Schweiz erwägt formal die Einführung einer staatlich gestützten Kryptowährung

Laut einem Bericht von Reuters, erwägt die Schweiz formal die Einführung einer staatlich gestützten Kryptowährung. Der Schweizer Bundesrat hat eine Studie über die Risiken und Möglichkeiten des sogenannten „e-Franken“ angefordert.
Schweizer-Berge
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Laut einem Bericht von Reuters, erwägt die Schweiz formal die Einführung einer staatlich gestützten Kryptowährung. Der Schweizer Bundesrat hat eine Studie über die Risiken und Möglichkeiten des sogenannten „e-Franken“ angefordert.

Das Unterhaus des Schweizer Parlaments muss nun entscheiden, ob der Antrag des Bundesrates auf die Durchführung einer Studie zum e-Franken stattgegeben wird.

Angestoßen wurde das Projekt vom, Cedric Wermuth, Vizepräsident der Sozialdemokratischen Partei. Sollte dem Antrag durch das Unterhaus des Schweizer Parlaments stattgegeben werden, wird das Schweizer Finanzministerium eine Studie zur stattlichen gestützten Kryptowährung durchführen, so Reuters.

In einer Antwort vom Donnerstag befürwortete die Schweizer Regierung den Vorschlag, sieht aber auch Hürden in einer möglichen Einführung:

„Der Bundesrat ist sich der großen rechtlichen und monetären Herausforderungen bewusst, die mit der Verwendung eines e-Franken einhergehen. […] Er fordert, dass der Vorschlag angenommen wird, um die Risiken und Chancen eines e-Franken zu untersuchen und die rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte des E-Franc zu klären.“

Das scheint eine ziemliche Wendung für die Schweizer zu sein. Noch vor etwas mehr als einem Monat hat die Schweizerische Nationalbank Aussagen über die inhärente Instabilität von Kryptowährungen getroffen. Digitale Währungen des Privatsektors seien besser und weniger riskant als jede Version, die von einer Zentralbank angeboten werden könnte, sagte Andréa Maechler von der Nationalbank des Landes.

Die Schweiz ist jedoch nicht das erste Land, das mit dem Gedanken spielt, eine staatliche Kryptowährung einzuführen.

Staatliche Kryptowährungen auf dem Vormarsch

Die schwedische Riksbank sagte, eine E-Krone könnte dazu beitragen, Problemen aufgrund rückläufiger Bargeldnutzung entgegenzuwirken und die Zahlungssysteme robuster zu machen.

Nicolas Maduro, Präsident Venezuelas, ging bereits einen Schritt weiter und führte die umstrittene Staats-Kryptowährung Petro ein. Der Petro soll durch die Öl-Reserven des Landes gedeckt werden und ist an den Preis für einen Barrel Öl gebunden. Nach eigenen Angaben soll der Verkauf des Petros dem Land 5 Milliarden Dollar eingebracht haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen zur Stärkung des von Hyperinflation geplagten Landes verwendet würden.

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