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Visa CEO: Wenn es nötig ist, werden wir Kryptowährung unterstützen

Für ein Interview mit CNBC, setzte sich Jim Cramer mit dem Visa-CEO Al Kelly zusammen, um über die Geschäfte des Kreditkartengiganten und Kellys Überlegungen zum Aufstieg von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu diskutieren.

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Im Gespräch fragte Cramer, ob Kryptowährungen eine Herausforderung für das Unternehmen Visa darstellen. Kelly erklärte, er sehe in Kryptowährungen derzeit keine wirkliche Bedrohung für Reservewährungen, die als Grundlage für die Produkte von Visa dienen.

Der CEO sagte aber auch, dass es durchaus in die Richtung gehen könnte, wenn Bitcoin und Co. es schaffen sich als echtes Zahlungsmittel zu beweisen. In dem Fall würde Visa diesem Weg folgen, so Kelly:

„Ich denke, dass es einen Markt geben muss, auf dem es (Kryptowährung) so etwas wie eine Fiat-Währung ist“, erklärte Kelly. „Wenn es in diese Richtung geht, werden wir uns auch in diese Richtung bewegen. Wir wollen in der Mitte jedes Zahlungsflusses der Welt sein – egal wie es geschieht oder welche Währung dahintersteckt. Wenn wir dorthin gehen müssen, werden wir dorthin gehen. Aber im Moment ist es eher eine Ware als ein Zahlungsmittel.“

Mit „in der Mitte“ sein, meint Kelly vermutlich, Visa könnte als Vermittler dienen, der den Austausch von digitale Vermögenswerte für Nutzer ermöglicht. Ob dieser Plan aufgehen wird, kann zumindest angezweifelt werden. Das derzeitige Geschäftsmodell von Visa besteht darin, Zahlungen abzuwickeln und zur Abwicklung von Transaktionen mit Kryptowährungen werden in der Regel keine Zwischenhändler benötigt.

Dennoch würde Visa als eines der einflussreichsten Unternehmen im Finanzsektor die Akzeptanz von Kryptowährungen in der Gesellschaft deutlich erhöhen.

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Zum Ende des Jahres 2017 lag die Anzahl der ausgegebenen Kreditkarten in Deutschland bei beeindruckenden 35,1 Millionen Stück. Demgegenüber stehen nur 3 Prozent der Deutschen, die im Rahmen einer Postbank-Studie zumindest angaben Kryptowährungen zu besitzen.

Auch wenn Visa derzeit eher in der Beobachterrolle zu verweilen scheint, haben andere bedeutende Unternehmen aus dem Finanzsektor bereits begonnen mit dem „neuartigen Geld“ zu experimentieren, was durchaus darauf hindeutet, dass Kryptowährungen „eine ernste Sache“ sind.

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