XRP: Diese On-Chain-Daten geben Anlass zur Sorge

Niko Klement
Geschrieben von Von
Niko Klement
Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.

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XRP: Diese On-Chain-Daten geben Anlass zur Sorge

Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt positiv. Bitcoin ist zwischenzeitlich auf 116.000 Dollar gestiegen und auch die Befürchtungen, dass die Kryptowährung noch einmal unter die Schwelle von 100.000 Dollar fällt, werden seltener. Parallel dazu verzeichnen zahlreiche Altcoins zweistellige Tagesgewinne. Lediglich XRP hinkt der allgemeinen Marktbewegung erneut hinterher. Für Investoren bedeutet das vor allem eines: Geduld. Allerdings ist das nicht das erste Mal, dass XRP-Halter geduldig sein müssen. On-Chain-Daten zeigen jedoch, dass die XRP-Community deutlich kleiner sein könnte, als bisher angenommen.

Mit wenig Kapital bereits in den Top 10 Prozent

Kaum ein Coin polarisiert so stark wie XRP. Die Community gilt als besonders engagiert, die Erwartungen sind aber oft völlig überzogen. Immer wieder kursieren Fantasiezahlen, nach denen XRP eines Tages bei 100 bis 1.000 US-Dollar stehen soll. Solche Prognosen stützen sich meist auf die Hoffnung, Ripple könne das SWIFT-System ersetzen. In der Realität ist das ausgeschlossen, da sich keine Bank der Welt von einem einzelnen US-Unternehmen abhängig machen wird.

Hinzu kommt, dass Banken den XRP-Coin nicht kaufen müssen, um Ripples Infrastruktur zu nutzen, was viele Ripple-Anhänger scheinbar gar nicht wissen. Während Influencer von utopischen Kursen sprechen, zeigen On-Chain-Daten ein anderes Bild. Schon mit 2.396 XRP, aktuell weniger als 7.200 US-Dollar, gehört man zu den obersten 10 Prozent aller XRP-Halter, was Anleger zum XRP kaufen mit relativ geringen Beträgen ermutigt.

Hohe Konzentration und Abverkäufe belasten den Kurs

Ein Blick in die Verteilung verdeutlicht die Probleme. Zwar existieren über 6,6 Millionen XRP-Wallets, tatsächlich aktiv ist davon jedoch nur ein Bruchteil. Die Zahl realer Halter wird auf etwa eine Million geschätzt. Für die drittgrößte Kryptowährung der Welt ist das erstaunlich wenig.

Das größte Problem bleibt jedoch Ripple selbst. Das Unternehmen hält einen erheblichen Teil aller Coins zurück und verkauft regelmäßig große Mengen am Markt. Jeder stärkere Kursanstieg wird genutzt, um Bestände zu liquidieren. Neben Ripple selbst stößt auch Mitgründer Chris Larsen, der XRP im Wert von rund 7 Milliarden US-Dollar hält, regelmäßig Coins ab. Damit unterscheidet sich Ripple fundamental von Projekten wie Bitcoin oder Ethereum, und die aktuellen Entwicklungen spiegeln sich auch in der XRP Prognose wider, die aufgrund dieser strukturellen Probleme eher verhalten ausfällt.

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Niko Klement
Krypto-Marktanalyst & Redakteur

Sein Fokus liegt auf institutioneller Adoption und Altcoin-Ökosystemen wie XRP, Solana und Ethereum. Vor seinem Wechsel in den Journalismus arbeitete er über zehn Jahre in Logistik und Prozessoptimierung. Er schreibt für Leser, die Substanz statt Hype suchen.