Bitcoin nähert sich $130.000 – Statistische Analyse warnt vor möglicher Nachfrageerschöpfung

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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin nähert sich $130.000 – Statistische Analyse warnt vor möglicher Nachfrageerschöpfung

Bitcoin hat in dieser Woche ein neues Allzeithoch erreicht und könnte laut einer aktuellen Analyse von Glassnode noch Raum bis auf 130.000 US-Dollar haben – bevor es zu einer marktweiten Erschöpfung der Nachfrage kommen könnte. Der Bericht vom 16. Juli beleuchtet mehrere on-chain-Indikatoren, die auf eine mögliche kurzfristige Überhitzung hindeuten, aber auch klar definierte Unterstützungszonen identifizieren.

Ausbruch über dichte Kaufzonen

Bitcoin durchbrach zuletzt eine mehrwöchige Seitwärtsphase zwischen 100.000 und 110.000 US-Dollar und markierte ein neues Hoch bei rund 122.000 US-Dollar. Damit wurden zwei stark frequentierte Kaufzonen überwunden – zwischen 93.000 und 97.000 sowie zwischen 104.000 und 110.000 US-Dollar. Laut Glassnode könnten diese ehemaligen Widerstandsbereiche nun als Unterstützungszonen dienen, falls es zu einem Rücksetzer kommt.

Die Analyse der Cost Basis Distribution Heatmap zeigt, dass viele Investoren in diesen Zonen Positionen aufgebaut haben. Sobald der Markt diese Bereiche überwindet, werden viele dieser Anleger tendenziell zu „Verteidigern“ ihrer Einstandspreise, was eine stabilisierende Wirkung entfalten kann.

Überhitzungssignale nehmen zu

Gleichzeitig weist der Bericht auf zunehmende Überhitzungstendenzen hin. Laut Cost-Basis Distribution Quantiles liegt der aktuelle Spotpreis über dem 95. Perzentil bei rund 107.400 US-Dollar. Das bedeutet, dass der Großteil des zirkulierenden Angebots derzeit im Gewinn liegt – ein typisches Muster vor verstärkten Gewinnmitnahmen.

Tatsächlich stieg Bitcoin kurzfristig auf 122.600 US-Dollar, bevor es zu einem Rückgang auf 115.900 US-Dollar kam. Dieser Rücksetzer fiel zusammen mit einem Preisanstieg über eine Standardabweichung oberhalb der durchschnittlichen Einstiegskosten von kurzfristigen Haltern (STH). Solche Zonen gelten historisch als taktische Widerstände in spekulativen Phasen.

Als nächste technische Hürde identifiziert Glassnode die sogenannte STH+2-Zone bei rund 136.000 US-Dollar. Viele Trader sehen die Marke von 130.000 US-Dollar dabei als psychologisch wichtigen Zwischenschritt.


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Warnung vor Nachfrageerschöpfung

Ein zentrales Warnsignal liefert die Analyse des kurzfristigen Angebots im Gewinn. Aktuell befinden sich rund 95 % des STH-Bestands im Plus – ein Wert, der deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 88 % liegt und bereits zum dritten Mal seit Mai 2025 erreicht wurde.

Solche extremen Zustände deuten laut Glassnode regelmäßig auf das Risiko einer Nachfrageerschöpfung hin. Wiederholte Überschreitungen dieses Niveaus gingen in der Vergangenheit häufig größeren Korrekturphasen voraus. Bitcoin zeigt derzeit starke technische Struktur und hat kurzfristig statistischen Raum bis zur Zone um 130.000 bis 136.000 US-Dollar.

Gleichzeitig mehren sich jedoch die Zeichen einer kurzfristigen Überhitzung, insbesondere unter kurzfristigen Investoren. Anleger sollten mögliche Gewinnmitnahmen und Reaktionen auf Nachfrageflauten in diesem Bereich einkalkulieren.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.