Ripple-CTO David Schwartz über XRPLs Wettbewerbsvorteile im Stablecoin- und Zahlungsmarkt

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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ripple-CTO David Schwartz über XRPLs Wettbewerbsvorteile im Stablecoin- und Zahlungsmarkt

Ripple-CTO David “JoelKatz” Schwartz sieht den jüngsten Trend, dass immer mehr Zahlungs- und Stablecoin-Unternehmen eigene Layer-1-Blockchains starten, als Bestätigung dafür, dass Blockchain-Technologie inzwischen als zentrale Finanzinfrastruktur anerkannt ist. In einem Post auf X am Mittwochabend betonte er, dass das XRP Ledger (XRPL) seit über 13 Jahren genau auf diese Rolle hinarbeitet.

Schwartz nutzte die Gelegenheit, um die Architektur des XRPL von neuen Wettbewerbern abzugrenzen. Er verwies darauf, dass viele neue Chains mit permissioned Validator-Sets arbeiten, die von einem Unternehmen oder einer kleinen Gruppe kontrolliert werden. Diese Modelle eigneten sich zwar für geschlossene Netzwerkszenarien mit strikter Compliance, hätten aber klare Nachteile bei Reichweite, Resilienz und Offenheit.


Das XRPL sei hingegen öffentlich und permissionless im Kern, mit optionalen Features für regulierte Anwendungsfälle. Dadurch bleibe es anpassungsfähig, interoperabel und für den Einsatz als grenzüberschreitende Abwicklungsinfrastruktur prädestiniert. Zu den Compliance-Tools gehören u. a. Authorized Trust Lines, Deposit Authorization/Preauthorization und Issuer Freeze – allerdings nur für ausgegebene Assets, nicht für XRP selbst.

Konkurrenz durch Circle und Stripe

Schwartz’ Kommentar fällt zeitlich zusammen mit zwei großen Fintech-Einsteigern ins L1-Geschäft:

  • Circle hat mit Arc ein EVM-kompatibles Layer-1 angekündigt, das speziell für Stablecoin-Finance entwickelt wird. Arc nutzt USDC als Gas-Token, bietet opt-in Privacy, eine integrierte FX-Engine und deterministische Settlement-Finalität über den Malachite-Konsens. Die Private Testnet-Phase soll in den kommenden Wochen starten, der Mainnet-Launch ist für 2026 geplant.
  • Stripe arbeitet an Tempo, einer leistungsstarken, zahlungsoptimierten L1 in Kooperation mit Paradigm. Tempo soll Ethereum-kompatiblen Code ausführen, befindet sich jedoch noch im Stealth-Modus. Details zu einem nativen Token sind nicht bekannt.

Beide Projekte zielen auf Enterprise-Integrationen, wobei Arc vollständig auf USDC-Ökosysteme fokussiert ist, während Tempo vermutlich stärker auf Stripes bestehende Händler- und Zahlungsdienste setzt. Für Anleger, die neben etablierten Projekten auch neue Kryptowährungen im Blick haben, könnten diese Entwicklungen zusätzliche Vergleichspunkte liefern.

Designentscheidungen als langfristiger Vorteil

Schwartz hob hervor, dass deterministische Finalität – seit Jahren Teil des XRPL – nun auch von neuen Chains übernommen wird, was den wachsenden Konsens über die Bedeutung verlässlicher, vorhersehbarer Abwicklung in Finanzanwendungen zeige.

Weitere Unterschiede betonte er bei den Gebühren: XRPL-Transaktionen kosten nur Bruchteile eines Cents und verbrennen dabei XRP als Anti-Spam-Maßnahme. Es gibt keinen separaten Gas-Token, was die Kostenkalkulation vereinfacht und den nativen Token klar in die Abwicklungslogik integriert. Ein Aspekt, den Analysten auch in ihrer Ripple Kursprognose berücksichtigen.

  • ripple
  • XRP
    (XRP)
  • Preis
    $1.30
  • Marktkapitalisierung
    $82.16 B

Strategische Positionierung im wachsenden Wettbewerb

Während Circle und Stripe ihre Chains stark an eigene Zahlungs-Stacks binden, setzt das XRPL weiter auf Multi-Asset-Support via Trust Lines, behält aber XRP als Settlement-Asset bei. Governance-Änderungen erfordern im XRPL eine Supermajority der Validatoren, was laut Schwartz für langfristige Stabilität und Dezentralisierung sorgt.

Abschließend gab sich Schwartz wettbewerbsfreundlich: Die neuen Projekte seien willkommen, und der wachsende Markt biete Raum für viele Player. Sein Fokus bleibe, das XRPL mit mehr Programmierbarkeit, Compliance-Funktionen und institutioneller Liquidität weiterzuentwickeln:

“And to those just getting started… Welcome to the party! The crypto tent is only getting bigger.”

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.