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CEBIT: Volkswagen entwickelt Produkte auf Basis der IOTA- und Ethereum-Technologie

Es war ja bereits bekannt, dass Volkswagen zusammen mit IOTA auf der CEBIT auftritt. Ein perfekter Zeitpunkt um eine Zusammenarbeit zu verkünden. Doch nicht nur die IOTA-Technologie hat das Interesse von Volkswagen geweckt, auch Ethereums Smart-Contracs kommen bei dem deutschen Autobauer zum Einsatz.

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Die Vorgeschichte

Am 9. Juni twitterte Johann Jungwirth, Chief Digital Officer bei Volkswagen und Mitglied des Aufsichtsrats bei IOTA, über den gemeinsamen Auftritt auf der in Hannover stattfindenden CEBIT.

„Gemeinsam mit @iotatoken wird Volkswagen auf # cebit18 einen Proof of Concept zeigen, wie die sichere Übertragung von Software over-the-Air auf Fahrzeuge mit dem #tangle sicher dokumentiert werden kann. Ein gutes Beispiel dafür, wie verteilte Ledger-Technologie in Zukunft verwendet werden kann.“, schrieb Jungwirth.

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Daraufhin rechneten viele mit einer Bekanntmachung einer Partnerschaft zwischen IOTA und Volkswagen. Dass die beiden Parteien zusammenarbeiten, ist ein offenes Geheimnis. Doch woran gearbeitet wird und wann ein Produkt auf den Markt kommt, wurde bislang nicht offengelegt.

IOTA-Technologie zur Bekämpfung von Tacho-Manipulation

Auf der CEBIT wurde es dann konkret. Vertreter des Volkswagen Konzerns waren mit Dominik Schiener auf der Bühne um über die Zukunft der Mobilität zu sprechen.

Nach etwa 20 Minuten stellte Moderatorin Tijen Onaran dann endlich die Frage, die Dominik Schiener nicht wirklich beantworten wollte und an Nicolai Bartkowiak (Blockchain Developer bei Volkswagen) weitergab: „Wann sehen wir denn endlich einen richtigen Prototyp von IOTAs Use Case?“

Bartkowiak brachte es dann auf den Punkt. Er sagte:

„Also wir machen eben gemeinsam ein Projekt, wo wir eben IOTA-Technologie bei Volkswagen einsetzen. Da geht es darum, dass wir versuchen Tacho-Manipulation anzugreifen […] Um Tacho-Manipulation erfolgreich zu bekämpfen, fehlen zwei Dinge; das ist Transparenz und Unveränderbarkeit. Und diese beiden Punkte werden eben genau von der Technologie geliefert. Mit der Unveränderbarkeit, kann man eben diese Kilometerstände über den Lebenszyklus des Fahrzeuges hinweg unveränderbar in diesem Tangle speichern […] und dadurch schafft man Vertrauen in die Daten.“

Wann die neue Technologie zur Bekämpfung von Tacho-Manipulationen marktreif ist, wollte Bartkowiak zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht verraten.

Einfachere Abrechnung dank Smart-Contracts

Nach Bartkowiaks Erläuterung übernahm Fabian Freiter (Product Owner bei der Volkswagen Financial Services AG) das Wort und lieferte einen Zeitplan zur ersten Einführung möglicher Produkte auf Basis der Blockchain-Technologie:

„Also wir wollen Charging auf das nächst höhere Level stellen […] Es ist Ethereum-basiert und mit Smart-Contracts regeln wir letztendlich das Laden an den Ladesäulen soweit ab, dass auch die Kunden nur für das bezahlen, was sie auch letztendlich konsumieren – also für den Strom, was die Ladesäule den Kunden bereitstellt. […] Und dieses Thema pilotieren wir jetzt demnächst in UK. Das bedeutet unser Feldtest wird im Juli starten. Da werden wir auch konkret die Ladesäulen, die wir angebunden haben, werden wir dann mit Elektrofahrzeugen dementsprechend testen und das Ergebnis, welches aus diesen Piloten dann resultiert, das werden wir nehmen um die nächsten Schritte einzuleiten, um darauf aufbauend unter Umständen ein Produkt zu bauen um mit dem Produkt frühestens im Jahr 2019 auf den Markt zu gehen. Also wir haben da nicht nur ein Proof of Concept, nicht nur einen Prototyp, wir haben da schon mehr.“

“Ist IOTA die führende Blockchain für VW?“

Bei Volkswagen wird demnach schon länger an Produkten unter Verwendung der Blockchain-Technologie gearbeitet. Seit der CEBIT ist jetzt auch bekannt, dass je nach Anwendungsfall verschiedene Protokolle zum Einsatz kommen. Das machte Fabian Freiter im Verlauf des Gesprächs noch mal deutlich. Auf die Frage ob IOTA die führende „Blockchain“ für VW ist, antwortete Freiter:

„Das Ding ist, man muss natürlichen schauen; welchen Use Case, was möchte man umsetzen und was möchte man erreichen damit? Es gibt natürlich unterschiedliche Technologien […] Ethereum hat Smart Contracts. Damit kann ich Logik abbilden, ganz einfache „WENN-DANN“-Geschichten beispielsweise. Es gibt aber auch dezentralisierte Datenbanken, die speziell für das Speichern von größeren Datenmengen da sind. […] Und ich glaube, dass man einfach schauen muss, was man für einen konkreten Case hat und dann muss man gucken ob die Technologie zu dem Case passt.

Hier das Video zur Diskussion:



Timestamps:

  • IOTA-Technologie zur Bekämpfung von Tacho-Manipulation: 19:04
  • Einfachere Abrechnung dank Smart-Contracts: 20:29
  • “Ist IOTA die führende Blockchain für VW?“: 24:52

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