Metaplanet überholt Strategy: Japanischer Konzern kauft 1.111 Bitcoin in einer Woche
In einem weiteren Schritt hat das japanische Unternehmen Metaplanet seinen Bitcoin-Bestand massiv aufgestockt und sich mit dem Kauf von 1.111 BTC in nur einer Woche klar vor den bisherigen Spitzenreiter Strategy gesetzt. Laut einer Pflichtmitteilung vom 23. Juni gab Metaplanet rund 118 Millionen US-Dollar für die jüngste Tranche aus und zahlte dabei im Durchschnitt 105.468 US-Dollar pro Bitcoin.
Dieser Zukauf erhöht den Gesamtbestand des Unternehmens auf exakt 11.111 BTC – ein symbolträchtiger Meilenstein, der bei aktuellen Marktpreisen einem Wert von über 1,1 Milliarden US-Dollar entspricht. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten aller bisherigen Käufe liegen bei 95.458 US-Dollar, was bedeutet, dass Metaplanet derzeit auf einem Buchgewinn von etwa 60 Millionen US-Dollar sitzt.
Ein ambitionierter Plan: 30.000 BTC bis Ende 2025 – 100.000 BTC bis 2026
Mit dem jüngsten Kauf rückt Metaplanet seinem mittelfristigen Ziel deutlich näher. Das Unternehmen plant, bis Ende 2025 mindestens 30.000 Bitcoin zu halten. Aktuell entspricht die neue Position rund 37 % dieses Ziels. Im Hinblick auf das noch ehrgeizigere Langfristziel von 100.000 BTC bis Ende 2026 entspricht der derzeitige Bestand immerhin 11 % Fortschritt.
Der neue Kauf signalisiert nicht nur operative Stärke, sondern auch eine klare strategische Ausrichtung auf Bitcoin als zentrales Anlagegut. Während sich andere Unternehmen zurückhaltend zeigen, nutzt Metaplanet offensichtlich jede Gelegenheit, um bei Kursen unterhalb des Allzeithochs nachzulegen. Diese aggressive Akkumulationsstrategie dürfte den Wettbewerbsdruck in der noch jungen Unternehmens-Bitcoin-Szene weiter anheizen.
Die Daten stammen unter anderem vom Analysten Simon Gerovich, der die Bitcoin-Pfade börsennotierter Unternehmen transparent aufbereitet.
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Strategy bleibt Branchenführer – trotz kleineren Zukaufs
Obwohl Metaplanet kurzfristig mit seiner Einkaufssumme die Schlagzeilen dominiert, bleibt das US-Unternehmen Strategy weiterhin der mit Abstand größte Bitcoin-Halter unter den börsennotierten Unternehmen. Die von Michael Saylor geführte Firma erhöhte ihre Reserven zuletzt um 245 BTC, wie aus einer SEC-Mitteilung vom 23. Juni hervorgeht. Für den Kauf zahlte Strategy rund 26 Millionen US-Dollar, also im Schnitt 105.856 US-Dollar pro Coin.
Diese Transaktion war allerdings eine der kleineren im laufenden Jahr. Zum Vergleich: Am 17. März kaufte das Unternehmen lediglich 130 BTC für 10,7 Millionen US-Dollar. Strategy finanziert seine Bitcoin-Käufe größtenteils über spezielle Aktienemissionen. In der vergangenen Woche sammelte das Unternehmen 17,4 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von 166.566 STRK-Aktien sowie 8,7 Millionen US-Dollar über 84.354 STRF-Aktien ein. Beide Programme verfügen zusammen noch über ein Finanzierungsvolumen von 22,6 Milliarden US-Dollar, was zukünftige Bitcoin-Käufe absichern dürfte.
Aktuell hält Strategy insgesamt 592.345 BTC, die das Unternehmen zu einem durchschnittlichen Kurs von 70.861 US-Dollar erworben hat. Bei einem derzeitigen Marktpreis von rund 105.000 US-Dollar ergibt sich ein Buchgewinn von circa 20 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet: Strategy sitzt nicht nur auf dem größten Bitcoin-Vorrat der Welt – es ist auch eine der profitabelsten Krypto-Investitionen der jüngeren Unternehmensgeschichte.
Metaplanet tritt aus dem Schatten – der Bitcoin-Wettlauf der Unternehmen geht weiter
Mit dem Kauf von über 1.100 BTC innerhalb einer Woche hat Metaplanet eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es beim Rennen um die größten Bitcoin-Reserven der Welt ganz vorne mitspielen will. Während Strategy mit fast 600.000 BTC uneinholbar scheint, zeigt Metaplanet, dass auch ambitionierte Neulinge durch strategisch kluge und kapitalstarke Einkäufe schnell an Relevanz gewinnen können.
Beide Unternehmen folgen unterschiedlichen Strategien, eint sie jedoch die Überzeugung, dass Bitcoin ein fundamentales Asset der Zukunft darstellt – sei es als Wertspeicher, Inflationsschutz oder strategisches Reservegut. Ob noch mehr börsennotierte Unternehmen diesen Weg einschlagen, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie sich die Märkte entwickeln – und ob Bitcoin seine Stellung als digitales Gold weiter festigen kann.