Bitcoin Statistik 2020 – Aktuelle Zahlen und Daten über die Kryptowährung

Bitcoin Entwicklung Statistiken und Zahlen der beliebten Kryptowährung

Bitcoin und seine Blockchain gehören zu den innovativsten Technologien unserer Zeit. Das Netzwerk und die Kryptowährung gibt es mittlerweile seit über zehn Jahren. Was im Jahre 2009 noch ganz klein und wenig beachtet anfing, entwickelte sich mittlerweile zu einem globalen Phänomen mit dem Potential, viele Bereiche unseres Lebens, des Geldwesens, der Wirtschaft und des Internets zu verändern. Doch wie sieht derzeit die Bitcoin Statistik, sowie die Daten und Zahlen des Netzwerks aus?

Wie hat sich Bitcoin und die Blockchain bislang entwickelt? Wie sehr ist das Netzwerk gewachsen, was kommt als nächstes für die Bitcoin-Blockchain? Gut, dass Bitcoin auf einem transparenten Ledger beruht. Damit lassen sich viele interessante Zahlen und Entwicklungen öffentlich einsehen.

Bitcoin Statistik: Das Netzwerk – Anzahl der Nodes

Die „Nodes“, die Knotenpunkte, sind ein elementarer Bestandteil des Bitcoin-Netzwerkes. Sie garantieren die Netzwerkintegrität und Dezentralität von Bitcoin und seiner Blockchain. Wenn von „Nodes“ die Rede ist, werden damit zumeist „Full Nodes“ gemeint.

Full Nodes befolgen alle im System implementierten Regeln und bieten alle essenziellen Dienste an. Die Nodes weisen alle Transaktionen zurück, die nicht den Bitcoin-Regeln entsprechen. Nur die Besitzer eines Full Nodes können sich wirklich 100%ig sicher sein, dass sie auch selber ihre Bitcoins besitzen und die Transaktionen verifiziert sind.

Wer sich auf Ledger und Wallets von Drittanbietern verlässt, betreibt keinen richtigen Full Node. Selbst wer über den privaten Key seiner Wallet verfügt, besitzt die BTC damit noch nicht vollständig. Die meisten Full Nodes laufen auf dem Client Bitcoin Core.

Ein Rechner, der als Node dienen soll, braucht mindestens 200 GB Festplattenspeicherplatz mit einer Schreibgeschwindigkeit von 100 MB/s, 2 GB Arbeitsspeicher und Breitbandinternet mit mindestens 50 KB/s an Upload-Geschwindigkeit. Außerdem muss der Rechner den ganzen Tag laufen.

Die erste Bitcoin Core Version entstand im März 2014. Damals war es die Version 0.9.0. Mittlerweile sind wir bei Bitcoin Core 0.19.0.1 angekommen. Diese Version ging im November 2019 online. Updates finden mehrmals im Jahr statt.

Im Laufe der Zeit wuchs die Anzahl der Nodes. Der Anstieg folgte dabei einem ähnlichen Trend wie das Interesse an Bitcoin und dem Preis der Kryptowährung. Seit dem Jahre 2020 gibt es über 10.000 Bitcoin Full Nodes im Netzwerk. Dazu kommt eine geringfügige Anzahl an kleineren Clients. „Bitcore“ etwa hat nur über 100 Nodes und der drittgrößte Client, btcd, wird von gerade mal 30 Nodes unterstützt.

Zu Beginn des Jahres 2015 lag die Zahl der Full Nodes bei 6.000, dann sank die gemessene Anzahl im Laufe des Jahres ab auf unter 5.000 Nodes. Bis zum Beginn des Jahres 2017 hielt sie sich unter 5.000. Im März 2017 stieg die Anzahl auf über 5.000 und am Ende des Jahres wuchs die Zahl stetig an.

Im Dezember 2017 lag sie bei knapp 8.800 Nodes. Im Januar 2018 stieg die Zahl auf über 9.000 und im März auf knapp 10.400 Nodes. Dann folgte der Crash des Marktes, wobei die Zahl der Nodes nicht so ganz einbrach wie der Preis von Bitcoin. 2018 hielt sie sich um die 9.000. Ähnlich sieht es auch für das Jahr 2019 aus. Im Januar 2020 kam das Netzwerk erstmals auf rund 10.616 Nodes, ein Meilenstein.

