Hacks, Scams, Exploits – sind unsere Krypto-Börsen überhaupt reif genug für einen Bitcoin-ETF?

Hacks, Exploits – sind Kryptobörsen überhaupt reif für einen Bitcoin-ETF?

Angesichts nicht enden wollender Skandale (zuletzt die E-Mail-Sicherheitslücke bei BitMEX und Fehlfunktionen bei Deribit) müssen wir ehrlich zu uns sein: Ist die Branche womöglich noch nicht reif genug für einen Bitcoin-ETF?

Inkompetenz auf höchstem Niveau

Es waren heftige 24 Stunden in der Krypto-Welt. BitMEX hatte verblüffenderweise eine Massen-E-Mail an einige Kunden verschickt, bei der die Empfängerliste nicht anonymisiert war. Sprich: Jeder, der die E-Mail erhielt, konnte alle anderen sehen, an die sie geschickt wurde. Es handelt sich dabei um einen derartigen Anfängerfehler, dass viele sich fragen: Wie konnte dies einem Unternehmen passieren, das ein Trading-Volumen von 2,3 Mrd. $ besitzt?

Dann stellte sich heraus, dass Deribit aufgrund eines Fehlers einen „Flash-Crash“ erlebt hatte. Der Bitcoin-Preis fiel vorübergehend auf 7.700 $ – und das wiederum führte dazu, dass Trader bei der Marge hohe Verluste hinnehmen mussten. Deribit hat zwischenzeitlich klargestellt, Nutzer nicht entschädigen zu wollen.

Zwei Beispiele, die eindeutig Inkompetenz auf höchstem Niveau beweisen. Sie sind jedoch keine Ausnahme. Tatsächlich ist es genau diese Leichtsinnigkeit, die die Kryptowährungsindustrie definiert. Müssen wir uns an die endlosen Hacks, die „Skandale“ erinnern, die sich scheinbar wöchentlich ereignen – und vor allem daran, dass über 95% des Kryptowährungs-Trading-Volumens im Wesentlichen gefälscht sind? Insgesamt scheint schmerzhaft klar zu sein, dass die Kryptowährungsindustrie einfach nicht über eine ausgereifte Infrastruktur verfügt, um auf die nächste Stufe zu gelangen.

Natürlich gibt es auch immer wieder Skandale an den Mainstream-Finanzmärkten. Der Kryptowährungsraum versucht jedoch, sich selbst zu legitimieren. Dennoch hat er immer noch diese Verbindung zur Untergrundkriminalität und zum Halbseidenen. Krypto wird als eine Art „Wilder Westen“ angesehen – und obwohl sich das langsam ändert, haben die dominanten Börsen keine entsprechende Reifung bewiesen.

Für diejenigen, die auf einen Bitcoin-ETF drängen, wäre es ratsam, sich zurückzuhalten. Jeder wünscht sich einen – es scheint aber schmerzhaft klar zu sein, dass die Industrie nicht bereit dafür ist. Sogar der bekannte Bitcoin-Bulle Tom Lee ist der Überzeugung, dass wir erst dann einen ETF erhalten, wenn Bitcoin 150.000 Dollar erreicht und sich unsere Marktinfrastruktur verbessert hat.

Also, vielleicht sollten wir im Moment nicht allzusehr von einem Bitcoin-ETF besessen sein. Besser wäre es womöglich, uns stattdessen darauf zu konzentrieren, die bereits bestehende Infrastruktur zu stärken und besser zugänglich zu machen.

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