Bitwise schlägt Alarm: Alles spricht für einen neuen Bitcoin-Bullenmarkt
Ein neuer Marktbericht des Vermögensverwalters Bitwise Europe sendet ein klares Signal: Alle zentralen Kennzahlen für Risiko, Liquidität und makroökonomische Dynamik deuten auf eine massive Aufwärtsbewegung bei Bitcoin hin. Laut dem Bericht könnte dies „einen erheblichen Rückenwind“ für den Krypto-Leitwert bedeuten. Bereits in der letzten Woche ist der Bitcoin-Kurs von 101.000 auf über 108.000 US-Dollar gestiegen – gestützt durch rückläufige Inflation, Entspannung in der Geopolitik und eine zunehmend lockere Haltung der US-Notenbank (Fed).
Stimmungsindikatoren schlagen aus: Optimismus kehrt zurück
Der hauseigene Cryptoasset Sentiment Index von Bitwise erreichte seinen höchsten Stand seit Mai. Das bedeutet: Die Marktteilnehmer sind wieder klar bullisch eingestellt.
Ein wichtiger Treiber dieses Optimismus ist der Kapitalzufluss in Bitcoin-ETFs (börsengehandelte Fonds). Diese verzeichneten laut Bitwise in diesem Jahr bereits 14,3 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen – ein Rekordwert. Allein letzte Woche flossen über 2,2 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETPs (Exchange Traded Products) weltweit, was einem Zuwachs von über 20.000 BTC entspricht.
Besonders bemerkenswert: Die US-Spot-Bitcoin-ETFs befinden sich aktuell in einer 14-tägigen Serie täglicher Nettozuflüsse – nur zwei Tage weniger als der Rekord im Januar 2024.
Warum Investoren plötzlich wieder Risiko suchen
Bitwise identifiziert vor allem eine sinkende makroökonomische Unsicherheit als Grund für die gestiegene Risikobereitschaft. Im Juli könnten neue US-Handelsabkommen mit Kanada unterzeichnet werden, und selbst zwischen Washington und Teheran herrscht ein versöhnlicher Ton.
Ebenfalls bemerkenswert: Donald Trump hat vorgeschlagen, Sanktionen gegen Iran aufzuheben, sollte sich das Land kooperativ verhalten. Gleichzeitig deutet Fed-Chef Jerome Powell an, dass die nächste Zinssenkung zeitlich eng mit Fortschritten in der Handelspolitik verknüpft sein könnte. Die Bitwise-Analyse bringt es auf den Punkt:
„Das Zusammenspiel aus geopolitischer Entspannung, geringerer Unsicherheit in der Handelspolitik und einer potenziell expansiven Geldpolitik dürfte die Marktstimmung weiter verbessern – und Bitcoin sowie anderen Kryptoanlagen erheblichen Rückenwind verleihen.“
Auch die Blockchain-Daten geben Grund zur Zuversicht:
- Wal-Wallets (Adressen mit über 1.000 BTC) zogen letzte Woche 8.740 BTC von Börsen ab.
- Die Bitcoin-Reserven auf Börsen sanken auf nur noch 2,898 Millionen BTC – das sind nur 14,6 % der verfügbaren Gesamtmenge.
- Der Verkaufsdruck auf Spotbörsen ging von 2,2 Mrd. auf nur noch 500 Mio. US-Dollar zurück.
Diese Zahlen deuten auf eine sinkende Verkaufsbereitschaft großer Marktteilnehmer hin – ein starkes bullisches Signal.
Derivate-Märkte noch vorsichtig – aber kein Widerspruch
Im Bereich der Derivate zeigt sich ein etwas gemischtes Bild:
- Die offenen Positionen bei Bitcoin-Futures gingen um rund 20.000 BTC zurück.
- Die Funding Rates (Zinszahlungen zwischen Long- und Short-Positionen) deuten auf eine leichte Short-Dominanz hin.
- Gleichzeitig sind die Optionsmärkte ruhiger geworden: Das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen sank auf 0,59, und die implizite Volatilität für Einmonatsoptionen fiel auf 38 %.
Bitwise bewertet dies als kurzfristige Konsolidierung innerhalb eines langfristig intakten Aufwärtstrends.
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Risikoappetit steigt auch an den traditionellen Märkten
Bitwises Cross-Asset Risk Appetite Index (CARA), der die Risikobereitschaft über verschiedene Anlageklassen hinweg misst, stieg von 0,31 auf 0,49. Das zeigt, dass Investoren wieder bereit sind, in wachstumsorientierte Anlagen zu investieren – ein typisches Zeichen für den Beginn eines neuen Marktzyklus.
Auch Altcoins profitieren: In der vergangenen Woche schnitten 70 % der beobachteten Altcoins besser ab als Bitcoin. Historisch gesehen signalisiert das häufig den Beginn eines neuen Bullenmarkts.
Bitwise verzichtet zwar auf konkrete Kursziele, aber die Einschätzung ist eindeutig: Wenn geopolitische Entspannung, Fortschritte in der Handelspolitik, eine dovishe US-Notenbank und massive ETF-Zuflüsse zusammentreffen, dann ist mit einer Rückkehr der weltweiten Risikoappetenz zu rechnen.
Und das bedeutet: Bitcoin dürfte weiter steigen. Besonders spannend: Sollten die US-Spot-ETFs diese Woche nur noch drei weitere Tage Nettozuflüsse verzeichnen, wird der alte Rekord von Anfang 2024 gebrochen – ein symbolischer Meilenstein.