SEC genehmigt drei XRP-Futures-ETFs von ProShares – Ein historischer Moment für Ripple
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat am 30. April offiziell die Genehmigung für drei XRP-basierte Futures-ETFs des Vermögensverwalters ProShares Trust erteilt. Damit könnte sich der institutionelle Zugang zu XRP deutlich verbessern – und Ripple einen wichtigen Etappensieg sichern.
Drei neue XRP-Futures-ETFs: Details im Überblick
Bereits am 17. Januar, kurz vor der Amtseinführung des nun kryptofreundlichen Präsidenten Donald Trump, hatte ProShares folgende ETFs beantragt:
- Ultra XRP ETF: bietet 2-fache Hebelwirkung (2x Long)
- Short XRP ETF: bietet inverse -1x Hebelwirkung (Short)
- Ultra Short XRP ETF: bietet inverse -2x Hebelwirkung (stärkerer Short)
Diese ETFs werden die zweite, dritte und vierte XRP-bezogene börsengehandelte Fondsstruktur in den USA darstellen. Der erste XRP-Futures-ETF, aufgelegt von Teucrium, startete bereits am 8. April an der New Yorker Börse (NYSE) und erlebte eine „hervorragende Resonanz“.
Futures-ETFs: Keine echten XRP, aber wichtig für den Markt
Wichtig zu verstehen: Die neuen ProShares-ETFs basieren auf XRP-Futures-Kontrakten und nicht auf physischen XRP-Token. Das bedeutet:
- Anleger spekulieren auf die Kursbewegung von XRP, ohne die Kryptowährung selbst zu halten.
- Die ETFs orientieren sich am XRP-Index.
ProShares hat zusätzlich auch einen Antrag auf Spot-XRP-ETFs gestellt, über den die SEC jedoch noch nicht entschieden hat. Parallel dazu wurde in Brasilien bereits der weltweit erste Spot-XRP-ETF von Hashdex eingeführt – ein Hinweis darauf, dass andere Länder bei Krypto-Innovationen möglicherweise schneller agieren als die USA.
Ripple und die SEC: Vom Rechtsstreit zum Neuanfang
Ripple hatte jahrelang eine schwierige Beziehung zur SEC:
- 2020 verklagte die SEC Ripple wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapierrecht durch den Verkauf von XRP.
- Im Juli 2023 entschied ein US-Gericht teilweise zugunsten von Ripple: XRP gilt auf dem Sekundärmarkt nicht als Wertpapier.
- Allerdings musste Ripple wegen institutioneller Verkäufe ein Bußgeld von 125 Millionen US-Dollar zahlen.
Nach jahrelangem Rechtsstreit gab Ripple-CEO Brad Garlinghouse am 19. März bekannt, dass die SEC ihre Berufung aufgeben wolle – ein Meilenstein, der von Garlinghouse als „historischer Sieg“ gefeiert wurde. Am 10. April 2025 reichten Ripple und die SEC gemeinsam einen Antrag ein, das Verfahren zu pausieren und über Vergleichsbedingungen zu verhandeln.
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Neues Klima unter Präsident Trump
Seit Donald Trumps Rückkehr ins Amt hat sich die Einstellung der SEC gegenüber Krypto deutlich verändert:
- Paul Atkins, ein Krypto-Befürworter und ehemaliger SEC-Kommissar, leitet die Behörde.
- Atkins erklärte bei einer Anhörung der SEC Crypto Task Force:
„Der Markt selbst zeigt deutlich, dass das bestehende regulatorische Rahmenwerk dringend überarbeitet werden muss.“
Damit deutet sich ein neues, freundlicheres Umfeld für Kryptowährungen in den USA an – ein Faktor, der den gesamten Sektor nachhaltig beeinflussen könnte. Die Genehmigung der XRP-Futures-ETFs und der wahrscheinliche Abschluss des SEC-Rechtsstreits könnten:
- Den Weg für einen Spot-XRP-ETF in den USA ebnen.
- Neue institutionelle Nachfrage nach XRP schaffen.
- Ein wichtiges Präzedenzurteil liefern: Token, die an Börsen gehandelt werden, sind nicht automatisch Wertpapiere.
Dies wäre nicht nur ein großer Sieg für Ripple, sondern könnte auch die rechtliche Grundlage für viele andere Kryptowährungen verbessern – und damit die Massenadoption von digitalen Vermögenswerten beschleunigen.