Kann Bitcoin durch nationale Proof-of-Work-Netzwerke herausgefordert werden?
- Jason Lowery diskutiert über die Zukunft von Reusable Proof-of-Work (RPoW)-Netzwerken und Bitcoin.
- Er glaubt, dass ein dominantes RPoW-Netzwerk (wahrscheinlich Bitcoin) als globaler Standard entstehen wird.
- PoS (Proof of Stake) wäre für zentralisierte nationale Netzwerke einfacher, aber nicht so sicher wie PoW.
Diskussion über RPoW und nationale Netzwerke
In einer Diskussion auf X erörterte Jason Lowery, Astronautik-Ingenieur, Major bei der US Space Force und Autor der „Softwar“-These, die Möglichkeit, dass Nationalstaaten eigene Proof-of-Work (PoW)-Netzwerke entwickeln könnten, um Bitcoin Konkurrenz zu machen.
If the goal is sovereign control over a network, then PoS is a far better design than PoW, in my opinion. A nation (or any entity) could simply pre-mine the tokens, distribute them to itself, and implement a vote-based PoS system where governance is determined by stake—meaning 1…
— Jason Lowery (@JasonPLowery) February 23, 2025
Auf Nachfrage des Nutzers Rabbit Hole Investor erklärte Lowery, dass er ein einzelnes, dominantes Reusable Proof-of-Work-Netzwerk als wahrscheinlich ansieht. Dieses Netzwerk könnte ähnlich wie das TCP/IP-Protokoll zum globalen Standard werden.
„Meine Intuition sagt, dass ein einzelnes dominantes RPoW-Netzwerk entstehen wird – ähnlich dem globalen TCP/IP-Standard für Datentransport“, erklärte Lowery.
Lowery beschrieb ein „verstärkendes System“, in dem die Netzwerksicherheit proportional zur Größe und zum Energieaufwand wächst. Dies würde selbst rivalisierende Staaten, wie NATO und BRICS, auf einem gemeinsamen Netzwerk zu sogenannten „Frenemies“ machen. „Die Angriffskosten würden so hoch, dass beide Seiten gegenseitig ihre Sicherheit stärken“, erläuterte Lowery.
Bitcoin als unumstrittener Marktführer
Lowery favorisiert Bitcoin klar als das dominante RPoW-Netzwerk. Obwohl er sich nicht als „Bitcoin-Maximalist“ bezeichnet, sieht er Bitcoin aufgrund der starken Marktkräfte und Netzwerkeffekte als etablierten Standard.
Thomas Young, Managing Partner bei RUMJog Enterprises, fragte Lowery, wie private Bitcoin-Besitzer profitieren könnten, falls Staaten Bitcoin offiziell anerkennen sollten. Lowery meinte hierzu, Bitcoin werde im Falle einer globalen Akzeptanz eine natürliche Wertsteigerung erfahren, wodurch das Streben nach Renditen obsolet werde: „Bitcoin selbst ist die Rendite.“
Er warnte zudem vor potenziellen staatlichen Beschlagnahmungen von Bitcoin, die nicht selbst verwahrt werden. Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, dass Regierungen Anreize bieten könnten, um Bürger dazu zu verleiten, ihre BTC in Verwahrung zu geben, um sie dann per Dekret zu beschlagnahmen.
PoW vs. PoS für nationale Netzwerke
Auf die Frage, ob Nationalstaaten eigene souveräne Netzwerke erstellen könnten, erklärte Lowery, dass Proof-of-Stake (PoS) hierfür besser geeignet wäre, da es einfacher zentralisiert zu kontrollieren sei:
„PoS bietet eine direkte Methode, um eine zentralisierte Kontrolle über digitale Vermögenswerte zu erreichen, ohne den hohen Energieaufwand von PoW."
Zwar könnten Staaten theoretisch RPoW-Netzwerke mit zentralisierter Kontrolle aufbauen, doch sei dies laut Lowery komplexer und weniger effizient als PoS. Lowery zufolge sprechen die Spieltheorie und Marktkräfte dafür, dass Bitcoin weiterhin das dominante RPoW-Netzwerk bleiben wird. Nationale Experimente mit alternativen Protokollen könnten auftreten, doch ihre Erfolgsaussichten gegen den etablierten Marktführer seien gering.