Bitcoin Statistik Anzahl der Nodes im Umlauf
Quelle: https://bitnodes.earn.com/

Ein Großteil der Nodes befindet sich in den USA. Stand Februar 2020 waren das knapp 21 % aller weltweiten Bitcoin Core Clients. Deutschland ist in dieser Hinsicht äußerst vorbildlich: Hier befinden sich im selben Zeitraum 17 % aller Nodes, womit das Land Platz 2 in der Weltrangliste einnimmt.

Platz drei gehört den unbekannten Standorten. Gut 16,8 % aller Nodes lassen sich keinem Land zuordnen. Während die Zahl der absoluten Nodes fluktuieren kann, so hat sich im Laufe der Zeit wenig an der relativen Verbreitung geändert. Die meisten Nodes stehen in den USA, in Europa (mit Deutschland an der Spitze) oder lassen sich keinem Land zuordnen.



Bitcoin Statistik: Zahl der täglichen generierten Bitcoin

Eine weitere interessante Bitcoin Statistik ist die Anzahl der täglich neu generierten Bitcoin. Die Zahl der täglich generierten Bitcoins kann je nach Aktivität des Netzwerks variieren. Im Moment werden bei jedem neuen Block 6,25 Bitcoins geschaffen und der Gesamtzirkulation hinzugefügt. Durchschnittlich werden am Tag 144 neue Blöcke generiert. 6,25 mal 144 ergibt 900 neue Bitcoins pro Tag. Das ist allerdings nur ein vereinfachter Durchschnittswert.

Wichtig ist außerdem die Blockzeit. Also die Zeit, die vergeht, bevor ein neuer Block geschaffen wird. Bitcoin wurde so programmiert, dass sie 10 Minuten betragen sollte. Allerdings hat sich diese Zeit durch die gesteigerte Hash-Power der Miner etwas verringert. Die Blockzeit schwankt zwischen 9,7 Minuten bis 9,5 Minuten.

Die 6,25 Bitcoin sind der Block-Reward für die Miner. Wenn immer sie den Hash-Wert finden und einen neuen Block der Blockchain hinzufügen, bekommen sie für ihren Arbeitsaufwand (Proof-of-Work) den Block-Reward ausgezahlt. Die Auszahlung geschieht, indem die Miner ihre Adresse als nächste Transaktion hinzufügen.

Ursprünglich lag der Block-Reward bei 50 BTC. Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Belohnung. Dieser Vorgang wird als „Halving“ bezeichnet und ist nicht nur für die Miner ein wichtiges Ereignis, sondern auch für Investoren. Das erste Halving fand am 28. November 2012 statt. Der Block-Reward verringerte sich von 50 BTC auf 25 BTC.

Am gleichen Tag stieg der Preis von Bitcoin um 1,7 %. Dieser Preisanstieg setzte sich in den nachfolgenden Monaten fort und endete in der Rallye von 2013, wo der Preis von Bitcoin auf etwa 1.000 US-Dollar stieg. Das nächste Halving fand im Jahr 2016 statt. Der Reward halbierte sich auf 12,5 BTC. 2017 war ein umso erfolgreicheres Jahr für Bitcoin und die Kryptowährungen allgemein. Hier erreichte Bitcoin einen Preis von knapp 20.000 US-Dollar.

Das nächste Halving wird für den Mai 2020 erwartet. Dann verringert sich der Block-Reward auf 6,25. Für viele Investoren ist das ein bullisches Signal und ein Hinweis darauf, dass Bitcoin im Jahre 2020 vielleicht sein bisheriges Allzeithoch übertreffen könnte.

Jedoch muss auf ein Halving nicht automatisch eine Preisexplosion folgen. Das Angebot verknappt sich, entscheidend ist allerdings die Nachfrage. Bei konstanter oder wachsender Nachfrage muss bei einem knapperen Angebot zwangsläufig der Preis steigen.

Das Halving dient aber nicht in erster Linie dazu, um Investoren glücklich zu machen. Stattdessen soll es die Inflation von Bitcoin verringern. Es wird maximal 21.000.000 BTC geben. Ein Großteil davon wurde bereits geschürft und befindet sich in Zirkulation. Über 18.000.000 BTC gibt schon.

Das Angebot an neuen Bitcoin wird also immer knapper. Im Jahre 2140 sollen wir die Maximalversorgung erreicht haben. Dann werden keine neuen BTC mehr geschaffen und ausgeschüttet.



