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21.10.2023

Bitcoin taucht aus den Tiefen der Verzweiflung auf

Patrik
12.02.2023
5 Minuten Lesezeit
Bitcoin (BTC) taucht aus den Tiefen wieder auf

Derzeit befassen sich viele Analysten und Experten mit der Frage, ob der Bitcoin Kurs bereits einen Boden gebildet hat oder nicht. In der Tat gibt es, trotz der weit verbreiteten makroökonmischen Unsicherheiten, Anzeichen und On-Chain-Indikatoren, die darauf hindeuten, dass Bitcoin einen Boden gebildet hat.

Frühe Anzeichen eines Bullen-Markt

Die Identifizierung eines Bodens ist jedoch nur der erste Schritt bei der Vorhersage zukünftiger Marktbewegungen. Ein starker Boden zeigt nur das Potenzial für einen Marktaufschwung – andere On-Chain-Indikatoren sind erforderlich, um das Ende des Bärenmarktes zu bestätigen. In diesem Bericht tauchen wir in die On-Chain-Metriken ein, die zeigen, dass ein weiterer Bullenmarkt womöglich bald eintreten könnte.

Das Bitcoin Netzwerk expandiert

Die Anzahl der Nutzer, die mit einem Netzwerk interagieren, ist einer der besten Indikatoren für dessen Leistung. Die frühen Bullenmärkte des letzten Jahrzehnts begannen alle mit einem Anstieg der täglichen Nutzerzahlen, einem höheren Transaktionsdurchsatz und einer erhöhten Nachfrage nach Blockspace.

Dies wird deutlich, wenn man sich die Dynamik der neuen Adressen im Bitcoin-Netzwerk ansieht. Wenn der einfache gleitende 30-Tage-Durchschnitt (SMA) des Impulses neuer Adressen den 365-Tage-SMA überschreitet, tritt das Netzwerk in eine Expansionsphase ein. Einfach ausgedrückt: Die Rate, mit der in den letzten 30 Tagen neue Adressen erstellt wurden, ist höher als die Rate, mit der sie im letzten Jahr erstellt wurden.

Die analysierten Daten zeigen, dass sich die Fundamentaldaten des Bitcoin-Netzwerks verbessern. Der 30-Tage-SMA hat den 365-Tage-SMA gekreuzt, wie in der Grafik unten zu sehen ist. Anhaltende Perioden dieses Trends haben mit Bullenmärkten korreliert und zu einem allmählichen Anstieg des Bitcoin-Preises geführt.

Anzahl neue BTC Adressen - Stand Februar 23
Quelle: Glassnode

Seit dem Zusammenbruch von LUNA befindet sich der Markt zum ersten Mal in der Gewinnzone

Beide Frühindikatoren für Marktgewinne blitzen seit Anfang des Jahres grün. Die Spent Output Profit Ratio (SOPR) ist eine Kennzahl, die anzeigt, ob die Coins im Bitcoin-Netzwerk mit einem Gesamtgewinn oder -verlust zwischen den Wallets bewegt werden. Die Metrik ist ein Verhältnis zwischen dem Wert von Bitcoin UTXOs bei der Erzeugung und dem Wert von Bitcoin UTXOs, wenn sie ausgegeben wurden.

Und obwohl SOPR davon ausgeht, dass alle Coins, die von einer Wallet zur anderen wandern, verkauft wurden, ist es dennoch ein solider Maßstab für den Gewinn, der im Netzwerk realisiert wurde. Ein SOPR-Wert von 1 oder höher bedeutet, dass der Markt Gewinne realisiert hat. Historisch gesehen hat das Durchbrechen und Halten des SOPR einen gesunden Anstieg der Nachfrage nach Bitcoin angezeigt.

Das letzte Mal, dass der SOPR-Wert über 1 lag, war im April 2022, kurz vor dem Zusammenbruch von Terra Luna Classic. Der aktuelle SOPR-Wert deutet auf eine Markterholung hin. Auch wenn es noch einige weitere Einbrüche unter 1 geben könnte, bevor der Markt in eine echte Hausse übergeht, ist der aktuelle Höchststand ein positives Zeichen.

Die Einnahmen der Miner aus Gebühren steigen

Mit der Expansion des Bitcoin-Netzwerks steigt auch die Nachfrage nach Bitcoin-Blockspace. Die hohe Anzahl von Transaktionen im Netzwerk in den letzten drei Monaten hat zu einem bemerkenswerten Anstieg der Gebühreneinnahmen für Bitcoin-Miner geführt.

Dies zeigt sich im Z-Score der Gebühreneinnahmen, der die Anzahl der Standardabweichungen über oder unter den durchschnittlichen Gebühreneinnahmen angibt. In Bullenmärkten ist der Z-Score höher als 0, was auf eine erhöhte Nachfrage nach Blockspace hinweist und zu höheren Gebühren führt.

Höhere von den Nutzern gezahlte Gebühren führen zu einem Anstieg der Gebühreneinnahmen der Miner. In Bärenmärkten sinkt die Nachfrage nach Blockspace, was zu einem Rückgang der Gebühreneinnahmen führt. In der folgenden Grafik sind positive Z-Werte rot und negative Z-Werte blau markiert.

