Ripple-CEO Brad Garlinghouse will XRP zum globalen Zahlungsschlüssel machen

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ripple-CEO Brad Garlinghouse will XRP zum globalen Zahlungsschlüssel machen

Beim diesjährigen XRPL Apex 2025 hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse eine kühne Vision für die Zukunft des XRP-Tokens vorgestellt. In einem öffentlichen Gespräch mit Chief Technologist David Schwartz erklärte Garlinghouse, dass XRP innerhalb der nächsten fünf Jahre 14 Prozent des globalen SWIFT-Liquiditätsvolumens übernehmen könne – ein ambitioniertes Ziel, das weitreichende Folgen für die internationale Zahlungsinfrastruktur hätte.

„Wenn du die gesamte Liquidität treibst, ist das gut für XRP … deshalb sage ich: Fünf Jahre, 14 Prozent,“ so Garlinghouse.

Dabei betonte er ausdrücklich den Unterschied zwischen der reinen Nachrichtenübermittlung, wie sie SWIFT heute bietet, und der eigentlichen Geldbewegung, also Liquidität. Ripple fokussiere sich auf Letzteres – denn dort, so die These, liegt der wahre Wert.

SWIFT vs. Ripple: Die große Frage der globalen Liquidität

SWIFT, das globale Netzwerk für Bankenkommunikation, verarbeitet täglich rund 5 Billionen US-Dollar in grenzüberschreitenden Zahlungen. Garlinghouse differenzierte dabei zwischen zwei Funktionen:

  1. Messaging – SWIFT überträgt Zahlungsinformationen zwischen Banken.
  2. Liquidity – Das eigentliche Geld wird über sogenannte Nostro-Vostro-Konten zwischen Banken verschoben.

Während der Messaging-Teil von SWIFT weithin bekannt ist, liegt Ripples Fokus auf dem Liquiditätsteil, der aktuell von Banken dominiert wird. Hier sieht Garlinghouse XRP als bessere Alternative – eine digitale Brückenwährung, die Transaktionen nahezu in Echtzeit und ohne hohe Vorhaltekosten ermöglicht.

Die Prognose: Sollte XRP 14 % der täglichen SWIFT-Liquidität übernehmen, würde das rund 700 Milliarden US-Dollar täglich oder 21 Billionen US-Dollar jährlich bedeuten – eine Zahl, die sogar über dem kombinierten BIP von Deutschland und Japan liegt.


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Die Voraussetzungen für XRP als globaler Zahlungsstandard

Ripple verfolgt seine Vision, XRP als Rückgrat des Zahlungsverkehrs zu etablieren, bereits seit 2018 – insbesondere durch die Entwicklung der On-Demand-Liquidity (ODL)-Lösungen. Damit sollen Banken und Zahlungsdienstleister auf teure Nostro-Konten verzichten können, da XRP jederzeit als liquide Brücke dient. Derzeit hat Ripple über seine ODL-Kanäle allerdings nur Transaktionen im niedrigen einstelligen Milliardenbereich pro Quartal verarbeitet – der Weg zum Ziel wäre also ein Faktor-100-Sprung in der Abwicklung.

David Schwartz, Ripple-CTO, ergänzte im Gespräch:

„Wir werden in Kürze viele hundert Milliarden Dollar an tokenisierten Vermögenswerten sehen.“

Für ihn geht es nicht nur um Zahlungen, sondern auch um neue Standards für digitale Transparenz. Ein Blockchain-System wie XRP könne Unternehmen helfen, ihre Finanzen in Echtzeit zu auditieren, da alle Transaktionen öffentlich nachvollziehbar sind – ein Problem, das in klassischen Audits immer wieder für Unsicherheit sorgt.

Zu den technischen Neuerungen, die Ripple auf der Konferenz präsentierte, zählen:

  • Ein überarbeiteter Liquiditätshub, der Fiat- und Krypto-Trades automatisch routet und dabei Slippage minimiert – besonders wichtig für Banken, die intraday-Positionen liquidieren müssen.
  • Neue Tokenisierungs-Module, die institutionelle Standards erfüllen und tokenisierte Staatsanleihen, Aktien oder Immobilien auf Basis von XRPL ermöglichen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.