Neue Krypto-Klau-Software im Umlauf – alle Browser betroffen! So schützt du dich vor der „Raccoon“-Malware

Neue Krypto-Klau-Software im Umlauf – alle Browser betroffen! Vorsicht vor „Raccoon“-Malware - coin-update
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Es scheint, dass Krypto-Besitzer neben Betrügern und Kryptodiebstahl eine weitere Bedrohung auf dem Radar haben sollten: Sie heißt Raccoon-Malware und ist sogar noch nerviger als die braun-weißen Viecher, die in manchem Hinterhof Verwüstungen anrichten.

Eine neue Bedrohung am Horizont – Malware von Raccoon

Laut der Technik-Nachrichtenseite ZDNet wird Raccoon bei Cyberkriminellen wegen seiner weitreichenden Fähigkeiten immer beliebter. Es ist nicht die billigste Option, die Hackern zur Verfügung steht, aber es gibt ihnen die Möglichkeit, bis zu 60 Anwendungen zu attackieren – einschließlich einer großen Auswahl an Browsern.

„Jeder Browser, den Sie sich vorstellen können, ist ein Ziel der beliebten Malware.“

Der Raccoon-„Infostealer“ ist besonders geschickt darin, Daten von infizierten Geräten zu stehlen. Er hat dank seiner Anhängerschaft in den Untergrund-Communitys an Bodenhaftung gewonnen, wo er wegen seines einfach zu bedienenden Backends und seiner breiten Palette an Fähigkeiten in großem Umfang vermarktet wird.

Die Raccoon-Malware kostet zwar rund 200 Dollar im Monat, sie kann für ihre Käufer aber einen weitaus größeren Gewinn abwerfen. Außerdem ist die Software im Hinblick auf Malware unglaublich ausgeklügelt und bietet ein Abonnementmodell mit technischem Support, Updates und Fehlerbehebungen. Dies macht es zu einer „lohnenden Investition“ für finstere Gesellen aller Art, um an deine Bitcoins zu kommen.

Die Cybersicherheits-Analysten von Cyberark haben dabei festgestellt, dass die Raccoon-Malware im Gegensatz zu den meisten gewöhnlichen Informationsdiebstahlern eine Vielzahl von Techniken verwendet. Die C++-Malware kann Daten von mindestens 35 verschiedenen Browsern stehlen.

Raccoon wird seinen Opfern in der Regel durch Phishing-Kampagnen und betrügerische E-Mails mit angehängten MS-Office-Dokumenten zugestellt, die den bösartigen Code enthalten.

Es kann sich auch über so genannte „Exploit-Kits“ auf deinem Rechner verbreiten. Hier wirst du auf alle browser-basierten Schwachstellen untersucht und auf eine Website weitergeleitet, die das Exploit-Kit bereithält.

Nicht nur deine Daten, sondern auch deine Kryptos sind gefährdet

Da Raccoon Online-Zugangsdaten und Finanzinformationen stehlen kann, wird es hier wirklich beängstigend. Racoon kann dein Gerät nach PC-Daten wie Betriebssystem, Versionen und installierten Anwendungen (einschließlich Krypto-Wallets für Bitcoin) und Browserinformationen mit deinen automatisch ausgefüllten Passwörtern und Verlaufsprotokollen scannen.

Die Raccoon-Malware zielt auf Firefox, Microsft Edge und Google Chrome. Aber wenn du mit einem Datenschutz-Browser wie Opera navigierst, bist du auch nicht im Vorteil. Raccoon-Malware funktioniert auf vielen von ihnen genauso.

Sie ist außerdem so programmiert, dass sie nach bestimmten Krypto-Walles wie Exodus, Jaxx, Monero, Electrum, Ethereum und Bither-Brieftaschen sucht. Es scannt nach ihren Anwendungsordnern, um die Anmeldeinformationen zu stehlen.

Neue Bedrohungen in Form von Raccoon-Malware machen es jedem leicht, in die Cyberkriminalität einzudringen. Leider ist Malware-as-a-Service (MaaS) wirklich ein Ding, und du solltest zumindest ein bisschen besorgt sein.

Wie man sicher bleibt

Wie immer ist der beste Weg, um Kryptowährungen sicher aufzubewahren, die Verwendung eines Hardware-Wallets oder eines Paper-Wallets. Es ist auch wichtig, die Passwörter regelmäßig zu ändern und unterschiedliche Passwörter für verschiedene Websites und Online-Dienste zu verwenden.

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