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Gut für Bitcoin! Hedge-Fonds-Manager warnt: Goldbesitz könnte illegal werden

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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  • Die Chancen für Bitcoin könnten sich verbessern, da der wichtigste Safe-Hafen-Rivale Gold regulatorische Herausforderungen riskiert.
  • Die US-Notenbank könnte ein Verbot des privaten Goldbesitzes verhängen, um der Inflation entgegenzuwirken, so der Hedgefonds-Manager Crispin Odey.
  • Die Zentralbank griff nach der Großen Depression auf eine ähnliche Strategie zurück, um den Wert des US-Dollars zu neutralisieren.

Die Aussichten von Bitcoin an der Wall Street wachsen weiter, während ein milliardenschwerer Hedgefonds-Manager für den Sichere-Anlage-Rivalen Gold düstere Aussichten zeichnet.

Crispin Odey, Leiter der in London ansässigen Odey Asset Management, schreibt in einem Brief an die Anleger, dass die Zentralbanken den privaten Goldbesitz verbieten könnten, wenn sie inmitten der Coronavirus-Pandemie die Kontrolle über die Inflation verlieren. Der Finanzveteran ergänzt, dass die Regierungen das gelbe Metall zur Stabilisierung von Währungen einsetzen könnten:

„Die Geschichte ist voll von Beispielen, bei denen die Machthaber in Krisenmomenten dazu gegriffen haben, die Münzprägung zu entwerten“

Odey führt die Entscheidung der US-Notenbank an, den Goldbesitz in den frühen 1930er Jahren zu verbieten. Diese Politik erlaubte es der Regierung, Gold direkt von der Öffentlichkeit zu kaufen, um dabei zu helfen, den Wert des US-Dollars wieder in den normalen Bereich zu bringen.

Bitcoin gegen die Inflation

Odey warnt davor, dass die Inflationsraten innerhalb der nächsten 15 Monate auf 5 bis 15 Prozent steigen könnten.

Der Investor ergänzt, dass mehr Inflation die langfristigen fällig werdenden Anleihen und das Wachstum des Aktienmarktes schwer belasten würde. Und wenn sich das Virus weiter ausbreitet, könnte dies die Behörden dazu veranlassen, weitere Konjunkturpakete zur Unterstützung ihrer leidenden Volkswirtschaften anzukündigen.

Die politischen Entscheidungsträger würden diese vorherrschenden Trends aktiv bekämpfen, so Odey. 

„Ich erwarte, dass sie den Kampf verlieren werden.“

Die Pandemie der letzten drei Monate zwang Investoren in verschiedene sichere Häfen, um ihr Portfolio vor heftigen Marktbewegungen und Rezessionsrisiken zu schützen. Der Flaggschiff-Fonds von Odey erhöhte im Laufe des April auch sein Engagement in Gold-Spot, das nun etwa 39,9 Prozent des Gesamtfondswerts ausmacht.

„Es ist keine Überraschung, dass die Menschen Gold kaufen“, schreibt er in dem Brief.

Viele Investoren wählen Bitcoin auch als „experimentelle“ Absicherung. Die 11 Jahre alte Kryptowährung wurde zum Investmentportfolio des milliardenschweren Hedgefonds-Managers Paul Tudor Jones. Der Veteran sagt ausdrücklich, dass er Bitcoin inmitten der anhaltenden monetären Expansion wachsen sieht.

Bitcoin ist unkonfiszierbar

Sowohl Odey als auch Tudor Jones sagen eine hohe Inflation voraus und nennen Gold bzw. Bitcoin als Hauptnutznießer. Allerdings ist nur Bitcoin nicht dem extremen Risiko einer Beschlagnahmung ausgesetzt.

Die Kryptowährung ist im Gegensatz zu Gold rein digital, was es einfacher macht, sie überall auf der Welt mitzuführen und zu übertragen. Als Herr Odey vor einem potenziellen Goldverbot warnte, legte er unfreiwillig nahe, dass man sich nach besseren Alternativen als sicherer Hafen umsehen sollte.

Sowohl Gold als auch Bitcoin haben ihre Hedging-Eigenschaften inmitten der Coronavirus-Pandemie unter Beweis gestellt. Während der Spot-Kurs des gelben Metalls etwa 20 Prozent über seinem Tiefstand vom März liegt, hat Bitcoin um etwa 150 Prozent zugelegt.

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