„Fake-Satoshi“ und angeblicher BTC-Erfinder Craig Wright: Wie laufen seine 6 (sechs) Gerichts-Prozesse?

„Fake-Satoshi“ Craig Wright Was ist der Stand der 6 Gerichts-Prozesse?

Mit Craig Wrights zahllosen Klagen Schritt zu halten ist für niemanden in der Krypto-Community einfach. Folgend eine Zusammenfassung dessen, was bisher über die Gerichtsverfahren des selbsternannten Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto bekannt ist.

Die Hodlonaut-Klage

Die Craig vs. Hodlonaut-Saga war womöglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, als es um Wrights Ruf innerhalb der Krypto-Gemeinde ging.

Wright und Calvin Ayre sollen mit Hilfe von Coingeek ein Kopfgeld von 55.000 Dollar (in BSV) ausgerufen haben, um Twitter-User Hodlonaut zu doxen, damit Wright ihn vor Gericht bringen kann. Hodlonautes Verbrechen? Zu behaupten, dass Wright nicht der wahre Satoshi ist.

Das ging zu weit für viele und führte dazu, dass BSV – neben vielen anderen Börsen – sowohl bei Binance als auch bei Kraken delisted wurde.

Gestern wurde nun bekannt: Dem Richter des Obersten Gerichtshofs in Großbritannien zufolge sei das Vereinigte Königreich in dieser Angelegenheit nicht zuständig, der Fall wurde abgewiesen. Wahrscheinlich etwas, das Craig hätte überprüfen sollen, bevor er Klage einreicht.

Sollte er Hodlonaut weiterhin wegen Verleumdung verfolgen, so muss er das in Norwegen tun.

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Craig Wright vs. Roger Ver

Bei einem ähnlichen Fall, der wegen Verleumdung im Vereinigten Königreich gegen den Bitcoin-Cash-Advokaten Roger Ver angestrengt wurde, kam es ebenfalls zu einer Abweisung durch den Obersten Gerichtshof des Vereinigten Königreichs.

Dem Richter zufolge gebe es wenig Beweise für den weltweiten Ruf von Wright – oder dafür, dass er in Großbritannien besonders geschädigt worden sei. Darüber hinaus behauptete der Richter, dass das Vereinigte Königreich möglicherweise nicht der geeignetste Ort für die Einleitung des Verfahrens gewesen sei.

So oder so musste Craig 60.000 Pfund für Rogers Anwaltskosten zahlen.

Craig Wright gegen Peter McCormack

Ein weiterer von Wrights „Eitelkeits“-Verleumdungsfällen. Aller Wahrscheinlichkeit nach herbeigeführt, weil Wright glaubt, dass der echte Satoshi Nakamoto sich so verhalten würde…

„What Bitcoin did“-Podcaster Peter McCormack forderte Wright während des Hodlonaut-Debakels offen heraus, ihn zu verklagen. Und genau das tat Wright dann auch. 

Neues gab es in letzter Zeit über den Fall nicht zu hören – obwohl es der ist, auf den sich viele am meisten freuen und von dem man sich verspricht, dass er Wrights behauptete Satoshi-Haftigkeit endgültig bestätigt oder entkräftet.

Damals im Oktober 2019 hörten wir Wrights Kumpel Calvin Ayre, wie er aufgeregt mit Kaffeeflecken und rostigen Heftklammern auf einer handgeschriebenen Kopie des Bitcoin-Weißpapiers prahlte, mit dem Wright angeblich den Prozess gewinnen sollte.

Und im November bekräftigte Tether Unterstützung für McCormack, obwohl die genaue Art dieser Unterstützung unbekannt ist.

Die Dave-Kleinmann-Nachlass-Klage

Die eine Gerichtsverhandlung, die Wright nicht initiiert hat – und die vielleicht verrückteste von allen.

Ira Kleiman, der Bruder von Wrights inzwischen verstorbenem ehemaligen Geschäftspartner Dave Kleiman, begründet seine Klage damit, dass, wenn Wright Satoshi ist, er in Partnerschaft mit Dave rund 1,1 Millionen BTC abgebaut haben soll.

Die Hälfte davon gehört daher Dave – und da der verstorben ist, seinem Bruder Ira.

Zwei Richter haben Wright als Lügner entlarvt. Er hat nachweislich gefälschte Dokumente vorgelegt und behauptet, dass er keine Einzelheiten über die von ihm abgebauten Bitcoins angeben kann. Er wurde angewiesen, Kleimans Anwaltskosten zu zahlen und die Hälfte seiner Bitcoins abzugeben, obwohl die Übergabe der Bitcoins kürzlich verschoben wurde, bis ein „mysteriöser, unter Zollverschluss stehender Kurier“ auftaucht.

Wright behauptet nun, dass der Kurier eingetroffen ist, obwohl er keine privaten Schlüssel zur Verfügung gestellt hat – sondern eine Liste mit über 16.000 Bitcoin-Adressen, von denen Wright sagt, dass sie seine BTC enthalten.

Sein letzter Trick war, 20.000 Dokumente zwei Tage vor Frist-Ende im Fall zur Verfügung zu stellen, während er gleichzeitig darum bat, diese Frist nicht zu verlängern.

Wir werden von dem Fall wohl noch einiges hören.

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Nicht genug für dich?

Wright hat auch Verfahren angestrebt gegen Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin, der ihn einen Betrüger nannte, und Blockstream-Mitbegründer Adam Back, weil er seinen Anspruch, Satoshi zu sein, in ähnlicher Weise in Frage gestellt hat.

Der Fortschritt in diesen beiden Fällen ist derzeit leider unbekannt.

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