Bitcoin Kurs durchbricht $118.000: Setzt jetzt FOMO ein?

Patrik
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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Bitcoin Kurs durchbricht $118.000: Setzt jetzt FOMO ein?

Während Bitcoin heute ein neues Allzeithoch von über 118.000 US-Dollar erreichte, zeigen On-Chain-Daten eine überraschende Entwicklung: Kurz vor dem Ausbruch zogen sich viele Kleinanleger aus dem Markt zurück. Diese Diskrepanz zwischen Marktverhalten und Preisentwicklung wirft interessante Fragen über die aktuelle Marktdynamik auf – und über das Verhalten der sogenannten „Smart Money“-Akteure.

Zahl aktiver Bitcoin-Halter fällt – trotz Bullenmarkt

Laut Daten des Analyseunternehmens Santiment ist die Anzahl der Bitcoin-Wallets mit einem Guthaben in den letzten Tagen deutlich gesunken. Der beobachtete Indikator – die „Total Amount of Holders“ – misst, wie viele Adressen im Bitcoin-Netzwerk eine positive Balance aufweisen.

Ein Rückgang dieser Zahl deutet darauf hin, dass Wallets geleert wurden – ob durch Verkauf, Abzug auf Cold Wallets oder vollständigen Marktausstieg. Da Kleinanleger die Mehrheit der Wallet-Adressen stellen, lässt sich aus diesem Trend ableiten, dass vor allem Retail-Investoren (Kleinanleger) den Markt verlassen haben.

Verkaufsdruck durch Kleinanleger ging dem Ausbruch voraus

Diese Entwicklung scheint auf den ersten Blick paradox: Der Kurs von Bitcoin steigt auf ein neues Rekordhoch, während sich viele Privatinvestoren zurückziehen. Doch laut Santiment ist dieses Muster keineswegs neu. Bereits in früheren Marktphasen war zu beobachten, dass ein Rückzug der „schwachen Hände“ (oft durch Angst oder Ungeduld motiviert) den Boden für eine Kursrallye bereitete.

„Wenn der Retail FUD zeigt – also Angst oder Ungeduld – sind das meist ideale Zeitpunkte für professionelles Kapital, sich günstig zu positionieren“, schreibt Santiment auf X.

Die aktuellen Daten bestätigen dieses Verhalten: Während der Rückgang der Halterzahl ein Signal für Unsicherheit bei Kleinanlegern ist, nutzen erfahrene Marktteilnehmer diese Phase oft für gezielte Akkumulation.

Das Verhalten vieler Kleinanleger folgt typischen emotionalen Mustern. In Seitwärtsphasen oder bei kleinen Kursrücksetzern neigen Retail-Trader dazu, ihre Coins zu verkaufen – aus Angst vor weiteren Verlusten. Diese Verkäufe sorgen kurzfristig für Preisdruck. Doch sie eröffnen institutionellen oder langfristig orientierten Investoren die Gelegenheit, günstiger nachzukaufen.

Diese Zyklen der Angst und Gier prägen den Kryptomarkt seit Jahren. Während Euphorie oft mit Markttops zusammenfällt, können Phasen der Panik den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung markieren – wie nun geschehen.


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FOMO könnte als Nächstes einsetzen

Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Verhalten der Kleinanleger nach dem Allzeithoch entwickelt. Sollte der Bitcoin-Kurs weiter in Richtung 120.000 $ steigen, ist es wahrscheinlich, dass viele Anleger erneut einsteigen wollen – aus Angst, die Rallye zu verpassen. Dieses Phänomen ist als FOMO („Fear of Missing Out“) bekannt und kann zusätzliche Kaufdynamik auslösen.

Ein abrupter Anstieg der Halterzahl in den kommenden Tagen wäre daher ein deutliches Zeichen für ein sich drehendes Sentiment – und würde das bullische Bild weiter untermauern.

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.