Institutionelle Investoren reduzieren Bitcoin-ETF-Anteile

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Institutionelle Investoren reduzieren Bitcoin-ETF-Anteile

Laut einem neuen Bericht von CoinShares ziehen sich institutionelle Investoren teilweise aus US-basierten Bitcoin-ETFs zurück. Der Bericht vom 5. Juni basiert auf offiziellen 13-F-Meldungen von Vermögensverwaltern mit mindestens 100 Millionen US-Dollar an verwaltetem Kapital.

Zum Stichtag 31. März hielten diese Investoren noch 21,2 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs – ein deutlicher Rückgang gegenüber 27,4 Milliarden zum Ende des Vorquartals. Das entspricht einem Minus von 23 %, während der Gesamtmarkt der Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum nur 12 % verloren hat. Der Bitcoin-Preis fiel im ersten Quartal um 11 %.

Hedgefonds waren die Hauptverkäufer. Sie reduzierten ihre Bestände um fast ein Drittel, vor allem wegen schrumpfender Gewinne aus dem sogenannten Basis-Trade – also der Arbitrage zwischen Spot- und Futures-Preisen. Dieser hatte sich 2024 stark gelohnt, verliert aber nun an Attraktivität.

Finanzberater legen nach, Hedgefonds verkaufen

Nicht alle Investoren zogen sich zurück. Finanzberater weiteten ihre Positionen aus – zumindest, wenn man in Bitcoin rechnet. Zwar sank der Wert ihrer Bestände in US-Dollar, aber die Menge der gehaltenen BTC stieg. Dadurch stieg ihr Anteil auf 50 % aller gemeldeten ETF-Bestände.

  • Hedgefonds hielten nur noch 32 %,
  • Brokerhäuser rund 10 %.

Bei der Anzahl der Investoren dominierten ebenfalls die Berater: 81 % der 755 meldenden Firmen gehörten in diese Kategorie. Trotz des Rückgangs halten professionelle Investoren insgesamt noch rund 23 % aller Bitcoin-ETF-Vermögenswerte – ein leichter Rückgang gegenüber den 26,3 % im vierten Quartal 2024.

CoinShares sieht den Rückzug als taktisch, nicht strukturell. Viele Institute hätten weiterhin nur geringe Allokationen in Bitcoin (weniger als 1 % der Portfolios). Man rechnet mit steigenden Engagements, sobald klare Regeln vorliegen, interne Genehmigungen erfolgen und Bildungslücken geschlossen werden.


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IBIT von BlackRock bleibt Favorit – Rückzug und Neueinstiege

Drei große ETFs dominierten die Investments:

  • BlackRock IBIT führte mit 12,7 Milliarden US-Dollar aus professionellen Quellen.
  • Fidelitys FBTC lag bei 3,6 Milliarden,
  • Grayscale GBTC bei 2,2 Milliarden.

Diese drei Produkte vereinten zusammen 85 % des institutionellen Kapitals. Einige Investoren stiegen ein, andere zogen sich zurück:

  • Goldman Sachs und Macquarie investierten neu oder erhöhten ihre Anteile um 206 Mio. USD bzw. 136 Mio. USD.
  • Millennium Management, einer der größten Hedgefonds, verkaufte für 980 Mio. USD.
  • Bracebridge Capital liquidierte 335 Mio. USD.
  • Der Pensionsfonds von Wisconsin stieg komplett aus (323 Mio. USD),
  • während der souveräne Fonds Abu Dhabis auf 411 Mio. USD aufstockte.

Im Gegensatz dazu kauften viele Unternehmen weiter BTC auf ihre Bilanzen. CoinShares schätzt, dass Firmen-Bestände im Jahr 2025 bisher um 18,7 % gestiegen sind – auf 1,98 Millionen Bitcoin Mitte Mai.

Diese Unternehmen orientieren sich offenbar an der Strategie von MicroStrategy (heute: Strategy), die Bitcoin als Bilanzreserve nutzen. Institutionelle Verwalter hingegen nahmen Gewinne mit, nachdem der Bitcoin-Kurs im Februar 2025 über 100.000 US-Dollar gestiegen war.

Institutionelle Anleger schichten um. Während Hedgefonds Gewinne sichern und sich vorübergehend zurückziehen, bauen Finanzberater und Unternehmensbilanzen ihre BTC-Bestände weiter aus. Die strukturelle Nachfrage bleibt bestehen – das institutionelle Interesse verlagert sich, nicht aber der Trend.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.