Wegen Strommangel: China zwingt Bitcoin-Miner dazu, weniger Bitcoin zu schürfen

Strommangel China zwingt Bitcoin-Miner dazu, weniger Bitcoin zu minen
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Mit der nahenden Trockenzeit sind die Bitcoin-Miner in der chinesischen Provinz Sichuan gezwungen, ihren Stromverbrauch zu reduzieren.

Kommunaler Strombedarf hat Vorrang

Laut der Asia Times sollen die Behörden der Provinz Sichuan, China, die Bitcoin-Miner dazu anhalten, den Stromverbrauch zu senken. Die Nachricht folgt auf Beginn der Trockenzeit in Südwestchina, die normalerweise bis April dauert.

Während der Trockenzeit kommt es in der Provinz Sichuan zu Stromausfällen, da die Hauptstromversorgung der Region aus Wasserkraftwerken stammt. Quellen der lokalen Regierung zufolge erwarten die Behörden einen 30%igen Anstieg der Stromnachfrage gegenüber der vorangegangenen Trockenzeit.

Daher suchen die Behörden Berichten zufolge nach Möglichkeiten, um den „normalen“ Stromverbrauch der Bevölkerung sicherzustellen.

Einige Wasserkraftwerke haben bereits Strafen in Höhe von insgesamt 140.000 $ erhalten, weil sie ohne vorherige Genehmigung der lokalen Regierung in der Präfektur Sichuan Strom an die Bitcoin-Miner geliefert haben. Anfang Dezember berichtete die Asia Times, dass die Behörden Bitcoin-Miner sogar vorladen, um Fragen bezüglich der Besteuerung und Regulierung zu besprechen.

Die Provinz Sichuan kontrolliert etwa 50 % der weltweiten Bitcoin-Hash-Rate. Die in der Region ansässigen Miner müssen möglicherweise in Regionen umziehen, die hauptsächlich thermische Stromquellen nutzen.

Die innere Mongolei ist jedoch während der Trockenzeit möglicherweise keine Option mehr. Bereits im September begannen die Behörden in der Region mit einer systematischen Razzia der Bitcoin-Mining-Aktivitäten. Im November strich Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRD) das Bitcoin-Mining von der Liste der verbotenen industriellen Aktivitäten.

Die administrativen Hürden der chinesischen Bitcoin-Miner könnten ihre Kollegen im Westen über die Wintermonate dazu veranlassen, die Dominanz des chinesischen Bitcoin-Minings anzugreifen.

Hartes Jahr fürs Bitcoin-Mining

Während die betroffenen Bitcoin-Miner in der Provinz Sichuan darüber nachdenken, wie sie mit der Situation zurechtkommen sollen, war 2019 Berichten zufolge insgesamt ein schwieriges Jahr fürs Mining. Trotz der Hash-Rate und der Schwierigkeiten, auf ein Allzeithoch zu klettern, haben die Mining-Pools erhebliche Verluste erlitten.

Anders als Ende 2018 gab es keine Kapitulation der Hash-Rate, da die Miner von der flachen und manchmal negativen Preisaktion im Q4 2019 nicht abgeschreckt schienen. Einige glauben, dass das Engagement am Futures- und Optionsmarkt dazu führen könnte, dass die Miner mehr Durchhaltevermögen zeigen und Zugang zu Risikoabsicherungsinstrumenten haben.

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