Miner BTC Z Score
Quelle: Glassnode

Die Spitze des Z-Scores im November 2022 zeigt, dass der Zusammenbruch von FTX eine noch nie dagewesene Nachfrage nach Blockraum verursacht hat. Und während ein Teil dieser Nachfrage auf aggressive Akkumulation zurückzuführen ist, kam der größte Teil von Panikverkäufen.

Ein genauerer Blick auf den Z-Score bestätigt frühere Erkenntnisse, wonach der Bullenmarkt Mitte 2021 endete. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 kam es zu einem massiven Rückgang der Nachfrage nach Blöcken, was sich in einem anhaltend niedrigen Z-Score zeigte.

Das Jahr 2023 brachte jedoch einen neuen Appetit nach Blockspace mit sich. Es gab einen langsamen, aber stetigen Anstieg des Z-Scores, der Ende Januar mit der Einführung von Bitcoin Ordinals seinen Höhepunkt erreichte. Im Februar war ein deutlicher Anstieg des Z-Scores zu verzeichnen, der sich im Laufe des Quartals fortsetzen könnte, da die Zahl der Transaktionen zunimmt.

Technische Preismodelle haben sich gedreht

Wie bereits in früheren Marktberichten angedeutet, hat Bitcoin in den letzten drei Monaten mehrere Widerstandsniveaus durchbrochen, wobei das bemerkenswerteste die kurzfristige Kostenbasis des Inhabers und der realisierte Preis sind.

Seit Anfang des Jahres ist der Bitcoin-Kurs über seinen realisierten Preis und den 200-Tage-SMA gestiegen. Der 200-Tage-SMA ist ein wichtiger Indikator für die Kursbewegungen von Bitcoin, da ein Durchbruch über ihn den Beginn eines Aufwärtstrends anzeigt.

Der realisierte Preis ist auch ein solider Indikator. Der Handel über dem realisierten Preis ermöglicht es uns, die Gesamtrentabilität zu ermitteln und den nicht realisierten Gewinn zu erkennen. Das letzte Mal war dies im Dezember 2021 der Fall, aber der Trend war nur von kurzer Dauer. Davor gab es im April 2020 einen Durchbruch über den realisierten Preis und den 200-Tage-SMA und löste eine Hausse aus, die bis Ende 2021 andauerte.

Da Bitcoin derzeit oberhalb beider Indikatoren gehandelt wird, könnte sich der Markt auf eine bullische Trendwende vorbereiten. Das Einsetzen von nicht realisierten Gewinnen, die in der Baisse dieses Winters fehlten, könnte eine neue Nachfragewelle auf den Markt bringen und den Bitcoin-Preis nach oben treiben.

Ultra bullisch und dann der Mega Crash – Das Blow-Off Top

Das Unternehmen Pantera Capital, einer der größten VCs im Krypto-Markt, hat kürzlich eine Einschätzung veröffentlicht, in der man feststellt, dass jetzt der siebte Bitcoin Bull-Run begonnen hat. Damit sind sie nicht allein, denn viele Analysten sind der Ansicht, dass der BTC in den kommenden 24 Monaten, meist ein Jahr nach dem Bitcoin Halving (das nächste findet 2024 statt), neue Höchststände erreichen kann.

In den letzten Monaten mit der angespannten Marktlage und den vermehrten Aussagen über globale Rezession, sowie dem Big Crash, konnte man vereinzelt von der Theorie des Blow-Off-Tops lesen.

Ein Blow-Off-Top ist ein Chartmuster, das einen steilen und raschen Anstieg des Kurses und des Handelsvolumens anzeigt, gefolgt von einem rasanten Kursrückgang. Einer dieser Analysten, der vermutet, dass es zu einem Blow-Off-Top kommen könnte, ist der Analyst Henrik Zeberg.

In seinen Analysen geht er davon aus, dass nahezu alle Märkte auf noch nie dagewesene Höhen im Jahr 2023 ansteigen werden, bevor es ebenfalls im Jahr 2023 zu einem „Mega-Crash“ und zu einer Rezession kommen wird.


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Zeberg veröffentlichte den nachfolgenden Tweet, in dem er postet, dass Bitcoin bis zum 3. Quartal 2023 ein Niveau zwischen $95.000 und $100.000 erreichen wird.

Zeberg - Blow-Off Top
Quelle: Twitter

Das grenzt schon, sollte sich diese Einschätzung bewahrheiten, an einem Super-Zyklus. Erstaunlicherweise behält der Analyst bei seinen meisten Kurs-Updates recht und die Kurse scheinen tatsächlich seiner prognostizierten Bewegung zu folgen. Aber ob der Markt noch während 2023 eine solche Dynamik entwickeln kann, bleibt abzuwarten.

Wir von Coin-Update gehen ebenfalls davon aus, dass der Bitcoin in Richtung $100.000 steigen wird, aber erst nach dem nächsten Bitcoin Halving. Mehr zu unserer Einschätzung, findest du in unserer langfristigen Bitcoin Prognose.


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Textnachweis: Cryptoslate

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