Bitcoin Statistik: Anzahl der täglichen Transaktionen

Die Anzahl der täglichen Transaktionen von Bitcoin hat sich im Laufe der Jahre stark gesteigert. Dabei gab es auch herbe Einbrüche der Aktivitäten im Netzwerk. Teilweise korrelieren die Statistiken der täglichen Transaktionen mit dem Bitcoin-Preis. Leuchtet ein, denn je mehr Leute mit Bitcoin handeln wollen, desto mehr Transaktionen finden statt.

Mittlerweile sind wir bei über 300.000 Transaktionen pro Tag angelangt. Laut blockchain.com wurden zum Beispiel am 05.02.2020 368.604 mal Bitcoin versendet. Dabei fing es so ruhig im Bitcoin-Netzwerk an. Im Jahre 2009 gab es oftmals nur eine einzige BTC-Transaktion an einem Tag. Im Jahre 2010 bewegten wir uns im zweistelligen Bereich, gen Ende des Jahres im dreistelligen. Erst im Jahre 2011 stieg die Zahl der täglichen Transaktionen auf mehrere Tausend. Hier wurden Bitcoin zwischen 5.000 bis 9.000 mal an einem Tag versendet.

Im Jahre 2013 lagen die täglichen Transaktionen bei um die 30.000 bis 60.000. Der Trend ging allgemein nach oben, im Jahre 2014 kratzten die täglichen Transaktionen erstmals an der 100.000 Marke. 2015 konnte diese Marke überschritten werden, am Ende des Jahres erreichte das Netzwerk sogar über 200.000 Transaktionen pro Tag.

Im Jahre 2016 schwankten die Transaktionen zwischen 180.000 und 220.000. 2017 schwankten sie zunächst um die 300.000, brachen im Sommer des Jahres etwas ein und stiegen zur großen Rallye im Dezember auf über 300.000, bis zu 490.000 Transaktionen am 14.12.

Danach brachen sowohl die Kurse als auch die Aktivität im Netzwerk ein, im Mai 2018 etwa gab es nur um die 170.000 Transaktionen pro Tag. Anschließend stieg die Zahl der Transaktionen beständig an, im Jahre 2019 gab es über 300.000 bis über 400.000 Transaktionen pro Tag.

Anzahl der täglichen Transaktionen bei BTC
Quelle: https://www.blockchain.com/de/charts/n-transactions?timespan=2years

Die Hash-Rate von Bitcoin folgt ebenfalls einem Aufwärtstrend, allerdings ist dieser nicht so stark von Einbrüchen geprägt wie der Kurs der Kryptowährung. Die Hashrate gibt die Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk wieder, die benötigt wird, um den Hash in den Blöcken zu finden und diese zu verifizieren. Die Werte werden in Tera-Hashes angegeben. 1 TH/s bedeutet, dass innerhalb von 1 Sekunde 1 Billionen Berechnungen durchgeführt werden.

Die Hashrate befand sich lange Zeit ebenfalls in einem ein- bis zweistelligen Bereich, steigt allerdings kontinuierlich an. Seit 2013 beträgt die Hashrate über 100 TH/s, am Ende des Jahres über 1000 TH/s. 2014 waren es über 100.000 TH/s, 2016 über 1.000.000 TH/s.

Ende 2017 legte die Hashrate auf 10.000.000 TH/s zu, im August 2018 lag sie bei 50.000.000 TH/s. Nur zu Beginn des Jahres 2019 brach die Hashrate zusammen, hier fiel sie auf 35.000.000 TH/s. Dann stieg die Hashrate wieder an. Seit 2020 werden über 100.000.000 TH/s im Bitcoin-Netzwerk ausgeführt.

Bitcoin Statistik Die Hash-Rate des Netzwerkes
Quelle: https://www.blockchain.com/de/charts/hash-rate?timespan=2years



Das Bitcoin-Mining

Das Mining erfüllt wichtige Aufgaben für das Bitcoin-Netzwerk. Beim Mining führen Computer mathematische Berechnungen aus, um einen kryptografisch verschlüsselten Hash-Wert zu finden. Das ist der Arbeitsnachweis: Proof-of-Work. Der PoW dient vor allem der Sicherheit des Netzwerks. Im Grunde hat der Arbeitsnachweis dieselbe Aufgabe wie ein Spamschutz. Der notwendige Arbeitsaufwand macht es extrem schwierig, das Netzwerk anzugreifen. Bitcoin verwendet den SHA-256 Algorithmus zur Verschlüsselung.

