Ethereum Staking: Bis zu 20% Rendite pro Jahr sichern

Ethereum Staking

Ethereum Staking ist seit dem Ethereum Upgrade von Proof of Work zu Proof of Stake im Sommer 2022 eine der besten Möglichkeiten, um passives Einkommen mit Kryptowährungen zu verdienen. Zudem unterstützt man damit auch die Dezentralisierung und die Sicherheit des Netzwerks.

In diesem Artikel lernst du, wie Ethereum Staking funktioniert, wie hoch die Rendite ist und wo und wie du selbst ETH staken kannst.

Ethereum Staking – das Wichtigste in Kürze

Es gibt grundsätzlich 3 Möglichkeiten, wie du Ethereum (ETH) staken kannst:

  • Eigenen Ethereum Node: Die ist die „originale“ Form von ETH Staking. Dabei laden sogenannte Validatoren die gesamte Ethereum Blockchain auf ihren Computer und kümmern sich mithilfe einer Software darum, dass ihre Node Transaktionen in die Blockchain hinzufügt. Dafür werden sie mit einem Teil der Transaktionsgebühren entschädigt. Dies ist die komplizierteste und aufwendigste Art von Staking auf Ethereum. Zudem müssen hier mindestens 32 ETH eingesperrt werden.

  • Dezentralized Finance: Eine weitere Möglichkeit um ETH zu staken ist über Decentralized Finance. Dabei nutzt man eine dezentrale Applikation (dApp) und stellt seine Ether für Nodes zur Verfügung. Die Nodes kümmern sich dann um das eigentliche Staking. Der Vorteil davon ist, dass man auch weniger als 32 ETH einsperren kann, denn die Nodes fügen ETH von verschiedenen Nutzern zusammen. Auf dem bekanntesten Anbieter Lido erhält man zudem ein Derivat namens stETH, womit man liquide bleibt.

  • Zentrale Börse: Die einfachste Art und Weise Ethereum zu staken ist über eine zentrale Börse. Dabei kann man ebenfalls eine beliebige Anzahl ETH staken und die Börse übernimmt das Node Staking. Unsere Favoriten dafür sind Bitvavo, Binance, Coinbase und Kraken.

Was ist Ethereum Staking?

Bevor wir uns die einzelnen ETH Staking Methoden im Detail ansehen, müssen wir zuerst klären, was Ethereum Staking eigentlich genau ist.

Was ist Ethereum?

Ethereum ist eine Blockchain, welche als eine Art Netzwerk für die Erstellung von Smart Contracts und dApps dient. So können andere Projekte relativ schnell und einfach ihre Applikationen auf dem Ethereum Netzwerk erstellen und benötigen keine eigene Blockchain dafür.

Ethereum Upgrade zu Proof of Stake

Ethereum funktionierte ursprünglich mit dem Proof of Work (POW) Algorithmus, genau gleich wie Bitcoin. Dabei werden Transaktionen mithilfe von Mining in neue Blocks integriert. Die Miners schürfen dabei nach neuen Blocks, indem sie komplexe algorithmische Rätsel lösen. Wer die Lösung zuerst gefunden hat, darf den neuen Block erstellen und wird dafür belohnt.

Das große Problem dabei ist, dass dieser Prozess sehr aufwendig und teuer ist. Denn für die Lösung diese Rätsel sind äußerst leistungsstarke Computer notwendig. Diese brauchen Unmengen von Strom, was zu enorm hohen Kosten führt.

Proof of Work-Blockchains sind daher regelmäßig sehr ineffizient und teuer. Dies war auch in der Vergangenheit bei Ethereum deutlich zu sehen. So kosteten Transaktionen zu Spitzenzeiten teilweise über $100.

Deshalb hat sich Ethereum entschieden, auf Proof of Stake (POS) umzusteigen. Dieser Wechsel wurde schließlich mit dem sogenannten Merge im September 2022 durchgeführt. Die neue Blockchain wird Ethereum 2.0 oder Ethereum 2 genannt. Davor wurde die sogenannte Beacon Chain bereits parallel zur Hauptchain entwickelt, um Ethereum auf Proof of Stake (POS) vorzubereiten. Seither ist Staking auf Ethereum möglich.

