IBIT knackt 70 Milliarden USD: BlackRock stellt Rekord mit Bitcoin-ETF auf
Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock hat am 6. Juni 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Der Spot-Bitcoin-ETF verwaltet nun über 70 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten. Damit ist IBIT nicht nur der größte Bitcoin-ETF auf dem Markt, sondern auch der am schnellsten wachsende ETF überhaupt – noch vor Gold.
Schnellster ETF aller Zeiten: IBIT schlägt sogar Gold
Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas brauchte IBIT nur 341 Handelstage, um die 70-Milliarden-Marke zu durchbrechen. Damit schlägt der Bitcoin-ETF sogar den legendären SPDR Gold Shares ETF (GLD), der denselben Meilenstein erst nach 1.691 Tagen erreichte – ein Unterschied um den Faktor fünf.
Dieser Rekord verdeutlicht den massiven institutionellen Appetit auf Bitcoin, der sich durch die Zulassung der Spot-ETFs Anfang 2024 schlagartig entfaltete. Balchunas kommentierte die Entwicklung mit den Worten:
„Der IBIT hat gezeigt, was passiert, wenn institutionelle Nachfrage auf ein digitales Asset mit begrenztem Angebot trifft.“
Die Datenplattform Bitcoin Treasuries zeigt, dass IBIT aktuell 662.707 BTC hält. Damit besitzt der Fonds fast 20 % der gesamten öffentlich dokumentierten Bitcoin-Bestände (ca. 3,4 Millionen BTC), die weltweit von Unternehmen, Staaten, Börsen und Smart Contracts gehalten werden.
Dominanz gegenüber anderen Bitcoin-ETFs
Der Vorsprung von BlackRock ist beeindruckend. IBIT hat derzeit:
- $70 Mrd. AUM (Assets Under Management)
- Über 3× so viel wie Fidelitys FBTC, der bei $21,3 Mrd. liegt
- Mehr als 15× so viel wie ARKB (Ark 21Shares) mit $4,6 Mrd.
- Deutlich mehr als Bitwise’s BITB mit $3,9 Mrd.
- Selbst Grayscales GBTC, der lange als Branchenführer galt, kommt „nur“ noch auf $19,3 Mrd.
Diese Entwicklung markiert einen Paradigmenwechsel: Während Grayscale als früher Pionier von Vertrauen in Regulierungsfreiheit lebte, bevorzugen institutionelle Investoren heute zunehmend strukturierte, regulierte Produkte mit BlackRock-Stempel. Der Markt hat sich professionalisiert – und IBIT wurde zum neuen Standard.
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Kommt jetzt die zweite Welle? Frisches Kapital steht bereit
Die Dominanz von IBIT könnte bald herausgefordert werden. Der nächste große Schritt könnte aus einer zweiten Welle von Unternehmenskäufen kommen, wie Daten von VanEck-Analyst Matthew Sigel zeigen. Laut einem internen Bericht von Wells Fargo, den Sigel öffentlich machte, planen sechs börsennotierte Unternehmen, insgesamt bis zu 76 Milliarden US-Dollar für Bitcoin-Investitionen zu mobilisieren. Die Unternehmen sind:
- Strategy
- Twenty One Capital
- Strive
- Semler Scientific
- Nakamoto Corp.
- Trump Media and Technology Group
Diese Summe entspricht:
- 56 % der aktuellen gesamten AUM aller Spot-Bitcoin-ETFs
- Rund 16 % der gesamten Nettozuflüsse der letzten 16 Monate
Sollten diese Firmen ihre Pläne umsetzen, würde das nicht nur den ETF-Markt herausfordern, sondern auch massiven Druck auf das verfügbare BTC-Angebot ausüben. Bitcoin könnte damit in eine neue Phase der Angebotsverengung („supply crunch“) eintreten – besonders bei institutionellen Stückzahlen.
Bitcoin als neues institutionelles Rückgrat?
Der Erfolg von IBIT zeigt, dass Bitcoin seinen Weg ins institutionelle Portfolio endgültig gefunden hat. BlackRock hat mit IBIT nicht nur ein erfolgreiches Produkt geschaffen – sondern ein neues Fundament für Bitcoin als Anlageklasse.
Doch IBIT ist mehr als nur ein ETF: Es ist das sichtbarste Signal dafür, dass Bitcoin heute dort angekommen ist, wo lange nur Gold oder Anleihen dominierten. Gleichzeitig zeigt die geplante Kapitalflut aus anderen Unternehmen, dass wir erst am Anfang einer neuen Ära stehen:
Eine, in der Bitcoin nicht nur als digitales Gold gilt – sondern als strategisches Rückgrat der Finanzwelt von morgen.