Schweizer „Crypto Valley“ macht sich fit für Blockchain-Wahlen

Schweizer-Berge

In einem seit dem 25. Juni laufenden Test, erprobt die Stadt Zug eine neues blockchain-basiertes Wahlsystem, dass in den kommenden Jahren bei öffentlichen Abstimmungen eingesetzt werden könnte.

Blockchain-Technologie für Demokratie

Zug, ein 30.000-Seelen-Ort, eingebettet zwischen Seen und Bergen, gilt als die Schweizer Brutstätte für Krypto-Innovationen. Die Stadtverwaltung ist auch die erste überhaupt, die Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel für Gebühren des Einwohnermeldeamts akzeptiert.

Knapp 30 Kilometer entfernt von Zürich, soll jetzt ein weiteres Zeichen gesetzt werden. Das neueste Vorhaben läuft unter dem Slogan „Blockchain-Technologie für Demokratie“ und soll nur ein Blockchain-Projekt von vielen sein, wie Dolfi Müller, Zugs Stadtpräsident, anmerkte.

„Wer weiss, vielleicht kommt in fünf oder zehn Jahren Blockchain bei Abstimmungen zum Einsatz“, sagt Müller gegenüber swissinfo.ch. „Nicht alle glauben an diese Technologie oder gar an die elektronische Stimmabgabe, aber ich persönlich bin von ihrem Potenzial überzeugt.“

Der Pilot, der in Zug zwischen dem 25. Juni und dem 1. Juli über die Bühne geht, soll prüfen, ob das System fehlerfrei funktioniert und den Grundstein für weitere Abstimmungen legen. Um an den Umfragen teilzunehmen, müssen Bürger eine digitale Identität anlegen, die sie zur Stimmabgabe berechtigt. Der Pilot sieht einen ersten relativ unspektakulären Fragebogen vor, wie etwa, ob ein Feuerwerk beim jährlichen Stadtfest gezündet werden soll.

Dolfi Müller glaubt, dass die Blockchain-Technologie eine höhere Sicherheit gegenüber anderen digitalen Voting-Systemen bietet. Die Lösung verwendet eine innovative Verschlüsselungstechnologie, die einerseits die Stimmen anonymisiert und andererseits eine manipulationssichere Erfassung ermöglicht. Sollte der Test erfolgreich sein, könnte der Pilot Auswirkungen auf das System der direkten Demokratie in der Schweiz haben. Denn bis zu den Schweizer Parlamentswahlen im Oktober 2019, sollen planmäßig zwei Drittel aller Kantone E-Voting einsetzen, wobei nicht zwangsläufig eine Blockchain verwendet werden muss.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Luxoft, einer internationalen Technologiefirma, und der Fachhochschule Luzern, entwickelt.

Luxoft-e-voting-system
Luxoft E-Voting-System | Quelle: Luxoft

Mit ihrer innovativen Lösung hat die Stadtverwaltung jedoch auch Kritiker auf den Plan gerufen. Da die Blockchain-Technologie noch in den Kinderschuhen steckt und kaum unter realen Bedingungen getestet wurde, fürchten viele, dass das System der direkten Demokratie beschädigt werden könnte.

„Wie in allen Gesellschaften gibt es aufgeschlossenere Menschen und konservativere Bürger […] Wir hoffen, mehr Menschen davon zu überzeugen, offen für Neues zu sein.“, sagt Dolfi Müller.

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