Conor McGregor will Bitcoin in Irlands Staatsreserven verankern
Der frühere UFC-Champion und irische Präsidentschaftsbewerber Conor McGregor hat am 30. Mai seine Ambitionen bekräftigt, Bitcoin als strategisches Reservevermögen für Irland zu etablieren. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) kündigte er einen „dezentralen Plan für nationale Souveränität“ an und erklärte, dass Deutschland in dieser Hinsicht „den Ball fallengelassen“ habe – Irland werde es anders machen. In seinem Post taggte er El Salvadors Präsident Nayib Bukele, der den Beitrag anschließend weiterverbreitete.
I want to build on the amazing feats president @nayibbukele has achieved in El Salvador.
Germany dropped the ball - Ireland will not.
Using crypto, I plan on establishing a decentralised blueprint for sovereignty.
One that others can also adopt to reclaim their nations.
I…
— Conor McGregor (@TheNotoriousMMA) May 29, 2025
3 Nachricht folgt auf eine Reihe öffentlicher Bitcoin-Statements McGregors. Bereits am 9. Mai forderte er in einem viralen X-Post: „Krypto wurde erschaffen, um den Menschen die Macht zurückzugeben. Eine irische Bitcoin-Reserve gibt dem Geld der Menschen Macht zurück.“ In der Ankündigung eines geplanten Twitter-Spaces erklärte McGregor: „Ich will erklären, was sich ändern muss. Der Sieg gehört Irland!“
Sein Ziel: Irland soll dem Beispiel El Salvadors folgen, das 2021 als erstes Land weltweit Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführte und eine staatliche Bitcoin-Reserve aufbaute. McGregor sieht darin einen Weg zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit – und zu einem neuen geldpolitischen Selbstbewusstsein.
Nationale Bitcoin-Reserve? Vision trifft auf Realität
Während McGregors Vorschlag auf breite Aufmerksamkeit in der Bitcoin-Community stößt – darunter von Anthony Pompliano („The Pomp Podcast“) und David Bailey (CEO von BTC Inc.) – bleiben erhebliche Hürden bestehen. Irland ist fest in den institutionellen Rahmen der Europäischen Union eingebunden. Währungs- und Geldpolitik werden durch die Europäische Zentralbank (EZB) bestimmt, und bislang gilt Bitcoin weder als offizielles Reserve- noch als gesetzliches Zahlungsmittel in einem EU-Staat.
Die Einführung einer nationalen Bitcoin-Reserve würde daher einen historischen Präzedenzfall schaffen – und müsste vermutlich mit der irischen Zentralbank sowie den EU-Gremien abgestimmt werden. Vor diesem Hintergrund ist McGregors Vorschlag nicht nur ein nationales Thema, sondern ein potenzielles politisches Minenfeld innerhalb der Europäischen Union.
Gleichzeitig spiegelt sein Vorstoß einen wachsenden globalen Trend wider: Staaten wie El Salvador, die Vereinigten Arabischen Emirate und zuletzt auch Politiker in den USA setzen zunehmend auf digitale Vermögenswerte zur Diversifikation ihrer Staatsreserven. McGregors Ansatz knüpft an diese Dynamik an – mit dem klaren Ziel, Irland in diese Reihe einzufügen.
Ähnliche Themen:
? JAN3-Chef Samson Mow: „Bitcoin wird zur strategischen Ressource für Staaten“
? Truflation-Analyse: Inflationsdaten deuten auf bevorstehenden Bitcoin-Anstieg hin
? Trump-Regierung prüft Gold-Neubewertung zur Aufstockung der Bitcoin-Reserven
Bitcoin als Wahlkampfthema: Neue Debatte um Geld und Souveränität
Mit seiner Bitcoin-Initiative verleiht Conor McGregor dem irischen Präsidentschaftswahlkampf eine neue Dimension. Die Wahl ist spätestens für den 11. November 2025 angesetzt – bis dahin dürfte sein Vorschlag heftig diskutiert werden. Denn auch wenn McGregors politische Erfahrung begrenzt ist, versteht er es, Debatten zu dominieren. Sein Name allein bringt Aufmerksamkeit – sein Thema bringt Zündstoff.
Ob Irland tatsächlich eine staatliche Bitcoin-Reserve aufbaut, bleibt ungewiss. Doch McGregors Kampagne hat bereits einen wichtigen Effekt: Die Diskussion über digitale Vermögenswerte wird nun auch in Irland auf nationaler Ebene geführt. Damit reiht sich das Land in eine internationale Debatte über monetäre Souveränität, technologische Innovation und die Zukunft des Finanzsystems ein.