Bitcoin-Killer? Google steigt ins Bankwesen ein, plant Konto über Google Play

Bitcoin-Killer? Google im Bankwesen, plant Konto über Google Play
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Die große Bedrohung für Bitcoin ist im Moment Googles Quanten-Computing-Fähigkeit. Ein Einstieg des Suchriesen in das Bankwesen könnte allerdings ebenfalls für die gesamte Kryptoindustrie von Bedeutung sein.

Einem Google-Bankkonto vertrauen?

Berichten zufolge ist Google eine Partnerschaft mit dem US-Bankenriesen Citigroup eingegangen, um sogenannte „Smart Checking“-Bankkonten einzuführen. Das Konto mit dem Codenamen Cache wird für User über Google Play verfügbar sein – und die Mainstream-Medien nennen es bereits einen „Bitcoin-Killer“.

Der Financial Times zufolge sind das Konzept und die Details zwar noch vage, aber auch sie werben bereits für die „Zukunft des Bankwesens“. Es könnte sein, dass Kunden nur Zugang zu einer eleganten Google-basierten Plattform mit einem traditionellen Bankkonto erhalten.

Google ist nicht der erste Tech-Riese, der ein Stück vom lukrativen Finanz-Kuchen abhaben möchte – und es wird nicht der letzte sein. Das Unternehmen hält Facebook mit seinen Krypto-Ambitionen eindeutig für eine große Bedrohung.

Angesichts des immensen Widerstands von globalen Regulierungsbehörden und Politikern, auf den das Social-Media-Unternehmen gestoßen ist, verfolgt Google einen traditionelleren Ansatz – und arbeitet einer etablierten Bank zusammen.

Google-Manager Caesar Sengupta zum Wall Street Journal:

„Unser Ansatz wird es sein, eine intensive Partnerschaft mit den Banken und dem Finanzsystem einzugehen. Es mag der etwas längere Weg sein, aber er ist nachhaltiger.“

Der Bericht deutet an, dass der Such- und Werbekonzern mehr an den Informationen interessiert ist, die mit Girokonten verbunden sind – wie Gehälter und Einkaufsgewohnheiten. Vertrauen wird hier ein zentrales Thema sein, da Google und Facebook enorm von den persönlichen Daten der Menschen profitieren.

Finanzen scheinen da der nächste logische Schritt für das Unternehmen, dies zu erweitern. Sengupta ergänzt: Man wolle die Finanzdaten der Girokonto-Nutzer natürlich nicht verkaufen und die Google Pay-Daten auch nicht für Werbezwecke nutzen.

Wie auch bei Facebook wurde diese Reaktion allerdings erwartet. Insbesondere, weil man versucht, eine neue Produktlinie auf den Markt zu bringen und sich das Misstrauen gegenüber Technologieriesen aktuell auf einem historischen Höchststand befindet.

Gefahr für Bitcoin?

Aus diesem Grund geht von Googles Bemühungen keinerlei Gefahr für Bitcoin aus. Wenn überhaupt, so verstärkt dies den Bedarf an einer dezentralen globalen Währung nur noch weiter. Forbes bellt – wie üblich – den falschen digitalen Baum an und behauptet: Google-Bankkonten könnten eine größere Bedrohung sein als Quantencomputer. Allerdings könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Bitcoin operiert weiterhin in einem ganz anderen Finanzbereich als das traditionelle Bankgeschäft – und Investoren der führenden Kryptowährung werden ihre gesammelten Gelder wohl kaum auf ein Google-Bankkonto transferieren wollen.

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