Bitcoin Totalverlust befürchtet: Das bereitet Anlegern aktuell Sorgen
Bitcoin hat sich in den vergangenen Jahren als das erfolgreichste Asset in vielen Anlegerportfolios etabliert und findet gerade bei großen Institutionen immer mehr Anklang. Doch während sich die Erfolgsgeschichte der Mutter aller Kryptowährungen scheinbar stetig fortsetzt, gibt es eine Entwicklung, die bei immer mehr Investoren Sorgen um einen möglichen Totalverlust auslöst. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die zunehmende Konzentration der Mining-Power bei wenigen großen Akteuren.
Mining-Pool-Konzentration löst 51%-Attacken-Befürchtungen aus
Die Bedenken der Anleger fokussieren sich auf die Macht großer Mining-Pools im Bitcoin-Netzwerk. Aktuell laufen mehr als 50 Prozent der gesamten Rechenleistung bei nur zwei großen Playern zusammen: Foundry USA und AntPool. Diese Konzentration hat bei einigen Experten die Sorge um eine mögliche 51-Prozent-Attacke auf das BTC-Netzwerk ausgelöst.
Two Bitcoin mining pools now control over 51% of the network. The door is wide open for a 51% attack, which could completely destroy BTC.
For context, the last and only time this happened was 11 years ago, in 2014, with GHash,io. They had to voluntarily reduce their hashrate to… pic.twitter.com/SMLpVrGGdG
— Jacob King (@JacobKinge) August 19, 2025
Finanzanalyst Jacob King äußerte sich alarmiert zu dieser Entwicklung und schrieb: "Das ist äußerst alarmierend! Sogar viele Bitcoiner, die ich kenne, geraten in Panik." Bei einer 51-Prozent-Attacke könnte theoretisch eine Gruppe mit der Mehrheit der Mining-Power das Netzwerk manipulieren und beispielsweise Transaktionen rückgängig machen oder doppelt ausgeben. Für Investoren, die Bitcoin kaufen möchten oder bereits investiert sind, ist dies naturgemäß ein beunruhigendes Szenario.
Experten sehen geringe Gefahr für Bitcoin-Netzwerk
Trotz der berechtigten Sorgen wird der scheinbar kritische Systemfehler bei genauerem Hinsehen schnell relativiert. Horst Treiblmaier, Professor von der Modul Universität Wien, erklärt dazu: "Die Pools verwalten die Rechenleistung ja lediglich für ihre Teilnehmer. Bei einem Fehlverhalten ist davon auszugehen, dass die Mitglieder den Pool verlassen." Diese Einschätzung verdeutlicht, dass Mining-Pools nicht als einzelne Akteure agieren, sondern große Gruppen darstellen, in denen die einzelnen Miner selbst entscheiden können.
Darüber hinaus würde eine 51-Prozent-Attacke auf Bitcoin das Vertrauen in die Kryptowährung massiv untergraben und letztendlich auch den Angreifern selbst schaden, da der Wert ihrer eigenen Bitcoin-Bestände drastisch fallen würde. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass in der kritischen Analyse zwar die Daten aller Mining-Pools enthalten sind, börsennotierte Mining-Unternehmen wie Riot oder Marathon Digital jedoch separat operieren und die tatsächliche Konzentration somit geringer ist als zunächst befürchtet. Die langfristige Bitcoin Prognose bleibt daher trotz dieser Diskussionen weitgehend positiv, zumal Bitcoin erst kürzlich neue Allzeithochs erreicht hat.