Strategy kauft weitere 4.225 Bitcoin – Gesamtbestand nun über 600.000 BTC

Patrik
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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Strategy kauft weitere 4.225 Bitcoin – Gesamtbestand nun über 600.000 BTC

Der institutionelle Bitcoin-Käufer Strategy, früher bekannt unter dem Namen MicroStrategy, hat erneut seine Position ausgebaut. Wie aus einem am 14. Juli eingereichten Dokument bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, kaufte das Unternehmen zwischen dem 7. und 13. Juli insgesamt 4.225 Bitcoin im Gegenwert von etwa 472,5 Millionen US-Dollar.

Der durchschnittlich gezahlte Preis lag bei 111.827 US-Dollar pro BTC. Damit hält das Unternehmen nun 601.550 Bitcoin – eine symbolträchtige Marke, die unterstreicht, wie zentral Bitcoin mittlerweile für die Unternehmensstrategie geworden ist.

Wertzuwachs von 70 Prozent – Buchgewinne über 29 Milliarden Dollar

Die Käufe haben nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Bilanz der Firma deutlich beeinflusst. Laut aktuellen Marktdaten beläuft sich der Marktwert von Strategy's Bitcoin-Bestand auf etwa 72,74 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von fast 70 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Kaufpreis von 42,87 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Einstiegskurs liegt damit bei rund 71.268 US-Dollar pro Coin.

Diese Zahlen markieren eine der erfolgreichsten institutionellen Bitcoin-Strategien weltweit. Strategy gilt seit Jahren als Vorreiter unter börsennotierten Unternehmen, die Bitcoin nicht nur als Wertspeicher, sondern als aktives Finanzinstrument nutzen.

Finanzierung über Aktienverkäufe – Milliarden durch neue Anteilsscheine

Finanziert wurde die jüngste Kaufwelle durch mehrere Aktienemissionen. Das Unternehmen verkaufte rund 797.008 MSTR-Stammaktien und erzielte damit Einnahmen in Höhe von 330,9 Millionen Dollar. Hinzu kamen Erlöse aus dem Verkauf von Vorzugsaktien: 71,1 Millionen Dollar durch STRK, 55,3 Millionen durch STRF und weitere 15 Millionen durch STRD.

Insgesamt summiert sich das auf 472,5 Millionen Dollar – exakt der Betrag, den Strategy für die 4.225 BTC bezahlt hat. Besonders bemerkenswert: Laut dem Analysten Ragnar erzielte Strategy damit während der geöffneten Handelszeiten der Börse 14,53 Millionen Dollar pro Stunde bzw. rund 242.000 Dollar pro Minute. Das sei eine „beeindruckende Leistung im Vergleich zu anderen Treasury-Unternehmen“.

Strategy veröffentlichte zudem eine neue betriebswirtschaftliche Kennzahl: den sogenannten „Bitcoin Yield“. Dieser misst das Verhältnis zwischen den Bitcoin-Beständen und der vollständig verwässerten Aktienanzahl. Für das laufende Jahr 2025 liegt der Bitcoin Yield bei 20,2 Prozent – ein Indikator dafür, wie effizient das Unternehmen durch Bitcoin-Wertsteigerungen pro Aktie wirtschaftet, ohne Coins verkaufen zu müssen.

Auch die Vorzugsaktien selbst erzielen laut Unternehmensangaben mittlerweile eine aufs Jahr hochgerechnete Ertragsrate von 7,35 Milliarden US-Dollar – ein Hinweis darauf, dass die Kapitalstruktur von Strategy ebenfalls stark von der Bitcoin-Dynamik profitiert.


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Metaplanet investiert ebenfalls – 797 BTC für über 93 Millionen Dollar

Am selben Tag meldete auch das japanische Unternehmen Metaplanet einen größeren Zukauf: Das Unternehmen erwarb 797 BTC für insgesamt 93,6 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis betrug dabei 117.451 US-Dollar pro Coin.

Metaplanet, das aufgrund seiner aggressiven Bitcoin-Strategie häufig als „Asiens MicroStrategy“ bezeichnet wird, hat damit seinen Bestand auf insgesamt 16.352 BTC ausgebaut. Das Unternehmen hat im Jahr 2025 rund 1,64 Milliarden Dollar für seine BTC-Bestände aufgewendet, bei einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 100.191 Dollar.

Im Unterschied zu Strategy liegt der Bitcoin Yield von Metaplanet auf einem geradezu spektakulären Niveau: 435,9 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Diese Zahl unterstreicht die starke Kursentwicklung sowie die hohe Kapitalrendite pro Aktie, die das Unternehmen aus seiner Bitcoin-Strategie gezogen hat.

Mit diesem Ergebnis steigt Metaplanet in die Top 5 der weltweit größten Unternehmenshalter von Bitcoin auf – noch vor Branchengrößen wie Galaxy Digital, CleanSpark und sogar Tesla. Die Positionierung dürfte dem Unternehmen auch langfristig Aufmerksamkeit von institutionellen Investoren sichern, die auf der Suche nach Krypto-Exposure über börsengehandelte Titel sind.

Die Bitcoin-Treasury-Welle rollt weiter

Strategy und Metaplanet zeigen eindrucksvoll, wie sich der Bitcoin als strategischer Vermögenswert in Unternehmensbilanzen etabliert. Während Strategy mit einem Bestand von über 600.000 BTC weiterhin einsame Spitze bleibt, holt Metaplanet mit aggressiven Käufen und hohem Bitcoin Yield rasant auf.

Beide Unternehmen nutzen dabei geschickt den Kapitalmarkt, um ihre Bestände zu finanzieren – ein Modell, das offenbar auch in steigenden Märkten funktioniert. Die Kombination aus aktivem Treasury-Management, Shareholder-Kommunikation und Bitcoin als zentrales Asset wird damit zur Blaupause für eine neue Unternehmensgeneration im digitalen Zeitalter.

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