Ripple startet mit OpenPayd durch: Neue Partnerschaft bringt Stablecoin-Zahlungen in Europa voran

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ripple startet mit OpenPayd durch: Neue Partnerschaft bringt Stablecoin-Zahlungen in Europa voran

In London hat Ripple heute einen wichtigen Schritt in Richtung grenzüberschreitender Stablecoin-Zahlungen gemacht. Gemeinsam mit dem britischen Anbieter OpenPayd, einem Spezialisten für Banking-as-a-Service, baut Ripple sein Zahlungsnetzwerk in Europa und Großbritannien deutlich aus.

Die Partnerschaft bringt Ripple einen echten Vorteil: Über OpenPayd erhält das Unternehmen direkten Zugang zu sofortigen Zahlungen in Euro (EUR) und britischen Pfund (GBP). Außerdem kann Ripple nun virtuelle IBAN-Konten und Multiwährungskonten über die Plattform anbieten. Das ist besonders relevant für Firmenkunden, die in mehreren Ländern gleichzeitig Zahlungen abwickeln.

RLUSD im Zentrum: Ripple setzt auf eigenen Stablecoin

Kernstück der Zusammenarbeit ist Ripples firmeneigener Stablecoin RLUSD – ein digitaler Dollar, der vollständig durch Bargeldreserven gedeckt ist. Über die OpenPayd-Plattform wird es künftig möglich sein, RLUSD direkt zu „minten“ (erzeugen) oder wieder in Fiat-Geld umzuwandeln – und das über nur eine einzige API-Schnittstelle.

OpenPayd-CEO Iana Dimitrova sieht darin eine Brücke zwischen zwei bisher getrennten Welten:

„Wir kombinieren traditionelle Finanzinfrastruktur mit Blockchain-Technologie. Dadurch entsteht eine Plattform, die grenzüberschreitende Zahlungen, Treasury-Prozesse und Dollar-Transaktionen erheblich vereinfacht.“

Ripple beschleunigt Stablecoin-Strategie

Ripple verfolgt bereits seit Monaten eine klare Strategie: RLUSD soll in regulierte Zahlungsnetzwerke eingebettet werden. Der Stablecoin wurde erstmals im April 2025 vollständig in Ripple Payments integriert. Schon damals meldete das Unternehmen ein Handelsvolumen von über 10 Milliarden US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von knapp 250 Millionen Dollar.

Unternehmen wie BKK Forex und iSend nutzen RLUSD bereits, um Zahlungen effizienter abzuwickeln und ihre Treasury-Prozesse (also die interne Steuerung von Kapitalflüssen) zu optimieren.

Globale Anerkennung: Dubai genehmigt RLUSD als offiziellen Token

Im Juni 2025 hat die Dubai Financial Services Authority (DFSA) RLUSD als offiziellen Kryptowert im Finanzzentrum von Dubai zugelassen. Dabei wurde besonders hervorgehoben, dass der Token:

  • 1:1 durch Bargeld gedeckt ist,
  • unter Aufsicht einer New Yorker Finanzbehörde (NYDFS) steht,
  • und gleichzeitig in zwei führenden Finanzzentren (New York und Dubai) anerkannt ist.

Damit erfüllt RLUSD höchste regulatorische Standards – ein wichtiges Argument für Großkunden und institutionelle Nutzer.


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XRP Ledger: RLUSD dominiert Stablecoin-Handel auf der Blockchain

Auch auf technischer Ebene wächst RLUSD stark. Im zweiten Quartal 2025 erreichte der Token auf dem XRP Ledger ein Spot-Handelsvolumen von rund 500 Millionen Dollar. Damit ist RLUSD der größte fiatgedeckte Stablecoin auf der Kette.

Ripple betont außerdem, dass RLUSD auf mehreren Blockchains gleichzeitig ausgegeben wird – aktuell auf Ethereum und dem XRPL. Dies erhöht die Flexibilität für Entwickler und Unternehmen, die blockchainübergreifend Zahlungen tätigen wollen.

Europa im Fokus: OpenPayd als neuer Zugang zu 40 % des RLUSD-Traffics

Die Partnerschaft mit OpenPayd ist für Ripple besonders wichtig, weil fast 40 % der bisherigen RLUSD-Nutzung im ersten Halbjahr 2025 auf Europa und Großbritannien entfiel. Mit dem neuen Setup erhält Ripple:

  • Einen direkten Zugang zu lokalen Bankkonten (IBANs),
  • Sofortige Zahlungsabwicklung in EUR und GBP,
  • und eine einheitliche API-Schnittstelle für alle Funktionen.

Ripple-Manager Jack McDonald erklärte dazu:

„Institutionelle Kunden wollen keine Insellösungen, sondern nahtlose Verbindungen zwischen digitalem Geld und klassischer Finanzinfrastruktur. Genau das liefern wir jetzt.“

Die konkreten Vertragsdetails zwischen Ripple und OpenPayd wurden nicht veröffentlicht. Beide Unternehmen betonten jedoch, dass die Integration bereits im laufenden Quartal starten soll. RLUSD-Minting, Umwandlung und Treasury-Dienste sollen dann über eine einzige API verfügbar sein.

Ripple kündigte zudem an, weitere Währungsräume und Stablecoin-Korridore zu erschließen – je nachdem, wie sich die Kundennachfrage entwickelt. Mit der neuen Partnerschaft bringt Ripple seinen Stablecoin RLUSD einen großen Schritt näher an die alltägliche Nutzung im Unternehmensbereich. Die Integration mit OpenPayd ermöglicht es, internationale Zahlungen mit digitalen Dollar sicher, schnell und regelkonform abzuwickeln – und das in einem der größten Wirtschaftsräume der Welt.

Die Verbindung von Krypto-Innovation und klassischer Bankeninfrastruktur macht Ripple Payments zu einem ernstzunehmenden Werkzeug für Unternehmen, die grenzüberschreitende Finanzströme effizient steuern wollen. RLUSD könnte sich so zu einem der führenden regulierten Stablecoins im globalen Zahlungsverkehr entwickeln.

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