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Postbank-Studie verrät was die Deutschen von Kryptowährungen als Geldanlage halten

Um Bitcoin und Co ist es in den vergangenen Monaten zweifelsohne ruhiger geworden. Neue Höchststände und erhebliche Kurseinbrüche ist das, was die kommerziellen Medien zu neuen Schlagzeilen verleitet – doch der Markt bewegt sich seit einigen Monaten seitwärts. Umso wichtiger ist, was die Bundesbürger von Kryptowährungen als Geldanlagen halten. Denn schließlich könnte frisches Kapital den Kursen erneut zu alten Höhen verhelfen.

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Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass Bitcoin von dem eigentlichen Grundgedanken weit abgerückt ist und derzeit als reines Spekulationsobjekt fungiert. Nicht, dass ich den Grundgedanken nicht begrüße, nur müssen wir realistisch sein und uns zumindest kurzfristig von der Illusion einer Welt ohne Banken trennen.

Doch wie sieht es bei den Bundesbürgern eigentlich aus? Besteht überhaupt Interesse an den digitalen Währungen? Werden neue Investoren den Markt betreten und vielleicht sogar einen weiteren Run auslösen?

Die Postbank hat sich all diese Fragen gestellt und sie für spannend genug erachtet, um eine Studie zu starten. Die repräsentative Untersuchung erfolgte zwischen Ende Februar und Ende März 2018, also unmittelbar nach den zum Teil sehr deutlichen Kurseinbrüchen. Und die Ergebnisse sind doch durchaus überraschend, wie Dr. Thomas Mangel, Chief Digital Officer der Postbank, ebenfalls feststellen musste:

„Es ist bemerkenswert, dass das Interesse der Deutschen an Kryptowährungen als Geldanlage trotz hoher Kursverluste und offenbarer Risiken immer noch groß ist“ […] „Hier liegt mit Sicherheit eine reelle Gefahr, dass Menschen Geld verlieren, nur weil sie einem Hype folgen.“

Zu den Ergebnissen

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Aus den Ergebnissen der Postbank-Studie geht hervor, dass etwa jeder dritte (29%) Deutsche Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. trotz starker Kursschwankungen für eine interessante Geldanlage hält. Bei den unter 35-jährigen ist es sogar fast jeder zweite (46%).

Unabhängigkeit von Notenbanken

Der Zeitpunkt an dem wir ohne Banken leben und Bitcoin sich als Weltwährung etablieren kann, scheint eigentlich in weite Ferne gerückt zu sein. Doch dies ist bei 51 Prozent der befragten Männer ein Aspekt, der Kryptowährungen als Geldanlage interessant macht. Bei Frauen waren es sogar 60 Prozent, die sich von der Geldpolitik der Notenbanken trennen wollen.

Hohe Renditechancen

Hohe Renditechancen sind für 56 Prozent der Männer ein wichtiger Faktor, der Kryptowährungen als Geldanlage spannend macht. Bei den Frauen waren es mit 36 Prozent deutlich weniger.

Anonymität

Die Anonymität ist eine Eigenschaft, die etwas überholt erscheint. Denn für den Kenner ist klar, dass Transaktionen in Wirklichkeit nachverfolgt werden können und nur die wenigsten der besagten „Privacy-Coins“ in der Lage sind, Zahlungsabwicklungen vollständig zu verschleiern.
Für die Befragten war die Anonymität auch nicht wirklich wichtig. Insgesamt gaben nur 32 Prozent an, dass Anonymität eine Rolle spielt.

20% der Befragten kennen sich (sehr) gut mit Bitcoin aus

Scheinbar kennen sich mehr Menschen in der Bevölkerung mit Bitcoin „gut“ oder „sehr gut“ aus, als man annehmen könnte. In der Umfrage gab nämlich jeder Fünfte an, über ein fundiertes Wissen zu verfügen, wenn es um Bitcoin geht. Bei den Digital Natives sind es sogar 29 Prozent.

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Quelle: Postbank

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Bedenken in der Bevölkerung

Natürlich gibt es auch Bedenken in der Bevölkerung, die die Befragten von einer Investition in Kryptowährungen abhalten. Die folgenden Gründe wurden in der Studie erfasst:

  • Hohes Risiko (56%)
  • Kenne mich mit Kryptowährungen zu wenig aus (50%)
  • Rein virtuelle Währung (36%)
  • Habe kein Geld zum Anlegen (33%)
  • Angst vor Hackern / Diebstahl
  • Kein Einlagenschutz (30%)
  • Fehlende staatliche Kontrolle (29%)

Anteil der Bürger, die Kryptowährungen besitzen

Kommen wir zu der wohl spannendsten Frage, in der geklärt werden soll, wie viele der Befragten Kryptowährungen als Geldanlage besitzen. Und die Zahl ist tatsächlich klein, wenn nicht sehr klein. Nur drei Prozent der 3.100 Befragten gaben an, Kryptowährungen zu besitzen. Bei den Digital Natives im Alter von 18 bis 34 Jahren, waren es immerhin sechs Prozent.

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