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Julian Hosp: Die Anschuldigungen sind falsch und basieren auf inkorrekten Tatsachen

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„Die letzten paar Tage waren wahrscheinlich die härtesten in meinem Leben“, erklärt Julian Hosp in einem Beitrag vom 14. Januar auf Medium. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Erst musste Hosp von seiner Position als Präsident bei TenX zurücktreten und wurde anschließend noch des Insiderhandels bezichtigt. In einem kürzlich erschienenen Statement nimmt Hosp Stellung zu den Vorwürfen.

Der mysteriöse Abgang von Julian Hosp

In den letzten Jahren waren Hosp und sein Team mit dem Aufbau von TenX beschäftigt. Das Unternehmen brachte eine Kryptogeldkarte auf den Markt, mit der Besitzer von Kryptowährungen bezahlen konnten, ähnlich wie mit einer Kreditkarte. Für die Umsetzung der Idee sammelte das Unternehmen im Jahr 2017 rund 80 Millionen Dollar ein. Investoren erhielten im Gegenzug Krypto-Token (PAY) des Unternehmens, mit der Aussicht diese gewinnbringend verkaufen zu können.

Anderthalb Jahre nach Ende des ICOs dann das: Hosp verkündet in einem kurzen Video-Statement seinen plötzlichen Rücktritt als Präsident von TenX. „Das Rücktritts-Statement war nur auf Englisch, da ich emotional nicht in der Lage war, es auch noch auf Deutsch aufzunehmen“, erklärt Hosp.

Es ist naheliegend, dass der Tiroler nicht freiwillig aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, wobei die genauen Hintergründe der Trennung bislang nicht bekannt sind und vermutlich auch nicht mehr bekannt werden:

„Ich hoffe, du verstehst und respektierst, dass die anderen Gründer und ich die genauen Gründe zur Trennung geheim halten wollen und sie nicht mit dem Rest der Welt teilen. Das ist in den meisten Trennungen so.“, erklärte er in seinem Statement.

Hat Hosp seinen Informationsvorsprung genutzt?

Als hätte die Trennung nicht schon für genug Wirbel gesorgt, soll Hosp vor der Verkündung seines Rücktritts einen Großteil seines Bestands an PAY-Token verkauft haben. Diese Anschuldigung wurde von dem Reddit-User u/gmgh gestreut.

Dieser konnte zwei Wallet-Adressen ausfindig machen, die er dem TenX-Mitbegründer Julian Hosp zuordnete. Aus dem Gesamtkonstrukt geht hervor, dass Hosp vor seinem offiziellen Rücktritt insgesamt 2,2 Millionen PAY-Token an die Krypto-Börse Bittrex gesendet hat und wohlmöglich veräußerte. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Vermutung, die bislang nicht bewiesen werden konnte.

Wäre dieses Vorgehen strafbar?

An der Börse hätte sich Hosp nach einer derartigen Aktion vermutlich der Anschuldigung des Insiderhandels stellen müssen, wenn er seinen Informationsvorsprung tatsächlich zum Nachteil der restlichen Investoren genutzt hätte. Er müsste davon ausgehen, dass sein Abgang den Kurs von PAY negativ beeinflussen kann. In der Krypto-Welt hingegen, sind Konsequenzen eher unwahrscheinlich, weshalb die Aktion nach einer ersten Einschätzung keine Straftat darstellen würde.

Es wirft jedoch die Frage auf, ob Hosp überhaupt noch an den Erfolg des Unternehmens und damit auch an den Erfolg der ausgegebenen Token glaubt.

„Das ist falsch und basiert auf inkorrekten Tatsachen“

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Nach einer mehrtägigen Pause von Social Media, wollte Hosp die Anschuldigungen nicht länger auf sich sitzen lassen. In einem kurzen Statement schrieb er, die gestreuten Vorwürfe wären falsch und basieren „auf inkorrekten Tatsachen“. Demnach verkaufte der Unternehmen einen weit geringeren Teil seiner PAY-Token und das auch nur aus steuerrechtlichen Gründen:

„Leider überprüfen die meisten Leute und auch die Presse nicht die Fakten, sondern plappern nur dem nach, was andere sagen, die wiederum dasselbe tun. Tatsache ist: Genau wie im letzten Jahr habe ich am Ende des Jahres einige meiner Token verkauft, um einen Teil meiner Einkommensteuer auszugleichen“ weiter heißt es „Die tatsächlichen Beträge sind deutlich niedriger, als jene, die in der Presse und auf Social Media spekuliert wird. Also bitte hört mit den Lügen über mich auf, dass ich alle meine Token aufgrund Insiderinformationen gedumpt habe. Nichts davon ist korrekt. Korrekterweise besitze ich immer noch die meisten meiner Token“

Hosp kündigte zudem an, seine Aktivitäten „irgendwann in der Zukunft“ erneut aufzunehmen. Nicht als Präsident von TenX, eher als „Crypto-Guru“ um die Welt „#Cryptofit“ zu machen.

Auch wenn sein Statement etwas Licht ins Dunkel bringt, bleiben einige Fragen weiter ungeklärt. Zum Beispiel, wie viele Token Hosp tatsächlich verkauft hat. Ob Hosp diese Frage beantworten wird, bleibt abzuwarten. Wir werden über die Entwicklung auch zukünftig berichten.

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Lena Meyes
Der Autor besitzt eine kleine Menge an Kryptowährung. Genug um ein Verständnis zu erlangen, nicht genug um ein Leben zu verändern.

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