Zu Beginn konnte Bitcoin noch mit handelsüblichen CPUs geschürft werden. Im Grunde brauchte man nur einen Computer, den man so nebenbei laufen ließ. Mit der Zeit wurde jedoch die Mining-Schwierigkeit angepasst. Je mehr Miner es im Netzwerk gibt, desto schwieriger soll das Mining werden. Das Maß der Schwierigkeit wird alle 2016 Blöcke neu berechnet und zwar in einem solchen Maße, dass die Miner immer gut 10 Minuten brauchen, um einen neuen Block schürfen zu können.

Das Mining mit dem CPU war irgendwann nicht mehr möglich, man stieg auf Grafikkarten um. Mittlerweile werden ASIC-Chips für das Mining bevorzugt. Diese Prozessoren sind speziell auf das Mining zugeschnitten und verfügen daher über die beste Effizienz.

Die Mining Difficulty wird in relativen Zahlen ausgedrückt. Im Jahre 2009 lag sie bei 1. 2010 steig sie auf über 1000, 2011 auf über 1.000.000, im Jahre 2013 auf über 100.000.000 und im Jahre 2016 auf über 200.000.000.000. Es geht aber noch viel mehr, denn erst im Jahre 2017 zog die Schwierigkeit richtig an.

Zum Ende des Jahres stieg sie auf 1.100.000.000.000 und im Jahre 2018 erreichte das Mining eine Schwierigkeit von 7.455.000.000.000. Zu Beginn des Jahres 2019 brach die Schwierigkeit kurz ein und stieg anschließend auf über 12.000.000.000.000.

Die Bitcoin Difficulty - Mining wird immer schwerer

Bislang ist kein Ende in Sicht. Die Mining Difficulty wird weiterhin steigen und somit die Anforderungen an die Hardware der Miner. Alleine Bitcoin zu schürfen ist mittlerweile kaum noch möglich. Es ist ein Geschäft draus geworden. Mining-Hardware steht nun in den Serverhallen großer Unternehmen.

Hier kann man sich als Privatperson beim Cloud-Mining beteiligen und etwas mitverdienen, ohne selbst die Hardware bereitstellen zu müssen. Andere schließen sich zu Mining-Pools zusammen und bündeln ihre Hashrate. Heute sind die größten bekannten Mining-Pools „Poolin“, „F2Pool“, „BTC.com“ und „AntPool“. Auf diese Pools kommen über 50 % der gesamten Hashrate.



Der Bitcoin Kurs

Der Bitcoin Kurs der vergangenen Jahre hatte einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Nach der großen Rallye hielt der lange Krypto-Winter Einzug. Das Jahr 2017 führte zunächst den Aufwärtstrend von 2016 fort, der Bitcoin Kurs stieg mit knapp 1000 US-Dollar ins neue Jahr ein. Im Juni legte der Kurs ordentlich zu auf bis zu 2.800 US-Dollar. Nach einem kurzen Knick im Kursverlauf schaffte es der Kurs im September auf 4.800 Dollar.

Der Kurs brach kurzzeitig ein, holte von dort Schwung und gewann dann richtig an Fahrt. Innerhalb des Herbstes verdoppelte sich der Preis von Bitcoin. Im Dezember legte der Kurs steil zu, bis er das Allzeithoch von 19.600 US-Dollar am 16. Dezember 2017 erreichte.

Danach folgte der Bitcoin Crash im neuen Jahr. Innerhalb der ersten Monate sank der Kurs stark und schwankte anschließend zwischen 7.000 US-Dollar und knapp 12.000 US-Dollar. Die Schwankungen setzten sich bis in den Oktober fort, bis der Markt im November 2018 enorm einbrach. Im Dezember war ein BTC über 3.400 US-Dollar wert.

Bis zum April 2019 hielt sich der Kurs in diesem Bereich mit einem leichten Trend aufwärts. Doch erst im Mai desselben Jahres konnte der Kurs gut zulegen und auf bis zu 8.600 US-Dollar ansteigen. Im Juni/Juli schaffte es der Preis über 12.000 US-Dollar. Anschließend setzte ein Abwärtstrend ein, sodass der Bitcoin Preis am Ende des Jahres bei 7200 Dollar lag. Im neuen Jahr konnte der Kurs sich wieder erholen und im Februar über 10.000 Dollar steigen.