Was ist Staking?

Staking ist ein essenzieller Bestandteil einer Proof of Stake-Blockchain. Denn statt durch Mining werden hier neue Blocks mithilfe von Staking erstellt und Transaktionen in diese eingefügt. Staking Nodes werden von sogenannten Validatoren betrieben, welche sich jeweils über die Echtheit von Transaktionen einig sein müssen.

Die neuen Blocks werden nach dem Zufallsprinzip unter den Validatoren verteilt. Je mehr Tokens ein Validator in seinem Staking Pool hat, desto höher sind allerdings auch die Belohnungen. Deshalb haben Validatoren ein großes Interesse daran, möglichst viele Tokens zu verwalten.

Neben dem eigentlichen Node Staking gibt es daher auch verschiedene Arten von delegiertem Staking. Dabei können Investoren ihre Tokens in den Pool eines Validatoren abgeben. Dieser kümmert sich dann um das eigentliche Staking und gibt einen Teil der Erträge an die Staker ab. Dies passiert beim Staking über Decentralized Finance oder über zentrale Börsen.

Wie hoch ist die Rendite?

Die Rendite hängt von der Anzahl der gestakten ETH ab. Je mehr ETH gestakt sind, desto geringer fällt die Rendite aus. Denn diese wird aus den generierte Transaktionsgebühren bezahlt und unter allen Validatoren aufgeteilt. So ist eine Rendite zwischen 2 und 20% möglich.

Bei den aktuell gestakten ETH liegt die jährliche Rendite jedoch bei ca. zwischen 4 und 8%. Bei Staking über eine zentrale oder dezentrale Plattform fallen die Belohnungen allerdings etwas geringer aus, da Validatoren sich um das eigentliche Staking kümmern.

Chancen und Risiken

Ethereum Staking ist eine gute Möglichkeit, um mit seinen ETH Coins passives Einkommen zu generieren. Zudem kann man damit die Dezentralisierung des Ethereum Netzwerks unterstützen, was wiederum zu erhöhter Sicherheit führt.

Diesen Chancen stehen aber natürlich auch gewisse Risiken gegenüber. Eines der größten bisherigen Risiken bestand darin, dass die ETH beim 2.0 Staking eingesperrt worden sind. Das heißt, nach dem Merge konnte man diese Token nicht mehr auf dem Staking Contract abheben.

Dies wurde nun aber mit dem Shanghai Upgrade geändert und die eingesperrten ETH können nun jederzeit wieder abgehoben werden.

Ein weiteres Risiko besteht aber nach wie vor. Und zwar können Validatoren bestraft werden, wenn ihr Node offline geht oder ungültige Transaktionen in einen Block eingefügt werden. Dabei können durch sogenanntes Slashing ein Teil oder gar die ganzen 32 ETH eingezogen werden.

Die kann auch negative Folgen haben, wenn man nicht direkt ein Validator ist, sondern seine ETH nur delegiert. Denn in diesem Fall werden die Belohnungen auch für alle Stakers gekürzt. Dieses Risiko ist aber gerade bei zentralen Börsen äußerst gering, da diese sich bestens mit dem Prozess auskennen.

Wie kann ich ETH staken?

Als Nächstes schauen wir uns die verschiedenen Optionen von Ethereum Staking im Detail an.

Voraussetzungen für Staking

Grundsätzlich gibt es einige Voraussetzungen, die für Staking erfüllt werden müssen. Einerseits müssen natürlich ETH Token gekauft werden. Diese müssen die echten Ether sein, ein Derivat wie ein CFD ist nicht möglich.

Wenn du einen eigenen Ethereum Node betreiben willst, musst du zudem mindestens 32 ETH haben. Ferner musst du eine Validator Software installieren und die beiden gesamten Ethereum Blockchains – also Ethereum 1.0 und Ethereum 2.0 – herunterladen. Dies erfordert mehrere Hundert GB an Speicherplatz und wird stetig größer.

