Krypto-Task-Force trifft sich mit Saylor: Neue regulatorische Rahmenbedingungen vorgeschlagen
- Ein umfassendes Klassifikationssystem für digitale Assets wurde präsentiert.
- Klarstellungen zur regulatorischen Behandlung von Staking und NFTs wurden vorgeschlagen.
Forschungsergebnisse betonen Risiken und zentrale Aspekte in DeFi-Projekten. - Klassifikation digitaler Assets
Die SEC Crypto Task Force traf sich am 21. Februar mit dem Vorstandsvorsitzenden von Strategy, Michael Saylor, Vertretern des Crypto Council for Innovation und der MITRE Corporation, um den besten Ansatz zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten in den USA zu erörtern. Laut den von der SEC veröffentlichten Memos überprüften die Mitarbeiter der Task Force während des Treffens ein Rahmendokument, das eine Krypto-Taxonomie und eine Regulierungsstruktur definiert. Während des Treffens wurde ein umfassendes Klassifikationssystem für Kryptowährungen und digitale Assets vorgestellt. Dieses umfasst:
- Digitale Rohstoffe (z.B. Bitcoin)
- Digitale Wertpapiere, die an Emittenten gebunden sind
- Fiat-gestützte digitale Währungen
- Digitale Token mit spezifischen Nutzungsmöglichkeiten
- Non-Fungible Tokens (NFTs) für einzigartige digitale Anwendungen
- Digitale ABT-Assets, die an physische Rohstoffe gekoppelt sind
Zudem wurden klare Rechte und Pflichten für Emittenten, Börsen und Besitzer digitaler Assets definiert. Diese beinhalten transparente Offenlegungen, Verwahrungspraktiken und die Einhaltung lokaler Vorschriften. Ein standardisierter Offenlegungsprozess sowie brancheninterne Compliance-Verfahren wurden ebenfalls empfohlen.
Staking und NFT-Regulierung
Der Crypto Council for Innovation (CCI), vertreten unter anderem durch Coinbase, a16z und Filecoin Foundation, schlug eine klarere regulatorische Behandlung von Staking-Diensten und blockchain-basierten Datenplattformen vor. Die Empfehlung fordert, dass echte Staking-Services nicht als Wertpapierdienstleistungen eingestuft werden sollten, wodurch sie einfacher in Krypto-Börsenprodukten berücksichtigt werden könnten.
Weiterhin plädierte der Rat dafür, Blockchain-Explorationstools und nicht-verwahrende Web3-Marktplätze nicht als Broker, Börsen oder alternative Handelssysteme einzustufen, sofern diese Plattformen lediglich Zugriff oder Datenanzeigen bereitstellen.
Für NFTs, die primär für Kunstwerke, Sammlerstücke oder virtuelle Grundstücke genutzt werden, wurde empfohlen, eine nicht-Wertpapier-Klassifikation zu bestätigen. Weitere Vorschläge beinhalteten No-Action-Letters, vorübergehende Aussetzung reiner Compliance-Durchsetzungsmaßnahmen und Anpassungen im Regulierungsprozess, um dezentrale Strukturen angemessen zu berücksichtigen.
Forschungsergebnisse zu Stablecoins und DeFi
Die MITRE Corporation präsentierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Unterstützung der Regulierungsaktivitäten der SEC. Die Organisation, die im Auftrag des US-Finanzministeriums agiert, stellte einen logikbasierten Ansatz für Stablecoin-Regulierungen, Workflow-Tools zur Kommentarbearbeitung und Systeme zur Visualisierung regulatorischer Abhängigkeiten vor.
Besonders hervorgehoben wurden Risiken versteckter Zentralisierung in DeFi-Projekten sowie die Notwendigkeit, Stresstests bei Banken für Szenarien durchzuführen, in denen DeFi und traditionelle Finanzsysteme interagieren. Zudem wurde vorgeschlagen, automatische Schutzmechanismen („Circuit Breaker“) auf Smart-Contract-Ebene einzuführen, um Risiken zu minimieren.