Charles Hoskinson nicht zum Krypto-Gipfel im Weißen Haus eingeladen
- Cardano-Gründer Charles Hoskinson wurde nicht zum Krypto-Roundtable im Weißen Haus eingeladen und reist stattdessen nach Japan.
- Hoskinson betont, dass echte regulatorische Fortschritte durch den Kongress und nicht durch ein Treffen im Weißen Haus erreicht werden.
- Er kritisiert die Fokussierung der Branche auf symbolische Meetings statt auf langfristige, nachhaltige politische Arbeit.
Cardano-Gründer auf dem Weg nach Japan
Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano, hat bestätigt, dass er nicht zur Krypto-Runde im Weißen Haus am 7. März eingeladen wurde. Während sich Branchenführer und Politiker auf das vierstündige Treffen in Washington vorbereiten, zieht es Hoskinson nach Japan, wo er die Cardano-Community und lokale Regulierungsbehörden treffen wird.
In einem Livestream mit dem Titel "Japan" kommentierte Hoskinson das Treffen im Weißen Haus und stellte infrage, ob solche Events langfristig einen großen Einfluss auf die Krypto-Politik haben. "Wir haben keine Einladung am Montag erhalten. Keine Einladung am Dienstag. Und heute, am Mittwoch, auch nicht", sagte er zu den Spekulationen in sozialen Netzwerken. "Also gehe ich davon aus, dass ich nicht eingeladen wurde."
Japan https://t.co/peiPttXCpE
— Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) March 6, 2025
Regulierung geht über das Weiße Haus hinaus
Hoskinson stellte klar, dass zwar Treffen mit Regierungsvertretern Aufmerksamkeit erzeugen, doch die eigentliche Regulierungsarbeit in den zuständigen Ausschüssen und Verwaltungsbehörden stattfindet. "Der Präsident unterschreibt Gesetze, aber geschrieben werden sie vom Kongress", erklärte er und verwies auf aktuelle Gesetzesinitiativen zu Stablecoins und Marktstrukturen.
Die Regulierung von Kryptowährungen ist eine komplexe Aufgabe, die laut Hoskinson weit über ein einzelnes Meeting hinausgeht. Er betonte, dass verschiedene US-Behörden wie die SEC, die CFTC und das Finanzministerium an klaren rechtlichen Definitionen arbeiten müssen, bevor eine umfassende Krypto-Politik entstehen kann.
Krypto ist ein globales Thema
Ein weiteres zentrales Thema war die Unklarheit darüber, welche Kryptowährungen als "amerikanisch" gelten könnten, insbesondere im Zusammenhang mit geplanten Steuererleichterungen. Hoskinson stellte infrage, ob Ethereum als US-Projekt gelten könne, da es in der Schweiz gegründet wurde und sein ICO dort stattfand. Auch Bitcoin sei schwer zu klassifizieren, da der Erfinder unbekannt ist.
Er forderte eine stärkere internationale Zusammenarbeit in der Krypto-Regulierung und verwies auf Länder wie die Schweiz, die VAE, Großbritannien und Japan, die bereits seit Jahren regulatorische Rahmenbedingungen für Kryptowährungen geschaffen haben.
"Dies ist eine globale Industrie, nicht nur eine amerikanische", betonte er. "Wo sind die internationalen Regulierer in diesem Prozess?"
Japan als wichtiger Markt für Cardano
Hoskinsons Reise nach Japan unterstreicht die internationale Ausrichtung von Cardano. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 spielt Japan eine zentrale Rolle für das Netzwerk, sowohl in Bezug auf die Community als auch die Regulierung. "Cardano ist für die ganze Welt", sagte Hoskinson.
"Deshalb waren wir in Afrika, deshalb haben wir in Argentinien eine Verfassungskonvention organisiert, und deshalb reisen wir jetzt nach Japan."
Er kritisierte zudem, dass sich viele in der Krypto-Branche zu sehr auf symbolische Auftritte konzentrieren, anstatt nachhaltige politische Arbeit zu leisten. "Wenn du glaubst, dass dein Krypto-Projekt erfolgreich sein wird, nur weil jemand zu einem Prestige-Event im Weißen Haus eingeladen wurde, dann verstehst du nicht, wie die US-Regierung funktioniert", sagte er.
Zukunftspläne für Cardano
Während die politische Debatte über Krypto-Regulierungen in den USA weitergeht, konzentriert sich Hoskinson auf die Weiterentwicklung von Cardano. Zu den nächsten Schritten gehören:
- Die Erweiterung von Bitcoin-DeFi-Funktionen auf Cardano,
- Die Implementierung neuer Governance-Mechanismen mit Leios,
- Fortschritte im Midnight-Privacy-Projekt,
- Die Zusammenarbeit mit internationalen Regulierungsbehörden in Europa, dem Nahen Osten und Südamerika.
Trotz der regulatorischen Unsicherheiten sieht Hoskinson die Notwendigkeit einer langfristigen politischen Zusammenarbeit.
"Krypto-Gesetze müssen so geschrieben sein, dass sie die Zeit überdauern – genau wie der Securities Exchange Act von 1933, der noch heute relevant ist", sagte er abschließend.