Bitcoin unter $80.000: CryptoQuant-CEO erklärt das Ende des Bullenmarkts

Patrik
Geschrieben von Von
Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

Mehr Lesen
Risikohinweis:
Alle Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen... Mehr lesen
Bitcoin unter $80.000: CryptoQuant-CEO erklärt das Ende des Bullenmarkts
  • Bitcoin fällt unter $80.000 – CEO von CryptoQuant sieht Bärenmarkt bestätigt

  • Realized Cap steigt, Market Cap stagniert – ein klassisches Bear-Signal

  • Erholung laut On-Chain-Daten frühestens in sechs Monaten wahrscheinlich

Nach dem Kursrutsch unter die psychologisch wichtige Marke von $80.000 mehren sich die Stimmen, die das Ende des Bitcoin-Bullenmarkts ausrufen. Allen voran: Ki Young Ju, Gründer und CEO der On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant.

In einem viel beachteten Beitrag auf X (ehemals Twitter) erklärte Ju am 5. März, dass die Hausse vorbei sei – und sich der Markt nun klar in einem Bärenzyklus befinde.

Marktstruktur laut On-Chain-Daten bärisch

Ju stützt seine Analyse auf zwei zentrale Kennzahlen:

  • Market Capitalization (Marktkapitalisierung)

  • Realized Capitalization (realisierte Marktkapitalisierung)

Dabei misst die Realized Cap den tatsächlichen Kapitalzufluss ins Bitcoin-Netzwerk. Sie basiert darauf, wann BTC in Wallets ein- und wieder ausgebucht wird – und gibt damit einen Einblick in die durchschnittlichen Kaufpreise und das „tatsächliche“ investierte Kapital.

Im Gegensatz dazu wird die Market Cap rein über den aktuellen Kurs × Umlaufmenge berechnet – sie reagiert stark auf kurzfristige Marktschwankungen, ohne realen Kapitalfluss widerzuspiegeln.

Ju betont: „Viele glauben, dass kleine Käufe direkt die Market Cap erhöhen – das ist ein Irrtum. Entscheidend ist das Gleichgewicht zwischen Kauf- und Verkaufsdruck im Orderbuch.“


Ähnliche Themen:

? USA als Bitcoin-Supermacht: Neue Studie zeigt dominierende Stellung Amerikas im globalen Krypto-Ökosystem

? Bitcoin Kurs erreicht neues Allzeithoch: Institutionelle Nachfrage und politische Signale

? Bitcoin fällt unter $100.000 – Handelskrieg zwischen USA und China belastet den Markt


Bullenmarkt-Logik kehrt sich um

In einem echten Bullenmarkt genügt oft wenig frisches Kapital, um große Kursanstiege zu erzeugen. Doch laut Ju ist genau das aktuell nicht mehr der Fall: Selbst größere Kapitalzuflüsse erzeugen keine nachhaltige Preisbewegung mehr.

Ein klares Signal, dass sich der Markt in einer Bärenphase befindet, so der Analyst. Ein begleitender Chart von CryptoQuant verdeutlicht den Trend:

  • Grüne Phasen zeigen, wenn Market Cap schneller wächst als Realized Cap → bullisch

  • Rote Phasen zeigen das Gegenteil → bärisch

Aktuell hat sich Bitcoin laut diesem Modell klar in den roten Bereich bewegt. Das bedeutet: Kapital fließt zwar weiter in den Markt, aber ohne Preiswirkung.

„Historisch gesehen brauchen solche Phasen mindestens sechs Monate, um sich zu drehen“, erklärt Ju.

Der Bitcoin-Markt sendet klare Signale: Trotz positiver Fundamentaldaten und institutioneller Nachfrage reagiert der Preis nicht mehr wie in einem typischen Aufwärtstrend. Laut CryptoQuant-CEO Ki Young Ju ist der Bullenmarkt offiziell vorbei – zumindest für die nächsten Monate.

Wer jetzt investiert, sollte sich auf Seitwärtsbewegungen oder weitere Korrekturen einstellen. Eine nachhaltige Trendumkehr könnte laut Ju frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 erfolgen – vorausgesetzt, neue Impulse und sinkender Verkaufsdruck lassen den Markt wieder durchatmen.

Themen im Beitrag:

Reaktion hinzufügen
Patrik
Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.