Charles Hoskinson fordert Bitcoin-basiertes Finanzsystem

Patrik
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Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Charles Hoskinson fordert Bitcoin-basiertes Finanzsystem

Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat sich für ein völlig neues Geldsystem ausgesprochenein „krypto-natives Bretton-Woods“, wie er es nennt. Dabei soll Bitcoin (BTC) die Rolle eines stabilen Ankers übernehmen, ähnlich wie früher Gold den US-Dollar gedeckt hat. Laut Hoskinson wäre das der richtige Weg, um ein neues, stabiles und dezentral organisiertes Finanzsystem aufzubauen – ganz ohne Banken oder zentrale Verwahrer.

„Bitcoin existiert, weil wir uns nach der Finanzkrise 2008 von den alten Finanzsystemen getrennt haben“, sagte Hoskinson auf einer Podiumsdiskussion. Zentralisierte Stablecoins, die auf US-Dollar beruhen, sieht er kritisch: „Das ist, als würde man seine Kinder fürs Wochenende dem Ex-Partner überlassen.“

Stattdessen plädiert er für algorithmische Stablecoins, also digitale Währungen, die nicht durch Fiatgeld oder Bankkonten gedeckt, sondern vollständig dezentral gesteuert sind.

Bitcoin als Fundament für DeFi und stabile Werte

Hoskinson erinnerte daran, dass er schon früh an algorithmischen Dollar-Projekten wie BitUSD mitgearbeitet hat. Auch das auf Cardano basierende Projekt Djed sei ein funktionierendes Beispiel. Aber sein eigentliches Ziel ist ambitionierter: eine Bitcoin-basierte, algorithmische Stablecoin, ganz ohne Drittparteien.

Die Idee: BTC wird als einziges Sicherheiten-Asset genutzt, ähnlich wie Gold im historischen Bretton-Woods-System. Über Smart Contracts könnten Nutzer BTC verleihen, im Gegenzug Stablecoins erhalten, und später mit Zins ihren BTC zurückbekommen – ohne ihn verkaufen zu müssen.

Hoskinson sieht darin eine Möglichkeit, wie Bitcoin-Nutzer auf reale Vermögenswerte wie Immobilien oder geistiges Eigentum zugreifen können, ohne ihre Coins zu verlieren. Alles soll nicht-kustodial, also ohne zentrale Verwahrung, funktionieren – vollständig unter Kontrolle der Nutzer selbst.


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Engpass voraus: Bitcoin wird knapp

Laut Hoskinson wird die Nachfrage nach Bitcoin in den kommenden 24 bis 36 Monaten stark steigen. Gründe dafür seien unter anderem:

  • Staatliche Käufe von BTC (besonders in den USA)
  • Institutionelle Investoren
  • Neue gesetzliche Rahmenbedingungen (ein US-Marktstrukturgesetz sei im August zu erwarten)

Das werde zu einer massiven Verknappung führen. Langfristige Bitcoin-Besitzer – wie etwa jemand, der 10.000 BTC für unter 1 Dollar gekauft hat – würden ihre Coins nicht verkaufen wollen, um keine Kapitalertragssteuer zahlen zu müssen. Stattdessen würden sie lieber über DeFi-Modelle Steuer-neutral verleihen und vom Wertzuwachs leben.

Hoskinson zeigte sich überzeugt: Das aktuelle Fiat-System ist nicht nachhaltig. Er verwies auf die jährliche Entwertung des US-Dollars um 8–10 % und bezeichnete das bestehende Finanzsystem als „größten Schneeballsystem der Menschheitsgeschichte“.

Bitcoin sei hingegen das erste wirklich harte Geld seiner Generation – also eine Währung mit fester Obergrenze und echtem Wert. Seine Vision: Ein dezentrales Finanzsystem auf Basis von Bitcoin, das Stabilität bietet, ohne sich dem Einfluss von Banken oder Regierungen zu unterwerfen.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.