Eigene Ethereum Node

Ethereum Staking mit einer eigenen Node bringt zwar die größten Staking Rewards, ist aber auch die komplizierteste und aufwendigste Methode. Denn dabei müssen sowohl die Ethereum 1.0, als auch die Ethereum 2.0 Blockchain heruntergeladen werden, was langfristig einen Speicherplatz von mehreren Hundert GB erfordert.

Zudem muss die Node immer online sein und darf keinesfalls offline gehen. Dies hätte Kürzungen der Rewards oder gar ein Slashing zur Folge. Dafür muss man also über einen relativ starken Computer und die entsprechende Einrichtung verfügen. Zudem musst du hierfür mindestens 32 ETH haben, was aktuell über $60’000 kosten würde.

Decentralized Finance

Wesentlich einfacher ist das Staking über Decentralized Finance, wie beispielsweise Lido. Dort kannst du auch weniger als 32 ETH staken und erhältst zudem stETH als Derivat, welches du nach wie vor verwenden kannst. Deshalb wird diese Art von Staking auch Liquid Staking genannt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Staking Rewards mit rund 4% hier immer noch relativ hoch sind und du zudem keinerlei Aufwand dafür betreiben musst.

Trotzdem musst du dafür ein Browser Wallet installieren und dich mit der einigermaßen komplexen Plattform vertraut machen. Am besten eignet sich diese Möglichkeit daher für eher erfahrene Kryptohändler, die sich bestens mit DeFi auskennen.

Auf einer zentralen Börse

Die einfachste Methode von ETH 2.0 Staking ist aber definitiv über eine zentrale Börse. Dafür brauchst du praktisch keine Blockchain-Kenntnisse und kannst deine Ethereums gleich auch der Plattform staken, auf welcher du sie gekauft hast.

Unsere Favoriten dafür sind Binance, Bitvavo, Bitpanda, Kraken und Coinbase. Andere Börsen wie eToro oder BSDEX bieten leider kein Staking für Ethereum an. Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir, wie das auf deinen einzelnen Börsen funktioniert.

Der Nachteil dieser Methode ist, dass du verhältnismäßig tiefe Staking Rewards erhältst. Dafür hast du hier keinerlei Aufwand und musst dich auch nicht mit komplizierten DeFi-Plattformen vertraut machen.

Ethereum Staking auf zentralen Börsen

Insbesondere für Anfänger oder eher unerfahrene Investoren eignet sich Ethereum Staking auf einer zentralen Börse am besten. Deshalb zeigen wir dir nun kurz, wie das auf unseren 4 Favoriten funktioniert.

Binance

Einzahlung mit:
Überweisung
Mastercard
VISA
Features:
Sparplan
Staking
VIP Programm
Eigene Kreditkarte
Echte Kryptos

Binance ist aktuell die größte Kryptobörse überhaupt und zeichnet sich ebenfalls durch extrem tiefe Gebühren von 0,1% aus.

Hier musst du für das Staking ein bisschen mehr Aufwand betreiben, dafür sind die Staking Rewards hier auch um einiges höher. Zudem profitierst du hier von einer Art Liquid Staking, denn du erhältst anstelle der eingesperrten ETH einen anderen Token namens BETH.

Um das Staking zu aktivieren, musst du oben „Earn“ anwählen und anschließend auf „ETH 2.0“ klicken. Hier siehst du, dass Teilnehmer hier Rewards in der Höhe von 3,84% erhalten. Zudem erhältst du hier eine Versicherung gegen Slashing und den Verlust deiner Token.

Klicke als Nächstes auf „jetzt staken“. Dort kannst du eine beliebige Anzahl ETH auswählen, die du einsperren möchtest. Seit dem Shanghai Upgrade kannst du diese dann auch jederzeit wieder abheben.

Hier werden alle Informationen und Bedigungen von Binance aufgelistet

Bitvavo

Einzahlung mit:
Überweisung
PayPal
Mastercard
VISA
Sofort
Giropay
Features:
Staking
Echte Kryptos
Hinweis: Keine Registrierungen aus Deutschland akzeptiert!

