BlackRock-Manager: Institutionelle Nachfrage nach Bitcoin bleibt stark

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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BlackRock-Manager: Institutionelle Nachfrage nach Bitcoin bleibt stark
  • Bitcoin bewegt sich seit Jahresbeginn in der Mitte der 80.000-USD-Spanne
  • Robbie Mitchnick sieht langfristig starke institutionelle Nachfrage, trotz kurzfristiger Korrekturen
  • Marktpsychologie und kurzfristige Erwartungen haben zur aktuellen Preisstagnation beigetragen

In einem Interview mit Yahoo Finance äußerte sich Robbie Mitchnick, Global Head of Digital Assets bei BlackRock, zur aktuellen Marktlage von Bitcoin (BTC) und warum institutionelle Investoren weiterhin starkes Interesse an der Kryptowährung zeigen. Trotz der Hoffnung auf regulatorische Fortschritte und eine krypto-freundlichere US-Regierung unter Präsident Trump ist Bitcoin in den ersten Monaten von 2025 in einer engen Preisspanne um 85.000 USD gefangen. Viele Marktteilnehmer fragen sich daher, welche Katalysatoren eine neue Kursrallye auslösen könnten.

Ist Bitcoin unterbewertet?

Mitchnick verwies darauf, dass Bitcoin Ende 2024 eine starke Kursentwicklung zeigte:

„Bitcoin ist seit Anfang November immer noch um etwa 15 % gestiegen.“

Dieser Anstieg wurde seiner Meinung nach durch eine Kombination aus institutionellem Interesse und optimistischer Stimmung aufgrund der möglichen staatlichen Unterstützung für Krypto angetrieben.

Allerdings habe eine überzogene Erwartungshaltung bezüglich des Tempos dieser Entwicklungen zu der jüngsten Stagnation geführt. Viele Investoren rechneten mit einem sofortigen Preisanstieg nach den positiven Signalen aus dem Weißen Haus. Als diese Gewinne ausblieben, begannen einige kurzfristig orientierte Händler, ihre Positionen abzubauen, was zu zusätzlichem Verkaufsdruck führte.

Bitcoin-ETFs und institutionelle Kapitalflüsse

BlackRock machte mit seinen Bitcoin-ETFs Schlagzeilen, die institutionellen Anlegern einen vereinfachten Zugang zur Kryptowährung ermöglichen. Dennoch berichtete Mitchnick von nachlassenden Kapitalzuflüssen:

„2024 war in dieser Hinsicht ziemlich unglaublich, historisch sogar. Doch 2025 begann eher negativ. Wir haben einige Abflüsse gesehen, allerdings in einem vergleichsweise kleinen Rahmen bei einer Gesamtmarktkapitalisierung von fast 100 Milliarden USD.“

Er führte diese Entwicklung vor allem auf Hedgefonds zurück, die ihre Spot-Futures-Arbitrage-Trades reduzierten. Diese Trades hatten im Jahr 2024 noch zweistellige Renditen erzielt, doch mittlerweile sind die Gewinne in den einstelligen Bereich gesunken. Die Langfrist-Investoren hingegen blieben weitgehend stabil.

Warum verhält sich Bitcoin nicht wie Gold?

Ein zentrales Thema des Interviews war die Frage, warum Bitcoin sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheit nicht als „sicherer Hafen“ wie Gold verhält. Während Gold auf wirtschaftliche Sorgen mit Kursgewinnen reagierte, blieb Bitcoin hinter diesen Erwartungen zurück. Mitchnick erklärte diese Diskrepanz mit der Marktpsychologie und kurzfristigen Korrelationen:

„Langfristig sollte Bitcoin unkorreliert oder sogar invers korreliert zu bestimmten Risikofaktoren sein. Aber im Moment wird er mit Themen wie Zöllen oder wirtschaftlicher Unsicherheit in Verbindung gebracht, die eigentlich nichts mit der fundamentalen Natur von Bitcoin zu tun haben.“

Er betonte erneut Bitcoins einzigartige Eigenschaften, darunter seine Knappheit, dezentrale Struktur und seine Existenz außerhalb der Kontrolle einzelner Nationen. Auf lange Sicht sieht er Bitcoin daher weiterhin als eine Art „digitales Gold“, während kurzfristig viele Investoren es als risikoreiches Asset behandeln.

Strategische Bitcoin-Reserven der US-Regierung?

Auf die Frage nach der US-Regierungspolitik, insbesondere der Spekulationen über eine Bitcoin-Reserve unter der Trump-Administration, zeigte sich Mitchnick vorsichtig:

„Es gibt noch viel zu klären in dieser Hinsicht. Aber was wir definitiv sehen, ist ein starkes Signal der Unterstützung und Überzeugung für Bitcoin und seine Einzigartigkeit.“

Ob und wann die US-Regierung tatsächlich offizielle Bitcoin-Reserven aufbauen könnte, sei noch unklar. Allerdings sei dies nicht die einzige mögliche Nachfragequelle für Bitcoin in 2025.

Bitcoin-Volatilität und langfristige Perspektiven

Mitchnick sprach auch über die jüngsten Marktrückschläge, darunter den ByBit-Hack, der kurzfristig für Unsicherheit sorgte. Dennoch sieht er institutionelle Investoren weiterhin optimistisch:

„Einige von ihnen haben im Bereich von 100.000 USD Gewinne mitgenommen… Jetzt sehen sie diese Korrektur und halten sie für übertrieben – das wird oft als Kaufgelegenheit gesehen.“

Er erklärte, dass BlackRock an einer quantitativen Analyse arbeitet, um rationale Investitionsentscheidungen in volatilen Marktphasen zu unterstützen. Trotz der jüngsten Kursstagnation bleibt die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin stark. Die Kapitalflüsse in ETFs sind aktuell rückläufig, doch dies betrifft hauptsächlich kurzfristig orientierte Hedgefonds, während langfristige Anleger stabil bleiben.

Bitcoin wird auf lange Sicht weiterhin als „digitales Gold“ gesehen, auch wenn sich das Asset kurzfristig nicht immer entsprechend verhält. Neue regulatorische Entwicklungen und mögliche staatliche Bitcoin-Reserven könnten in den kommenden Monaten als Katalysatoren für die nächste große Marktbewegung dienen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.