Bitcoin-Ausblick: Analyst Olszewicz warnt vor zähem Markt bis Q4

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin-Ausblick: Analyst Olszewicz warnt vor zähem Markt bis Q4

Der bekannte Krypto-Analyst Josh Olszewicz zeichnet für die kommenden sechs Wochen ein nüchternes Bild des Bitcoin-Marktes. In einem Video vom 18. August erklärte er, dass Anleger mit einer „zermürbenden, probabilistischen Marktphase“ rechnen müssen, bevor sich die Bedingungen zum Jahresende verbessern. Kurzfristig rechnet er mit Seitwärtsbewegung und schwacher Dynamik, während das vierte Quartal strukturell bullisch bleibe. 

ETF-Flows und Saisonalität als Bremsfaktoren

Als wichtigste Begründung nennt Olszewicz die abnehmende Dynamik bei ETF-Zuflüssen sowie die saisonale Schwäche im September. Zwar habe es zuletzt eine Woche mit rund 550 Millionen US-Dollar an ETF-Zuflüssen gegeben – ein „solides Ergebnis“ –, doch liege dieser Wert deutlich unter früheren Höchstständen. Auch die anfängliche Kaufwelle durch Firmen trete mittlerweile auf die Bremse.

Das zentrale Signal sei daher nicht „Preis, sondern Zeit“: entweder scharfe Rücksetzer bei überhitzten Coins oder ein seitwärts laufender Markt für mehrere Wochen. Beides diene letztlich als Reset, um in Q4 neue Aufwärtsbewegungen zu ermöglichen.

Technisch sieht Olszewicz die entscheidende Marke bei 121.000–122.000 US-Dollar. Ein täglicher Schlusskurs darüber würde den Weg für deutlich höhere Kurse freimachen. „Oberhalb von 120.000 ist es einfach. Dann mag ich 150.000“, so der Analyst.

Unterstützungsseitig sind vor allem die 20-Wochen-Linie bei 104.000 US-Dollar sowie die Ichimoku-Cloud im Tageschart relevant. Ein Durchbruch unter 100.000 US-Dollar im Oktober wäre für ihn ein massives Warnsignal und könnte den Zyklus infrage stellen.

„Ein Close unter 100k in Oktober wäre eher ‚Cycle over‘ – da sind wir aktuell aber weit entfernt.“

Olszewicz arbeitet stark mit der Ichimoku-Analyse. Erst wenn es zu einem bärischen TK-Cross, einem Close in der Cloud und einem anschließenden Edge-to-Edge-Trade kommt, sieht er echte Gefahr. Bislang zeige das Modell keine akuten Warnungen – nur Momentumlosigkeit. Er betont: Es handle sich um einen Entscheidungsbaum, kein starres Szenario: „Wenn dies, dann das.“

Makro-Katalysatoren: Jackson Hole im Fokus

Makroseitig hebt Olszewicz vor allem Jerome Powells Rede in Jackson Hole am 22. August hervor. Eine hawkishe Botschaft („mehr Daten nötig, keine Eile für Zinssenkungen“) könnte kurzfristig belasten. Spekulativ erwähnt er sogar, dass Donald Trump vorab einen möglichen Powell-Nachfolger präsentieren könnte – ein potenzieller „Headline-Risk“ für Risikoassets.

Langfristig sieht Olszewicz die steigende globale Geldmenge und Verschuldung jedoch als strukturelle Stütze für Bitcoin: „Das schafft ein Polster, solange weltweit weiter Geld gedruckt wird.“

Interessant ist sein Vergleich mit Ethereum. Trotz eines Rekordwertes bei ETF-Zuflüssen nennt er ETHs technische Lage „katastrophal für Longs“. Die Divergenz verdeutliche, dass kurzfristige Zuflüsse nicht ausreichen, wenn die Struktur und das Positioning schwach sind. Für Bitcoin sei das relevant, da ein breiter Krypto-Bull-Run schwer aufrechtzuerhalten sei, wenn ETH schwächelt.

Für langfristige Investoren bleibt Olszewicz entspannt. Solange Bitcoin den Power-Law-Korridor nicht fundamental bricht, gebe es wenig Grund zum Umschichten. Auch tiefere Retests seien Teil des Musters. Erst ein Bruch im Oktober unter 100.000 US-Dollar würde das Bild massiv verändern.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.