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Schweizer Zentralbank: Bitcoin & Kryptowährungen kein gesundes Geld

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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Thomas Jordan, Direktor der Schweizer Zentralbank, sagt, dass Kryptowährungen kein gesundes Geld sind, doch Stablecoins haben das Potenzial, eine breite Akzeptanz zu finden.

Kryptowährungen werden keine Akzeptanz im Mainstream finden

Thomas Jordan, Präsident des Verwaltungsrates der Schweizerischen Nationalbank (SNB), sprach sich anlässlich einer Veranstaltung an der Universität Basel gegen das Leistungsversprechen von Bitcoin & Co. als Währung aus. Laut Jordan:

Krypto-Token besitzen nicht die Eigenschaften von „gutem“ Geld, das typischerweise im Laufe der Zeit stabil ist, allgemein akzeptiert wird und effiziente Zahlungen ermöglicht. Angesichts dieser Parameter erscheint es unwahrscheinlich, dass Krypto-Token in der Schweiz als Geld eingesetzt werden.

Jordan hob jedoch das Potenzial von Stablecoins hervor. Der Direktor der Schweizer Zentralbank erklärte, dass fiktiv gebundene Stablecoins zu einem Ersatz für traditionelle Fiat-Währungen werden könnten. Bitcoin ist bereits ein Ersatz für Fiat in Ländern wie der Türkei und Venezuela. Wenn die Währung eines Landes an Wert verliert und der Devisenhandel schwierig wird, wenden sich die Menschen in Richtung Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

Die Übertragung von Werten über Kryptowährungen ist derzeit effizienter als bei SWIFT-Überweisungen. Ein Beispiel dafür sind Bitcoin-Überweisungen im Wert von 100 Millionen Dollar, die in wenigen Minuten für ein paar hundert Dollar an Gebühren transferiert werden.

Stablecoins ein Vehikel der Zukunft?

Thomas Jordan ist nicht der erste europäische Bankier, der Stablecoins über Bitcoin stellt. Bereits im Mai 2019 sagte der politische Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB), Francois Villeroy de Galhau, dass Stablecoins letztendlich Bitcoin im Rennen um die Einführung des Mainstreams schlagen werden.

Diese scheinbare Liebe zu Stablecoins existiert jedoch nur im Rahmen einer digitalen Währung der Zentralbank (CBDC). Jordan machte diese Unterscheidung in seiner Rede deutlich:

Es ist wichtig, dass wir uns über die wirtschaftliche Funktion von Stablecoins im Klaren sind. Je nachdem, wie sie strukturiert sind, können Stablecoins die Merkmale einer Bankeinlage oder einer privat ausgegebenen Banknote aufweisen. Dies wäre der Fall für den Stablecoin in Schweizer Franken, wenn sie in großem Umfang für bargeldlose Zahlungen oder als Wertaufbewahrungsmittel verwendet werden würde, da sie effektiv ein Ersatz für Schweizer Franken-Bankeinlagen werden würde.

Libra erfordert internationale regulatorische Zusammenarbeit

Zu diesem Zweck werden Stablecoin-Projekte wie Facebook’s Libra nicht ohne weiteres eine „Genehmigung“ in Europa erhalten. Jordan kommentierte das Projekt und sagte, dass Regulierungsbehörden aus der ganzen Welt im Einklang arbeiten müssten, um die Operationen angemessen zu überwachen.

Behörden in Deutschland und Frankreich haben sich kürzlich gegen die Kryptowährung Libra ausgesprochen. In der Zwischenzeit sagen die Schweizer Regulierungsbehörden, dass sie strenge Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) im Rahmen des Projekts durchsetzen werden.

Textnachweis: bitcoinist, OSATO AVAN-NOMAYO

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