Bitcoin nach Rekordhoch unter Druck – Experten warnen vor temporärem Höhepunkt

Niko Klement
Geschrieben von Von
Niko Klement
Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.

Mehr Lesen
Risikohinweis:
Alle Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen... Mehr lesen
Bitcoin nach Rekordhoch unter Druck – Experten warnen vor temporärem Höhepunkt

Der Bitcoin-Kurs steht nach seinem jüngsten Rekordhoch deutlich unter Druck und hat wichtige charttechnische Marken unterschritten. Analysten von Santiment warnen vor einem möglichen temporären Höhepunkt der Kryptowährung und sehen Anzeichen für eine Marktüberhitzung. Die Social-Media-Aktivitäten rund um Bitcoin haben neue Rekordstände erreicht, was historisch betrachtet oft ein Warnsignal für bevorstehende Korrekturen darstellt.

Charttechnische Warnsignale nach Rekordhoch

Nachdem Bitcoin in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch markiert hatte, befindet sich der Kurs seitdem deutlich unter Verkaufsdruck. Der Aufwärtstrend seit Anfang April wurde damit nicht nur beendet, sondern die wichtige Unterstützungsmarke von 112.000 US-Dollar wurde bereits unterschritten. Aus charttechnischer Sicht sprechen diese Entwicklungen für weiter fallende Kurse in den kommenden Handelstagen.

Die Analysefirma Santiment hat in ihrer jüngsten Marktanalyse "This Week in Crypto Market Analysis" besonders auf die gestiegenen Social-Media-Aktivitäten rund um Bitcoin verwiesen. Das Such- und Diskussionsvolumen erreichte zeitgleich mit Jerome Powells Rede in Jackson Hole einen neuen Höchststand. Laut den Experten ist dies ein klares Indiz für eine Marktüberhitzung, die typischerweise vor größeren Korrekturen auftritt. Die Prognose der Analysten für einen Rücksetzer hat sich bisher als zutreffend erwiesen.

Bärische Expertenstimmen nehmen zu

Angesichts der aktuellen Kursschwäche mehren sich an der Wall Street die kritischen Stimmen zur weiteren Bitcoin-Entwicklung. Der bekannte Marktexperte Peter Schiff hat kürzlich eine besonders düstere Prognose für den Markt und Zeitpunkt Bitcoin zu kaufen abgegeben. In einem Post auf X schrieb er: "Bitcoin ist gerade unter 109.000 US-Dollar gefallen, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber seinem Höchststand vor weniger als zwei Wochen. Angesichts des Hypes und der Unternehmenskäufe sollte diese Schwäche Anlass zur Sorge geben."

Schiff prognostiziert einen weiteren Rückgang auf etwa 75.000 US-Dollar und empfiehlt Investoren, ihre Positionen zu verkaufen und zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. Aus charttechnischer Sicht läuft Bitcoin nach dem Bruch der 112.000 US-Dollar Marke zunächst auf 107.000 US-Dollar zu und könnte anschließend die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar testen. Diese Entwicklungen stehen im Kontrast zu den optimistischen Bitcoin Prognose Szenarien vieler Analysten, die noch vor wenigen Wochen deutlich höhere Kursziele ausgegeben hatten.

Themen im Beitrag:

Reaktion hinzufügen
Niko Klement
Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.