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Bitcoin Statistik: Anzahl der Bitcoin ATMs

Global steigt die Zahl der Bitcoin-Automaten, kurz Bitcoin ATMs, stetig an. Mittlerweile sind es über 7000 Automaten, an denen man Bitcoin abheben oder gegen Fiatgeld umtauschen kann, wie bei einem normalen Geldautomaten. Sie stellen eine einfache und schnelle Möglichkeit dar, sich auch abseits von Exchanges und Börsen ein paar Kryptos zu besorgen.

In den letzten drei Jahren ist die Zahl der weltweiten Bitcoin ATMs besonders stark gestiegen. Zu Beginn des Januars 2020 betrug die Zahl der global existierenden Automaten laut Coinatmradar 6377 Automaten. Im selben Monat wurden 432 neue Automaten in Betrieb genommen und 104 geschlossen. Dabei gab es Ende 2013 gerade mal 4 Automaten weltweit, Ende 2014 waren es schon 325, Ende 2015 499 und Ende 2016 463 Automaten weltweit. Im Jahre 2017 vergrößerte sich diese Zahl auf 2058 und auf 4009 am Ende des Jahres 2018.

Im Februar 2020 installierte Genesis Coin mit 146 neuen Geräten die meisten neuen Bitcoin Automaten, gefolgt von General Bytes mit 62 Geräten und Coinsource mit 40 Geräten. Die meisten neuen ATMS wurden in den USA aufgestellt, insgesamt 325 neue ATMs. An zweiter und dritter Stelle stehen Kanada und das Vereinigte Königreich.

In Deutschland verzeichnet Coinatmradar zurzeit nur 64 Bitcoin Automaten. 7 Davon befinden sich in Berlin, 7 in Köln, 6 in Düsseldorf, 5 in Hamburg, 4 in Stuttgart, 3 in Leipzig, 3 in Frankfurt und der Rest verteilt sich auf andere Städte. Der Nachbar Österreich ist in dieser Hinsicht wesentlich weiter. Hier befinden sich 161 Automaten, 57 davon in Wien.



Weitere Fun-Facts über die Kryptowährung Nr. 1

HODL – Was bedeutet es?

„HODL“ ist ein häufiger Begriff in der Krypto-Welt. Wie ein Schlachtruf ertönt er, wenn die Kurse mal wieder fallen oder sich im Steilflug aufwärts befinden. Und immer geht es darum, die eigenen Bitcoin zu halten, die Ruhe zu bewahren und nicht aufgrund von Panik oder von Gier nach kurzfristigen Gewinnen zu verkaufen.

Der Begriff geht auf einen Post im Bitcoin-Talkforum zurück, geschrieben vom User „Gamerkyuubi“. Das war im Dezember 2013, als der Bitcoin Kurs starke Verluste hinnehmen musste. Zur Genese des Begriffs ist erwähnenswert, dass sich seine Freundin gerade in einer Lesben-bar befand und Gamerkyuubi ebenfalls ordentlich „einen sitzen hatte“. Whisky, wie er selbst im Post gestand. Das war auch die Erklärung für seine Rechtschreibschwäche in dieser Nacht.

Die Überschrift seines Posts lautete „I AM HODLING“. Eigentlich wollte er „holding“ schreiben, also bekanntgeben, dass er seine Bitcoin halten würde. Teile seines Posts waren mit der Feststelltaste geschrieben und es finden sich viele weitere Schreibfehler. Darin gestand er auch, ein schlechter Trader zu sein, was der eigentliche Grund dafür gewesen sein soll, seine Bitcoin zu halten. Denn seiner Meinung nach verkaufte nur ein „good day trader or an illusioned noob“ in einem Bären-Markt.

Ein anderer Nutzer brauchte nur 11 Minuten, um das Wort „HODL“ für ein Meme zu verwenden. Er platzierte es unter König Leonidas aus dem Film 300, in seinem letzten Moment des Trotzes vor der feindlichen Übermacht. Schnell erwuchsen daraus weitere Memes und es wurde zum geflügelten Wort in der Krypto-Welt.



Der Bitcoin Pizza Day

Am jeden 22. März feiert die Krypto-Community „Pizza Day“. An diesen Tag im Jahre 2010 kaufte sich Laszlo Hanyecz zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin. Nicht direkt, die Kryptowährung waren damals kaum als Zahlungsmittel bekannt. Er bat jemanden im Bitcoin Forum, ihm zwei Pizzen zu bestellen, und bezahlte die Person dafür mit 10.000 Bitcoin. Der Zuschlag ging an einen Briten. Und damit war der erste Kauf einer Ware oder Dienstleistung mit Bitcoin abgemacht, wenn auch auf indirektem Wege.

