MicroStrategy (MSTR) stürzt um 55 % ab! Experten analysieren Bitcoin-Risiken
Die Aktien von MicroStrategy (NASDAQ: MSTR) haben seit ihrem Höchststand am 24. November 2024 bei 543 US-Dollar um über 55 % nachgegeben und notieren nun bei etwa 250 US-Dollar. Das Unternehmen, das mittlerweile rund 499.096 Bitcoin im Wert von etwa 44 Milliarden US-Dollar hält, steht im Fokus der Finanzmärkte. Experten fragen sich: Droht dem Softwareunternehmen eine Zwangsveräußerung seines riesigen Bitcoin-Bestands?
Ist eine erzwungene Bitcoin-Liquidation möglich?
Analysten von The Kobeissi Letter haben die Lage auf X detailliert untersucht und bieten Einblicke in dieses Szenario. MicroStrategy finanziert seine Bitcoin-Käufe größtenteils durch Fremdkapital, etwa über Wandelschuldverschreibungen, was die Spekulationen über eine mögliche Liquidation anheizt – insbesondere angesichts der aktuellen Marktschwäche. Doch wie realistisch ist dieses Risiko wirklich?
- Bitcoin-Bestand und Verschuldung: MicroStrategy hält Bitcoin im Wert von 43,7 Milliarden US-Dollar, bei einem durchschnittlichen Einstiegspreis von 66.350 US-Dollar pro Coin. Mit einer Verschuldung von 8,2 Milliarden US-Dollar beträgt der Verschuldungsgrad rund 19 %. Die meisten Schulden bestehen aus Wandelschuldverschreibungen, die erst ab 2028 fällig werden.
- Zwangsliquidation unwahrscheinlich: Laut *The Kobeissi Letter* wäre eine Zwangsveräußerung nur bei einem „fundamentalen Wandel“ – wie einer Insolvenz oder einer Abstimmung zur Auflösung des Unternehmens – möglich. Beides gilt als fernliegend, da Michael Saylor, Executive Chairman und Bitcoin-Befürworter, mit 46,8 % der Stimmrechte eine starke Kontrolle ausübt.
- Risiken bei langfristigem Preisverfall: Sollte Bitcoin über Jahre hinweg deutlich unter den aktuellen Preis fallen und bis zur Fälligkeit der Anleihen (ab 2027) dort verharren, könnte MicroStrategy Schwierigkeiten bekommen, neues Kapital zu beschaffen oder Schulden zu bedienen. Saylor bleibt jedoch optimistisch und betont, selbst bei einem Bitcoin-Preis von 1 US-Dollar würde er weiter kaufen.
The MicroStrategy liquidation:
As MicroStrategy, $MSTR, falls over -55%, many are asking about "forced liquidation."
The company now holds $44 BILLION worth of Bitcoin, could they be forced to sell it?
Is liquidation even possible? Let us explain.
(a thread) pic.twitter.com/GcDZVu2gVa
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) February 25, 2025
Trotz der Kursrutsche sieht The Kobeissi Letter derzeit keine akute Gefahr einer Zwangsliquidation. Die Flexibilität durch langfristige Anleihen und Saylors Einfluss stabilisieren die Lage. Dennoch hängt MicroStrategys Strategie – Kapital aufnehmen, Bitcoin kaufen und Aktien mit Aufschlag ausgeben – stark vom Vertrauen der Investoren ab. Sollte dieses schwinden oder Bitcoin stark einbrechen, könnte das Modell an seine Grenzen stoßen. Saylor bleibt gelassen:
„Bitcoin ist im Angebot.“ Ob Investoren weiterhin „zuschlagen“, wird die Zukunft zeigen.