Indonesien erwägt Bitcoin-Reserve: Asiatische Großmacht folgt US-Vorbild
Nach dem Vorbild der USA scheinen immer mehr Staaten daran interessiert zu sein, eine nationale Bitcoin-Reserve zu etablieren. Nun erwägt das nächste Land den Kauf von Anteilen an der Mutter aller Kryptowährungen. Überraschenderweise handelt es sich dabei um Indonesien - ein Land mit 280 Millionen Einwohnern und einem BIP von 1,4 Billionen US-Dollar. Kann das zu einem massiven Booster für den Bitcoin-Kurs werden?
BIG NEWS: ?? Indonesia is exploring Bitcoin as a national reserve.
We were invited to the Vice President’s office to present how Bitcoin could benefit the country.
What we discussed could shape the future of Indonesia’s economic strategy. ?? pic.twitter.com/QGKgGRRgEU
— Bitcoin Indonesia (@bitcoinindo21) August 5, 2025
Indonesien als nächste Bitcoin-Nation im Fokus
Donald Trump hat in den USA den Vorstoß gemacht, eine nationale Bitcoin-Reserve zu etablieren. Dieser Vorschlag stieß auf viel Kritik, dürfte aber letztlich durchgesetzt werden. Inzwischen folgen immer mehr Nationen dem Beispiel der USA und diskutieren zumindest die Einführung eines ähnlichen Konzeptes. Beispielsweise steht das Thema bei der tschechischen Notenbank schon länger zur Debatte, genauso wie im Parlament in Schweden.
Doch überraschenderweise heißt es in Medienberichten nun, dass ein ganz anderes Land kurz davorstehen könnte, eine Bitcoin-Reserve zu etablieren. Die Rede ist dabei von Indonesien. Dabei handelt es sich übrigens nicht gerade um einen kleinen Player. Mit 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertgrößte Land der Welt und gemessen an seinem BIP von 1,4 Billionen US-Dollar gleichzeitig auf Platz 16 der internationalen Volkswirtschaften.
Wasserkraft und Mining als strategische Reserve
Doch was treibt Indonesien plötzlich in Richtung Bitcoin? Klar sind die Beweggründe nicht. Sicher ist allerdings, dass die Lobby-Organisation Bitcoin Indonesia kürzlich mit Regierungsvertretern über die Frage diskutiert hat. Auf der Social-Media-Plattform X hieß es von den BTC-Vertretern: „Wir wurden in das Büro des Vizepräsidenten eingeladen, um zu präsentieren, wie Bitcoin dem Land nützen könnte."
Weiter hieß es dazu: „Wir haben eine mutige Idee untersucht: Bitcoin-Mining als nationale Reservestrategie zu nutzen." Speziell Wasserkraft könnte hier eine wichtige Rolle spielen, heißt es weiter. Als Vorbild dieser Strategie gilt das asiatische Land Bhutan, dessen Volkswirtschaft schon zu einem Drittel von Bitcoin gedeckt wird.
Widersprüchliche Signale aus der indonesischen Regierung
Der Vorstoß der Regierung von Indonesien kommt übrigens außerdem sehr überraschend, da die Machthabenden erst kürzlich Gesetze für die Branche erlassen haben, die Kritiker als nicht allzu positiv empfinden. So ist der Handel mit Kryptowährungen zwar grundsätzlich möglich und legal, doch dürfen Bitcoin, Ethereum & Co. nicht als Zahlungsmittel verwendet werden.
Laut einem Bericht von Cointelegraph scheint die Durchsetzung dieses Verbotes aber relativ lax zu sein. Deutlich weniger durchlässig dürfte derweil die Steuererhöhung der indonesischen Regierung auf Krypto-Gewinne, den Handel und das Mining von Coins sein. Allerdings befinden sich die Abgabensätze hier im niedrigen einstelligen Prozentbereich bzw. zum Teil sogar unter einem Prozent. Es zeigt sich aber dennoch: Immer mehr Staaten haben ein Interesse am Kauf bzw. der Verwahrung von Bitcoin als eine strategische Reserve.
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