SEC vs. Ripple: Neues Kapitel im Rechtsstreit!
- SEC Berufung: Die SEC hat Berufung gegen das Urteil von Richterin Torres eingelegt, wobei unklar bleibt, welche Aspekte des Urteils angefochten werden, was Spekulationen über die mögliche Anfechtung des Urteils über XRP-Verkäufe und Rechtsmittel gegen institutionelle Verkäufe durch Ripple zulässt.
- Ripple's Reaktion: Als Antwort auf die SEC-Aktion hat Ripple's Chief Legal Officer, Stuart Alderoty, Kritik an der Rechtsstrategie der SEC geäußert und eine potenzielle Gegenberufung erwogen, die innerhalb eines 14-tägigen Fensters eingereicht werden müsste.
- Zeitstrahl und Reaktionen: Anwaltsprognosen deuten darauf hin, dass die schriftlichen Eingaben bis Anfang 2025 vorbereitet werden, mit mündlichen Argumenten zwischen September und Oktober 2025 und einem möglichen Urteil nicht vor 2026, während die XRP-Community politische Einflüsse auf den Fall erörtert.
Die Auseinandersetzung zwischen der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) und dem Technologieunternehmen Ripple ist noch lange nicht beendet. Am Mittwoch, dem 2. Oktober, reichte die SEC eine Berufung gegen das Urteil von Richterin Torres ein, welches zuvor am 7. August vom Bezirksgericht des südlichen Bezirks von New York gefällt wurde.
SEC setzt auf Berufung
Die jüngste Entscheidung der SEC, in Berufung zu gehen, folgt auf das finale Urteil, das die Kommission nun anfechten möchte. In der Berufungsankündigung spezifiziert die SEC nicht, welche Aspekte des Falles genau angefochten werden. Dies lässt Raum für Spekulationen, ob die SEC sowohl das Urteil über die Programmverkäufe von XRP als auch die aufgelegten Rechtsmittel gegen die institutionellen Verkäufe von Ripple anfechten will, die im August dieses Jahres finalisiert wurden.
Ripples Antwort auf die SEC-Bewegung
In einer schnellen Reaktion auf die Aktion der SEC äußerte sich Stuart Alderoty, der Chief Legal Officer von Ripple. Über einen Beitrag auf X kritisierte er die anhaltende rechtliche Strategie der SEC. Bemerkenswert ist auch, dass Alderoty erwähnt, Ripple erwäge eine Gegenberufung. Sollte Ripple sich für eine Kreuzberufung entscheiden, muss diese innerhalb eines 14-tägigen Fensters, das am 3. Oktober beginnt, eingereicht werden.
Zeitstrahl und mögliche Szenarien der Berufung
Fred Rispoli, ein Anwalt, der sich für XRP ausspricht und Gründer von HODL Law ist, hat eine detaillierte Prognose darüber abgegeben, wie der zeitliche Ablauf der Berufungsverhandlung aussehen könnte. Laut Rispoli könnte die SEC ihr Eingangsschreiben bis zum 2. Dezember 2024 einreichen, mit einer wahrscheinlichen Anfrage auf eine 30-tägige Verlängerung, was den Termin auf Anfang Januar 2025 verschieben würde.
Gleichzeitig würde Ripple sein Eröffnungsschreiben für eine potenzielle Gegenberufung zur selben Zeit vorbereiten. Die Einreichungen der Gegenseite wären dann bis zum 2. Februar 2025 fällig, wobei Ripple möglicherweise sein Recht auf Verlängerung nutzen könnte, was diesen Termin auf den 2. März 2025 verschieben würde.
Die anschließenden Erwiderungen würden Ende März 2025 fällig sein. Mündliche Argumente würden zwischen September und Oktober 2025 erwartet, mit einem finalen Urteil des Zweiten Berufungsgerichts nicht vor Januar 2026, obwohl es realistischerweise bis März oder April 2026 dauern könnte.
Community-Reaktionen und politische Einflüsse
Nach der Nachricht von der Berufung war die Stimmung in der XRP-Community erhitzt. Mitglieder spekulierten über mögliche politische Einflüsse auf den Fall und überlegten, wie Änderungen in der US-Administration die Haltung der SEC beeinflussen oder sogar zu einem Rückzug der Berufung führen könnten.
In Reaktion auf eine Frage, warum die SEC ihre Berufung zurückziehen könnte, erklärte Rispoli, dass die Parteien sich jederzeit darauf einigen könnten. Er fügte hinzu, dass es ein obligatorisches Mediationsprogramm in den Berufungsgerichten gibt, das alle Parteien ermutigt, sich so früh wie möglich zu einigen.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Ripple und der SEC sowohl komplex als auch weitreichend ist, mit potenziellen Auswirkungen, die weit über die unmittelbaren Parteien hinausgehen können.