Krypto in China: Einschränkung von Bargeldverkehr nimmt bereits konkrete Formen an

China Einschränkung von Bargeldverkehr nimmt Formen an
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Die „People’s Bank of China“ (PBOC) gab bekannt, dass in drei Provinzen ein neues regulatorisches Pilotprogramm eingeführt wird. Das Programm soll darauf abzielen, die Größe nicht registrierter Bargeldtransaktionen zu begrenzen.

Parallel bereitet sich die chinesische Regierung auf die Einführung einer rein digitalen nationalen Währung vor. Ursprünglich berichtet wurde die Geschichte von der „Xinhua News Agency“, verbreitet hat sie sich aber dank der prominenten Krypto-Expertin Dovey Wan (@DoveyWan).

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PBOC: Neue Vorschriften für zwei Jahre in Kraft gesetzt

Scheinbar wird das Testprogramm in den Provinzen Hebei, Zhejiang und Shenzhen gestartet und dauert zwei Jahre. Während dieser Zeit gibt es Grenzen dafür, wie viel Geld ohne „Registrierung“ eingezahlt oder abgehoben werden kann. Für Geschäftskonten beträgt diese Grenze 500.000 RMB (ca. 71.000 $). Für Privatkonten liegt sie anscheinend zwischen 100.000 und 300.000 RMB (15.000 $ – 60.000 $).

All dies steht im Zusammenhang mit der jüngsten Ankündigung, dass die PBOC in Kürze eine nationale digitale Währung herausgeben wird (Coin-Update.de berichtete). Vor diesem Hintergrund ist es durchaus möglich, dass die jüngste Einschränkung ein früher Schritt zur Beseitigung aller zukünftigen Bargeschäfte sein könnte.

Natürlich wird das Regulierungsprogramm unter dem Deckmantel der Verbrechensbekämpfung verkauft:

China ist nicht das erste Land, das Bargeld begrenzt

Die Vorschriften zur Einschränkung des Bargeldverkehrs sind allerdings weder schockierend noch besonders überraschend. China ist nicht die erste Nation, die entsprechende Maßnahmen ergreift. Länder wie Australien und Argentinien haben ebenfalls damit begonnen, Bargeldtransaktionen ab einem bestimmten Betrag zu begrenzen oder zu regulieren. Wie im Twitter-Thread von Wan erwähnt: Auch die EU setzt bereits eine Beschränkung von Bargeldbewegungen über 10.000 Euro durch.

Datenschutzbeauftragte beklagen solche Schritte meist, da sie oft als ein Schritt weg von der individuellen Freiheit und hin zur vollen Regierungskontrolle angesehen werden. Dennoch hat die PBOC versprochen, dass seine kommende digitale Währung eine gewisse Anonymität zulässt, was jedoch ebenfalls mit Skepsis aufgenommen wurde.

Letztendlich wird nur die Zeit zeigen, wie sich Geldbeschränkungen auf chinesische Bürger (und den Bitcoin-Kurs…) auswirken – ganz zu schweigen davon, was in den nächsten zwei Jahren und danach passieren wird. Sofern es keine Probleme gibt, dürfte das Programm weiter expandieren. 

Andere Nationen könnten dann versuchen, ähnliche Richtlinien zu erlassen. Ob ungeregelte Kryptowährungen wie Bitcoin in einem strengeren Umfeld gedeihen oder dadurch eliminiert werden, bleibt ebenfalls abzuwarten.

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