Der Preis von Bitcoin lag damals bei unter 1 US-Cent. Heute eine unvorstellbare Summe. Und daher feiern die Bitcoin-Begeisterten den enormen Kurszuwachs der Kryptowährung. Schließlich konnte damals kaum einer erahnen, welchen Wert das digitale Geld einst haben würde. Der Twitter-Kanal „Bitcoin Pizza“ (@bitcoin_pizza) informiert täglich darüber, wie viel die Pizzen von damals heute wert wären. Im Februar 2020 würden die zwei Pizzen für dieselbe Menge BTC stolze 100.000.000 Dollar kosten.

Laszlo Hanyecz wird übrigens heute noch gefragt, ob er den Kauf der beiden Pizzen bereut. Er antwortet darauf, dass er das nicht tue, denn damals erschien es ihm eine witzige Idee.



Die berüchtigte Bitcoin Festplatte auf dem Müll

James Howells ist Schrödingers Multimillionär. Theoretisch ist er im Besitz von 7500 Bitcoin, die heute gut 66 Millionen wert sind. Allerdings liegen diese auf der Mülldeponie und sind nicht auffindbar.

Der IT-Techniker kaufte sich im Jahre 2010 gut 7500 Bitcoins für einen spottbilligen Preis im Vergleich zu den Kursen unserer Tage. Diese hatte er auf einer Festplatte verwahrt. Eines Tages geschah ihm ein Missgeschick und er verschüttete etwas Limonade über seinen PC. Teile davon warf er in den Müll, andere verkaufte er. Die Festplatte hob er bis ins Jahr 2013 auf, bis er sie ebenfalls in den Müll warf.

Erst danach fiel ihm ein, welcher Schatz auf der Festplatte verborgen war. Der Waliser suchte zunächst all seine anderen Festplatten ab, versuchte es mit Sicherheitskopien, bis er sich nur noch an die Mülldeponie wenden konnte. Er bat die Betreiber, ihn nach der Festplatte suchen zu lassen. Allerdings stehen dem gesundheitliche und die Umwelt betreffende Bedenken im Weg. Wahrscheinlich sei die Festplatte eh schon zerstört, so die Betreiber der Deponie.

James Howells ist kein Einzelfall. Dem Australier Campbell Simpson erging es ähnlich, als er 2012 eine Festplatte wegwarf, auf denen sich 1400 Bitcoins befanden. Schätzungsweise gingen bisher 3 bis 4 Millionen Bitcoins auf ähnliche Weise verloren.



Transaktionsgebühren im Wert von 2 Millionen

Vorsicht beim Versenden von Bitcoin. Im April 2016 brachte ein Bitcoin-Nutzer etwas gehörig durcheinander. Er verwechselte den Betrag für die Transaktionsgebühr mit dem eigentlich Betrag, den er übersenden wollte. Das Ergebnis: Beim Empfänger kamen 0,0001 BTC an, was eigentlich die Transaktionsgebühr sein sollte. Die Miner dagegen durften sich über 291.241 BTC freuen. Also über mehrere Millionen Euro.



Häufig gestellte Fragen

Wie viele Bitcoins werden pro Tage gemined?

Derzeit werden rund alle zehn Minuten pro Block 12,50 Bitcoin geschürft. Durchschnittlich werden pro Tag 150 Blöcke generiert, sodass rund 1.875 Bitcoin pro Tag gemined werden. Das ist allerdings ein vereinfachter Durchschnittswert, da eine schnellere oder langsamere Blockzeit den täglichen Output an Bitcoin verändern können.

Wie viele Bitcoins gibt es noch?

Derzeit sind über 18 Millionen Bitcoin im Umlauf. Die maximale Anzahl an Bitcoin wird im Jahr 2140 erreicht werden.

Wie viele Bitcoins gibt es insgesamt?

Insgesamt gibt es 21 Millionen Bitcoin, die jemals zur Verfügung stehen werden.

Was ist das Bitcoin Halving?

Alle 210.000 Blöcke, oder alle vier Jahre, wird die Anzahl der Block-Belohnung halbiert. In Bitcoins Anfängen konnte man 50 Bitcoin pro Block minen, während es derzeit nur noch 12,5 Bitcoin sind. Die nächste Halbierung ist im Mai 2020 und reduziert die Block-Belohnung auf 6,25 BTC.

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