, kündigten die Betreiber an, dass das nicht das Ende der Community sei. Es war ein zusätzlicher ICO geplant und eine neue Handelsplattform: Bitconnect X.

Auf einem neuen Twitter-Profil und einer neuen Webseite wurde Bitconnect 2.0 angekündigt. Dazu wurde ein Countdown angezeigt. Auf dem Twitter-Profil gab es ursprünglich nur zwei Posts, einer davon war ein Link zur Binance-Exchange. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Token zu kaufen.

Geplant war, die neue Plattform im Juli 2019 zu starten. Lange Zeit gab es nicht mehr als diese Ankündigung. Die Reaktion der Community war entsprechend, man hatte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Der Twitter-Account erntete in erster Linie Spott und Nutzer warnten vor dem nächsten Schwindel.

Wirklich viel ist seitdem aus der Ankündigung nicht erwachsen. Nachdem es zuvor so aussah, als würde die neue Domain (bitconnect.io) auslaufen, bevor die Plattform offiziell launchen konnte, gibt es nun eine Webseite und die Möglichkeit, einen BC2 Token für Ethereum zu kaufen.

Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Unterfangen so ertragreich für seine Macher wird wie Bitconnect 1.0. Unter „Partners“ finden sich bisher ganze Reihen gefüllt mit „SOON“. An den Kooperationen mangelt es also bislang. Das neue Projekt scheint sich auf Ethereum zu fokussieren. Halter des BC2 Tokens haben laut den Angaben auf der Webseite einen Anspruch auf „kostenlose“ Ether, sobald ein Nutzer auf der Plattform BC2 Tokens kauft, verkauft oder transferiert. Die Renditen sollen sich auf 0,05 bis 2 Prozent belaufen.

Das Schema ist das gleiche, nur mit Ethereum. Die Nutzer sollen ETH einzahlen und werden mit dem BC2 Token ausgezahlt. Die Renditen sind diesmal nicht so ungeheuerlich hoch. Dazu kommen Masternodes und Empfehlungs-Links. Informationen zu den Personen hinter der Plattform oder ein Impressum fehlen.



Das berühmte BitConnect Meme – Carlos Matos berüchtigter Auftritt

Berühmt wurde Bitconnect nicht nur für den Schwindel und die vielen geprellten Anleger. Der Auftritt von Carlos Matos auf der Bitconnect-Show in Thailand sorgte zumindest für einige gute Lacher. Das „Bitconnect Carlos“ Meme war geboren.

Was bis dahin eine gesittete Veranstaltung war, erlebte während des Auftritts von Carlos Matos eine Explosion an Energie und Enthusiasmus. Carlos Matos ist ein Investor aus New York und war zumindest damals äußerst begeistert von der Kryptowährung und der Plattform. Seine kurze, möglicherweise komplett improvisierte Rede bestand zu Teilen nur aus dem wiederholten und langgezogenen Ruf: „Bitconnect!“ und davon, wie diese Kryptowährung demnächst die Welt verändern würde.

Der zweiminütige Auftritt ist so schon sehenswert. Das Internet wäre allerdings nicht das Internet, würde es ihn nicht gekonnt ausschlachten. Drei Tage später veröffentlichte der YouTuber CryptoSann einen Clip, in dem er den Auftritt mit dem Film Predator kombinierte und nannte ihn „BITCONNECT Conference in a Nutshell“.

Es folgten weitere Remixes und Songs auf der Grundlage seiner mitreißenden Rede, wie dem „Bitconnect EDM Remix“, „Curb your Bitconnect“, „Carlos Matos – Take On Me“ und weitere Meme-Compilations. Die Videos haben über mehrere Hundert Tausende Aufrufe. Bei der Verbreitung des Memes hatte der YouTube-Channel „h3h3productions“ einen maßgeblichen Anteil.

Abschließend sollte noch eines erwähnt werden. Derzeit sind viele weitere Krypto-Scams im Umlauf, die nur an das Geld der Investoren gelangen möchten. Speziell Bitcoin Robots werden mit extrem profitablen aber unrealistischen Gewinnen beworben. Wir tun unser Bestes, um detailliert die verschiedenen Anbieter zu analysieren, wie du in den folgenden Artikeln sehen kannst.

Bitcoin Revolution – Was steckt dahinter?

Höhle der Löwen – Bitcoin Abzocke

Der Bitcoin Robot Anbieter Bitcoin Code im Blick

Doch zuletzt noch der berühmte Auftritt des Carlos Matos

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Und an dieser Stelle darf der EDM Remix natürlich nicht fehlen

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Daher solltest du immer darauf achten, in seriöse Kryptowährungen und Projekte zu investieren. Regulierte Plattformen müssen einen ausreichenden Background-Check machen, bevor sie diese Kryptos listen dürfen. Eine dieser seriösen, regulierten und sicheren Plattformen ist eToro, die inzwischen 14 bekannte und sichere Kryptowährungen zum Kauf anbietet.

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