BitGo-CEO: XRP als Brückenwährung ist gescheitert – Ripple-Stablecoin RLUSD der Beweis

Patrik
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BitGo-CEO: XRP als Brückenwährung ist gescheitert – Ripple-Stablecoin RLUSD der Beweis

Auf der Digital Banking 2025 Konferenz des American Banker sorgte BitGo-CEO Mike Belshe mit einer provokanten Analyse für Aufsehen: Die ursprüngliche Vision von Ripple, XRP als globale Brückenwährung für den Zahlungsverkehr zu etablieren, sei gescheitert. Als Beleg dafür führte er die Einführung des Ripple-Stablecoins RLUSD an – ein Schritt, der aus seiner Sicht die Abkehr vom XRP-Modell dokumentiert.

Seine Aussagen fielen im Rahmen einer Panel-Diskussion über Bankzugang für Krypto-Unternehmen, entwickelten sich jedoch rasch zu einer fundamentalen Kritik an Ripples Geschäftsmodell und dessen technologischen Annahmen.

"XRP war nie nötig" – warum Ripple jetzt Stablecoins baut

Belshe nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise zurück ins Jahr 2014: Ripple hatte sich damals vorgenommen, internationale Überweisungen über ein zweistufiges System zu revolutionieren. Der Ansatz: Fiatgeld wie US-Dollar wird zunächst in XRP konvertiert, anschließend in die Zielwährung – zum Beispiel mexikanische Pesos. Das Ziel war es, durch diesen Zwischenschritt Liquidität global verfügbar zu machen.

Doch laut Belshe war genau das der entscheidende Denkfehler. Zwei Währungsumrechnungen statt einer? „Das funktioniert einfach nicht effizient genug“, so seine Einschätzung. Stattdessen hätten sich US-Dollar-Stablecoins wie USDC oder RLUSD als überlegen erwiesen – einfacher, schneller und stabiler in der Abwicklung.

„Stablecoins werden die neuen globalen Zahlungsschienen“, sagte Belshe. „Ein Token wie XRP, dessen einziger Nutzen auf Brückenliquidität basiert, wird durch Stablecoins obsolet.“

Ripple verteidigt XRP – RLUSD soll das Netzwerk erweitern, nicht ersetzen

Ripple selbst widerspricht dieser Interpretation deutlich. CTO David Schwartz betonte in Interviews und Blogposts, dass RLUSD keineswegs ein Ablösemodell sei, sondern eine Ergänzung. Während Stablecoins für stabile Liquidität sorgen, bleibe XRP das zentrale Bindeglied im Ripple-Netzwerk – etwa durch Auto-Bridging, also automatisches Routing zwischen Nicht-USD-Paaren.

Laut Ripple ermögliche RLUSD effizientere Kapitalnutzung, während XRP weiterhin das technische Fundament der Pfadsuche und Liquiditätsbereitstellung bilde.

Auch in der Community gehen die Meinungen auseinander. Die bekannte XRP-Unterstützerin Crypto Eri schrieb auf X:

„Das ist der Grund, warum XRP braucht: 1. SPOT ETFs 2. XRPFi 3. Strategien für XRP-Schatzreserven 4. Mehr Entwickler. USD-Stablecoins = weniger Gespräche, und das dominiert aktuell den Zahlungsverkehr.“

Andere wiederum feiern Belshe’s Einschätzung als späte Bestätigung ihrer Kritik. Nutzer @nullpackets kommentierte spöttisch:

„Das ist Comedy-Gold. Seit Jahren sagen wir, dass XRP als Brückenwährung unnötig ist. Stablecoins und Tokenisierung haben dieses Konzept überholt. Schaut euch lieber Chainlink an.“


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RLUSD wächst schnell – und könnte Ripples neue Strategie definieren

Unabhängig von der Debatte wächst Ripple’s RLUSD in rasantem Tempo. Bereits im Dezember 2024 eingeführt, wurde der Stablecoin im April 2025 in das Ripple Payments Netzwerk integriert. Inzwischen liegt der Umlaufbestand bei über 429 Millionen US-Dollar, mit Tagesumsätzen über 84 Millionen Dollar – Tendenz steigend.

Am 21. Juni 2025 mintete Ripple weitere 14 Millionen RLUSD auf Ethereum, was die Umlaufmenge auf knapp 450 Millionen brachte. Diese Dynamik zeigt: Ripple verlagert seine Aktivitäten spürbar in Richtung Stablecoin-Markt, unabhängig davon, ob XRP im Zentrum bleibt.

Der Stablecoin ist regulatorisch abgesichert – unter anderem durch eine Genehmigung der New Yorker Finanzaufsicht (NYDFS). Zudem arbeitet Ripple daran, RLUSD als liquide Handelswährung für internationale Zahlungen zu etablieren.

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