Bitvavo ist eine Kryptobörse mit Sitz in Holland und gehört dank ihrer tiefen Gebühren von 0,15 bis 0,25% zu unseren Favoriten. Nach dem Kauf von ETH Coins kannst du diese aber auch gleich auf der Plattform einsperren und als Staker rund 1% Staking Belohnungen erhalten.

Besonders praktisch daran ist, dass du das Staking lediglich einmal aktivieren musst. Danach kannst du deine Ethereum einfach auf der Plattform lassen und das Staking startet automatisch.

Dafür musst du einfach im Menü auf „Staking“ und dann auf „Staking aktivieren“ klicken. Als Nächstes einfach auf „weiter“ klicken und damit hast du das Staking bereits aktiviert.

Bitpanda

Einzahlung mit:
Überweisung
PayPal
Mastercard
VISA
Sofort
Neteller
Giropay
Skrill
Features:
Sparplan
Staking
Eigene Kreditkarte
Echte Kryptos

Seit kurzem ist es auch möglich, bei der österreichischen Krypto-Börse Bitpanda Ether zu staken. Bei Bitpanda können Nutzer bis zu 5 % erhalten. Allerdings ist das ETH-Staking auf Bitpanda bisher nur für auf der Desktop-Version, sprich mit dem PC, möglich. Das Feature fehlt bisher in der App.

Coinbase

Einzahlung mit:
Überweisung
PayPal
Mastercard
VISA
Sofort
Klarna
Features:
Sparplan
Staking
VIP Programm
Eigene Kreditkarte

Auch die zweitgrößte Kryptobörse Coinbase bietet Ethereum 2.0 Staking an. Dort kannst du aktuell 3,53% Rendite verdienen. Zudem erhältst du hier ebenfalls ein Derivat namens cbETH. Die gestaketen ETH2 können neuerdings jederzeit wieder abgehoben werden. Während sie allerdings im Staking Contract drin sind, kannst du nur deine cbETH verwenden.

Wenn du dich für das Staking entscheidest, sperrst du deine Ethereum auf Ethereum 2 ein. Klicke dafür einfach auf Ethereum und dann auf „jetzt staken“. Wähle danach die Anzahl ETH aus, die du staken willst und das war’s schon.

Kraken

Auch auf der amerikanischen Börse Kraken kannst du deine ETH staken und erhältst dafür Belohnungen zwischen 4 und 7%. Auch hier funktioniert der Prozess im Prinzip genau gleich wie auf den anderen Plattformen. Allerdings erhältst du hier kein Derivat für deine gestakten ETH.

Ethereum Staking – Fazit

Ethereum Staking ist eine super Möglichkeit, um passives Einkommen und generieren und zudem etwas zur Netzwerksicherheit beizutragen. Dank der zentralen Börsen und dem Shanghai Upgrade ist es unterdessen kinderleicht, ETH zu staken. Zudem entfällt eines der größten Risiken, da du deine Ether jederzeit wieder abheben kannst.

Durch die neu gewonnene Freiheit beim Staking werden allerdings zukünftig wohl wesentlich mehr Staker daran teilnehmen. Deshalb muss damit gerechnet werden, dass die Belohnungen nach und nach weiter sinken werden. Trotzdem lohnt sich Ethereum Staking allemal, denn der Aufwand ist wirklich minimal.

Ethereum Staking – FAQ

Wie viel Ethereum für Staking?

Für das klassische Node-Staking benötigst du mindestens 32 ETH. Wenn du allerdings eine der oben genannten Plattformen nutzt, dann kannst du eine beliebige Anzahl ETH staken.

Wo kann man Ethereum staken?

Am einfachsten kannst du Ethereum auf einer Börse wie Bitvavo, Binance, Coinbase oder Kraken staken.

Sollte man Ethereum staken?

Staking lohnt sich insbesondere für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont. Denn statt einfach auf Wertsteigerung zu warten, kann man in der Zwischenzeit noch zusätzliche Einnahmen generieren.

Wie lange dauert Ethereum Staking?

Seit dem Shanghai Upgrade Anfang April 2023 werden die Ethereum nicht mehr eingesperrt und können jederzeit abgehoben werden.
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