MANTRA Chain nach Software-Angriff vorübergehend gestoppt

Patrick Krauss
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Patrick Krauss
News & Chart Analyst

Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.

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MANTRA Chain nach Software-Angriff vorübergehend gestoppt

Der MANTRA-Token fiel am 21. August um 18,5 Prozent auf ein Rekordtief von 0,004126 US-Dollar. Wenige Minuten später stellte die zugehörige Blockchain die Produktion neuer Blöcke ein. Der Token erholte sich anschließend auf etwa 0,0044 US-Dollar. Während die gesamte Kryptomarktkapitalisierung an diesem Tag um 3,7 Prozent stieg, entwickelte sich MANTRA deutlich schwächer.

  • Kursverlauf: MANTRA fiel laut CoinGecko von 0,005060 auf 0,004126 US-Dollar und erholte sich danach auf rund 0,0044 US-Dollar.
  • Netzwerk-Stopp: Die MANTRA Chain produzierte am Donnerstag gegen 23:13 UTC ihren letzten Block. Das Projekt hielt das Netzwerk anschließend vorsorglich an.
  • Ursache: MANTRA erklärte später, ein Angreifer habe eine Schwachstelle in einer extern entwickelten Software-Abhängigkeit ausgenutzt.
  • Handel: Das Handelsvolumen stieg um fast 600 Prozent auf rund 24 Millionen US-Dollar. Betroffene Börsen setzten Ein- und Auszahlungen aus.

Netzwerk für tokenisierte Finanzprodukte angehalten

MANTRA Chain ist eine Layer-1-Blockchain mit Fokus auf die Tokenisierung traditioneller Finanzprodukte wie Fonds und Anleihen. Das Projekt meldete den Stopp zunächst als Vorsichtsmaßnahme nach einem nicht näher erläuterten Vorfall. Betroffen waren Validatoren, öffentliche Chain-Endpunkte, die MANTRA-Bridge sowie verwaltete IBC-Relays.

Durch den Stillstand konnten keine neuen Transaktionen verarbeitet werden. Transfers, die Nutzung von Anwendungen und Bewegungen von Assets über betroffene Brücken waren während der Unterbrechung nicht möglich. Ein- und Auszahlungen auf betroffenen Handelsplattformen wurden ebenfalls pausiert.

In einer späteren Stellungnahme erklärte MANTRA laut CoinDesk, ein Angreifer habe eine Schwachstelle in einer sogenannten Upstream-Dependency ausgenutzt. Dabei handelt es sich um eine von MANTRA genutzte, aber extern entwickelte Softwarekomponente. Das Projekt machte zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Angaben dazu, welche Software betroffen war, wie der Angriff ablief oder ob Assets verloren gingen.

Handel lief auf zentralisierten Börsen weiter

Das Handelsvolumen des Tokens stieg nach den vorliegenden Daten um fast 600 Prozent. Auf zentralisierten Börsen konnte der Handel weiterlaufen, weil interne Kauf- und Verkaufsaufträge keine Transaktion auf der MANTRA Chain erfordern. Zugleich waren Ein- und Auszahlungen von und zur Chain bei betroffenen Plattformen ausgesetzt.

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Damit zeigte der Vorfall die Trennung zwischen dem Börsenhandel mit einem Token und der Funktionsfähigkeit des zugrunde liegenden Netzwerks. Während Handelsaufträge auf zentralisierten Plattformen weiter ausgeführt werden konnten, waren On-Chain-Transfers und weitere Vorgänge auf der angehaltenen Blockchain nicht verfügbar.

Für die Einordnung von Layer-1-Projekten bleibt daher neben dem Handelsvolumen auch die tatsächliche Netzwerknutzung relevant. Mehr Kontext zur Rolle der On-Chain-Aktivität als Bewertungskriterium bietet unser Überblick zu diesem Thema.

Offene Fragen zum Vorfall

Die finanzielle Tragweite des Vorfalls blieb zunächst offen. MANTRA bestätigte weder einen möglichen Abfluss von Nutzergeldern noch die Höhe eines möglichen Schadens. Das Team teilte mit, dass Engineering- und Sicherheitsteams gemeinsam mit externen Partnern untersuchen, wann ein sicherer Neustart möglich ist.

  • Es gibt keine offizielle Bestätigung dazu, ob und in welcher Höhe Nutzergelder betroffen sind.
  • Ein Zeitplan für den Neustart der Chain wurde nicht genannt.
  • Unklar ist, welche Drittsoftware ausgenutzt wurde und ob andere Netzwerke dieselbe Komponente verwenden.
  • Für einen Neustart müssen Validatoren eine korrigierte Softwareversion koordinieren und freigeben.

MANTRA teilte mit, an einer korrigierten Softwareversion zu arbeiten. Zugleich verfolgt das Projekt laut Berichten Bewegungen von Geldern und stimmt sich mit Börsen ab. Eine vollständige Einschätzung des Umfangs lag zunächst nicht vor.

Was Anleger beobachten können

Für die weitere Entwicklung sind vor allem ein technischer Bericht zur Ursache, Informationen über mögliche betroffene Assets und ein Plan für die Wiederaufnahme des Netzwerks entscheidend. Ebenso relevant ist, wann Validatoren den Betrieb wieder aufnehmen können und wann Börsen Ein- und Auszahlungen erneut freigeben.

Der Vorgang unterstreicht die Risiken, die mit Sicherheitsvorfällen und eingeschränkter Funktionsfähigkeit bei Krypto-Assets verbunden sein können. Zusätzlichen Kontext bieten unsere Einordnung der aufsichtsrechtlichen Warnungen für Privatanleger sowie unser Überblick zu Sicherheitsbefunden in Blockchain-Projekten.

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Wenn Kurse plötzlich springen und die Marktstimmung kippt ist er sofort am Ticker. Seit sechs Jahren beobachtet er Bitcoin sowie Altcoins live und filtert aus dem Lärm der Börsen echte Informationen. Er liefert schnelle Updates und Orientierung damit niemand in volatilen Phasen blind handeln muss.