Strategy vs. Metaplanet: Zwei Giganten erweitern ihre Bitcoin-Schatzkammern
Michael Saylor, Vorsitzender von Strategy (ehemals MicroStrategy), hat den nächsten Schritt in seiner aggressiven Bitcoin-Strategie bekanntgegeben. Zwischen dem 15. und 21. September erwarb das Unternehmen 850 BTC zu einem Durchschnittspreis von 117.344 US-Dollar pro Coin, was einer Gesamtinvestition von 99,7 Millionen US-Dollar entspricht. Finanziert wurde der Kauf über Verkäufe aus den hauseigenen STRF- und MSTR-ATM-Programmen, also durch den direkten Verkauf von Unternehmensanteilen an der Börse.
Laut SEC-Filing beläuft sich die Gesamtmenge an Bitcoin im Besitz von Strategy nun auf 639.835 BTC. Damit liegt der durchschnittliche Einstandspreis bei 47,33 Milliarden US-Dollar, während der aktuelle Marktwert der Bestände bei rund 72,47 Milliarden US-Dollar liegt. Strategy sitzt also auf einem satten Buchgewinn von etwa 53 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass der Kauf nicht im direkten „Dip“ erfolgte. Mit einem durchschnittlichen Einkaufspreis von über 117.000 US-Dollar je BTC lag der Erwerb nah am letzten lokalen Hoch, bevor der Kurs unter die Marke von 113.000 US-Dollar fiel. Das unterstreicht, dass Strategy weniger kurzfristige Preisbewegungen tradet, sondern langfristig agiert.
Metaplanet überholt Bullish und steigt in die Top 5 auf
Während Saylor mit 850 BTC seine Spitzenposition festigt, sorgte ein anderer Bitcoin-Käufer für noch größere Schlagzeilen: das japanische Unternehmen Metaplanet. Präsident Simon Gerovich verkündete am Montag den bislang größten Kauf in der Unternehmensgeschichte – 5.419 BTC im Wert von 632,53 Millionen US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 116.724 US-Dollar pro Coin.
Damit steigen die Bestände von Metaplanet von bisher 20.136 BTC auf 25.555 BTC. Das reicht, um den Konkurrenten Bullish zu überholen und in die Top 5 der weltweit größten Bitcoin-Treasuries vorzurücken. Die Datenbank BitcoinTreasuries.net zeigt: Während Metaplanet nun Rang 5 einnimmt, ist der Vorsprung von Strategy immer noch uneinholbar – mit einem Abstand von über 587.000 BTC zu Mara Holdings, dem zweitgrößten institutionellen Bitcoin-Halter.
Parallel zu diesen Großkäufen zeigt sich auch auf Makroebene eine bemerkenswerte Entwicklung. Der Bitcoin Apparent Demand – eine Kennzahl von CryptoQuant, die das Verhältnis zwischen neu geminten BTC und der Veränderung in der langfristig inaktiven Angebotsmenge misst – ist aktuell auf einem signifikanten positiven Niveau von rund 95.800 BTC (30-Tage-Wert).
Laut Analyst Axel Adler Jr. deutet dies auf eine anhaltend starke Nachfrage hin. Selbst wenn der Futures-Markt kurzfristig bearish wirkt, bleibt die Fundamentallinie klar: Institutionen und große Marktakteure akkumulieren weiter. Adler kommentierte:
„Dieses anhaltende Kaufinteresse hält die Preise trotz Druck aus den Futures in der oberen Bandbreite.“
Strategische Käufe trotz kurzfristiger Volatilität
Der Markt mag nervös sein, doch die größten institutionellen Käufer setzen unbeirrt auf Bitcoin.
- Strategy verstärkt mit knapp 100 Mio. US-Dollar seine ohnehin dominierende Position.
- Metaplanet setzt ein klares Signal und steigt mit einem Rekordkauf in die Top 5 der weltweiten Treasury-Halter auf.
- On-Chain-Daten bestätigen, dass der strukturelle Kaufdruck hoch bleibt.
Kurzfristige Rückschläge wie der Fall unter 113.000 US-Dollar scheinen diese Unternehmen kaum zu stören – sie agieren mit langfristigem Horizont und betrachten Bitcoin als strategische Reserve, nicht als kurzfristigen Trade.