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Bitcoins Lightning Network wächst – doch Mängel bei Sicherheit und Skalierbarkeit bleiben

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Das Lightning Network von Bitcoin expandiert trotz einer Reihe von Skalierbarkeits- und Sicherheitslücken im Protokoll exponentiell.

Bitcoins Lightning Network: Nutzung wächst

Das Lightning Network (LN) ist eine sogenannte Second-Layer-Lösung für Bitcoins Skalierbarkeitsproblem. Die „nächste Generation der dezentralen Finanzinfrastruktur“ wurde von Lightning Labs entwickelt, einem Unternehmen mit Sitz in San Francisco.

Die Idee dahinter ist, den Transaktionsdurchsatz des Blockchain-Netzwerks von BTC zu erhöhen. Das Open-Source-Protokoll ermöglicht sofortige Zahlungen zu außergewöhnlich niedrigen Gebühren mit Millionen bis Milliarden von Transaktionen pro Sekunde sowie chain-übergreifende Atomic Swaps (also den direkten Tausch von einer Kryptowährung gegen eine andere).

BitMEX Research, ein Tochterunternehmen der Krypto-Derivate-Trading-Plattform BitMEX, hat nun seinen sechsten Bericht über „Bitcoin’s Lightning Network“ veröffentlicht. Das Forscherteam konzentriert sich in der Analyse auf Blockchain-Daten zu nicht-kooperativen Kanalschließungen. Auf Basis dieser Daten wurde festgestellt, dass die LN-Nutzung „höher als erwartet“ ist.

Wie es im Bericht hierzu heißt:

„Das Volumen der Transaktionen hier [im nicht-kooperativen Kanal] ist ziemlich groß und könnte auf mehr Lightning-Experimente hinweisen, als viele erwartet haben. Die Daten weisen auch darauf hin, dass nicht-kooperative Schließungen häufiger vorkommen, als man denkt.“

Daten von BitMEX Research

Mängel bei Skalierbarkeit und Sicherheit

Die Forscher von BitMEX schätzen, dass die Zahl der nicht kooperativen Kanalschließungen bei etwa 30.000 liegt. Das ist die Hälfte der tatsächlichen Zahl. Die massive Anzahl von Kanalschließungen lässt Bedenken hinsichtlich der Stabilität des LN aufkommen.

Hierzu die BitMEX-Forschung:

„Die Tatsache, dass nicht-kooperative Schließungen häufiger vorkommen als viele dachten, bedeutet, dass die Vorteile der Privatsphäre und der Skalierbarkeit von Lightning ebenfalls geringer sind als von vielen erwartet.“

Trotz der Skalierbarkeit und der Sicherheitsmängel auf dem LN bestätigt BitMEX Research, dass die nicht kooperativen Schließungen seit März 2019 deutlich zurückgegangen sind. Der steile Rückgang könnte ein Hinweis auf „verbessertes Nutzerverhalten und verbesserte Wallets“ sein.

Laut den Forschern könnte „die Prävalenz nicht-kooperativer Schließungen zurückgehen“, wenn die Nutzer lernen, mit dem LN und Lightning-Börsen richtig umzugehen.

Das Lightning Network ist immer noch ein experimentelles Projekt. Obwohl verschiedene Krypto-Börsen (wie Bitfinex) die Unterstützung für LN-Ein- und Auszahlungen für schnellere und billigere Transaktionen hinzugefügt haben, argumentieren viele, dass es noch nicht wirklich reif ist.

Reddit-User ZipoTm hatte beispielsweise vier Bitcoins auf dem LN „verloren“ und halb ironisch kommentiert, dass es nicht einfach zu benutzen sei. 

Die Zeit wird zeigen, ob Entwickler Verbesserungen am LN vornehmen werden, um die nicht kooperativen Kanalschließungen zu reduzieren.

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